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Wörter aufbrezeln zu Wordbonern


Heute haben wir ein kleines Schmankerl aus dem englischen Sprachraum – den Wordboner. Was ein Wordboner ist, weiß ich auch nicht so recht … aber mein amerikanischer Blogcounterpart hat da seine eigene Theorie und ein paar Vorschläge, die ich euch nicht vorenthalten möchte (Feingeister bitte diesen Blogpost die nachfolgende Grafik überspringen)

Wordboner ist also eine Wortlatte, ein Wortgeilmacher, Wortwolllust sozusagen. Dass Wörter auf T-Shirts beliebt sind, wissen wir. Wie gut auch Wortlatten auf T-Shirts ankommen, konnte man in den letzten Wochen immer mal wieder in den einschlägigen Blogs wie Tee-Junction oder Coty Gonzales lesen. Grund genug, dem Wortpimper Peter ein paar Fragen zu stellen. PS: Da ich unter den Englischübersetzern im hinteren Mittelfeld rangiere, solltet ihr vielleicht auch einen Blick auf das englische Original werfen.

Was ist der Hintergrund zu Wordboner?

Wordboner stammt von zwei ganz unterschiedlichen Kreationen, mit denen ich persönlich eigentlich garnichts zu tun habe. Eines Tages, ein Jahr muss das her sein, sah ich dieses Zitat auf Postsecret, das ging so: “Mein Leben hat keine Richtung und ich war noch nie glücklicher”. Das passte zu meinem eigenen Leben zu der Zeit sehr gut (zumindest die Sache mit der fehlenden Richtung). Ich habe das Zitat mit einem hübschen Foto von Ballons zusammengeschoben, das ich auf vi.sualize.us gefunden hatte, weil das so gut passt: Ballons haben auch keine bestimmte Richtung, die sie einschlagen – trotzdem sind sie ein Symbol für Freude. Das ganze hab ich dann auf meinem tumblog veröffentlicht, und ein paar großartige Reaktionen erhalten. Sofort dachte ich, ich sollte einen separaten Blog einrichten, in dem ich nur solche Zitate poste. Über einen passenden Namen habe ich keine 5 Sekunden nachgedacht, es kam mir einfach in den Sinn und hat gepasst.

Das Feedback, das du erwähnt hast – woher kommt das? Hat das mit deinem “richtigen” Job zu tun?

Im Moment habe ich ehrlich gesagt gar keinen “richtigen” Job — was Vor- und Nachteile hat. Ein Vorteil ist: ich habe mehr Zeit für Wordboner. Und Feedback kommt von Fans weltweit, Amerika, Europa, Asien — in Kommentaren und Nachrichten auf Facebook, Twitter, Formspring, etc. Es ist wirklich großartig. Wordboner läuft übrigens auf Tumblr, was ein cooles Tool ist – falls Ihr es noch nicht kennt, schaut euch das mal an. Man kriegt in Echtzeit und direkt Feedback zu allem was man postet.
Manche der Kommentare sind besonders nett, manche Leute schreiben mir zum Beispiel, dass die Wordbonereien ihnen Hoffnung machen, oder gute Laune, wenn sie darüber nachdenken worüber sie vorher noch nicht so viel nachgedacht haben. Falls ich also jemals keinen “richtigen” Job mehr finde, fände ich das garnicht so schlecht, sowas für den Rest meines Lebens zu tun :)

Woher nimmst du deine Inspiration – was passiert, bevor ein Shirt auf deiner Seite veröffentlicht wird?

Meine Inspiration kriege ich sprichwörtlich von überall her. Ich habe dieses Ding, ich denke einfach zu viel nach und jedes Mal wenn ich eine Idee habe, schreibe ich sie sofort auf. Manchmal braucht es etwas Zeit, bis die Idee gereift ist, manchmal ist das spontane Moment entscheidend und es dauert keine 5 Minuten, bis der Teeboner online ist.

Welches Shirt trägst du am häufigsten?

Ich mag eigentlich T-Shirts mit einem direkten, manchmal auch provozierenden Statement. Das hat mich in der Schule teilweise schon in die Bredouille gebracht. Ich würde nie ein Shirt gestalten, das ich selbst nicht anziehen würde. Wenn ich mir bei einem Design nicht sicher bin, frage ich mich: Würdest du das anziehen? Und wenn ich es nicht würde, ändere ich es so lange bis die Antwort positiv ist.

Welche Shirts waren das, die dir in der Schule Probleme bereitet? haben

An Details kann ich mich gar nicht mehr erinnern, es ist schon eine Weile her. Auf einem Shirt stand “Ich bin ein Genie – wenn ich betrunken bin” und auf einem anderen stand einfach nur “stoned” (in der Art des Rolling Stone Magazins). Nun verstand nicht jeder Lehrer in Polen unbedingt Englisch – bis auf die Englishlehrer, die haben mich immer böse angestarrt. Und jetzt klingt es vielleicht banal und komisch, aber ich hatte daraufhin wirklich ein paar ernsthafte Gespräche mit Lehrern.

Vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg mit Wordboner. Möchtest du der Welt sonst noch etwas mitteilen?

KAUFT TEES! Haha. Okay, ernsthaft: bitte folgt Wordboner bei facebook.com/wordboner, folgt den Tweets bei twitter.com/thewordboner, und kauft T-Shirts im wordbonerstore.com.

1 Response to “Wörter aufbrezeln zu Wordbonern”


  1. 1 by abesser | Jan 19th, 2010 at 6:43 pm
    Gravatar of abesser

    ich dachte das Wort kommt von Knochen, sozusagen auf den Inhalt, Knochen und Fleisch des Wortes zu gehen. Auf seine ursprüngliche Bedeutung. Sozusagen die Essenz.

Comments are currently closed.

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