Wir bloggen und reden viel über Twitter, dabei vergißt man leicht, dass das noch nicht so völlig alltäglich ist: Auf der einen Seite erhielt das Startup letzte Woche weitere 100 Mio. Dollar Wachstumsfinanzierung, und hat das wohl auch nötig. Auf der anderen Seite herrscht zumindest in Deutschland noch Unverständnis, was das ganze Rumgezwitschere eigentlich soll. Beispielsweise ließ sich Johannes B Kerner letzte Woche dazu hinreißen, auf diesem “völlig sinnlosen Quatsch” mehrere Minuten lang rumzuhacken. Dafür wurde im Gegenzug auf ihm rumgehackt - natürlich bei Twitter.
Ob sinnlos oder nicht - darum solls hier jetzt gar nicht unbedingt gehen. Wir sind davon überzeugt, dass Twitter uns und euch Spass machen kann und hoffentlich auch einen Mehrwert bringt. Falls ihr schon twittert und schnelle Infos wollt oder Anfragen habt, folgt uns unter @spreadshirt oder @spreadshirt_de. Und wenn ihr, frei nach Kerner, selbst noch ein wenig auf Sinnsuche seid: am besten entdeckt man Twitter ja nicht nur durch die Seite http://twitter.com - der Trick steckt in den vielen (kostenlosen) Erweiterungen. Daher hier nun eine Liste von Tools, die wir selbst nutzen oder zumindest angetestet haben:
1. Twitter Clients
Die Aufgabe eines Twitter Clients ist es, euch unabhängig von der Twitter-Webseite auf dem Laufenden zu halten, z.B. auch mobil. Ein guter Client verfügt dabei in der Regel über mehr Funktionalitäten als Twitter selbst. Die genannten Tools haben Vor- und Nachteile, am besten mal ausprobieren was euch am ehesten anspricht.
- tweetdeck, twihrl: sind Desktop Programme (auf Basis von Adobe Air), die unabhängig vom Browser laufen.
- hootsuite, brizz.ly: sind eigene Webseiten, die auf Twitter aufsetzen. Sie bieten u.a. die Möglichkeit, Follower zu gruppieren, Links zu verkürzen, Fotos direkt angezeigt zu bekommen. brizz.ly ist übrigens im “Einladungs” Modus - das bedeutet, es gibt eine Warteliste. (Wers mal ausprobieren möchte, bitte unten kurz kommentieren, ich habe noch 3 Einladungen übrig)
- Twitterfox & Netvibes: Für Firefox und Netvibes gibt es Widgets oder Plugins. Auf diese Weise könnt ihr dem Gezwitscher bequem folgen und twittern, auch ohne extra die Twitterseite aufrufen zu müssen.
2. Followerschar vergrößern & verwalten
Nicht immer bedeuten mehr Follower (=Fans) eine größere Reichweite oder mehr Aufmerksamkeit. Um seine Followerschar sinnvoll zu vergrößern, verbreitet man am besten hin und wieder sinnvolle Inhalte (es gibt wie immer Ausnahmen). Genauso wichtig ist es, “die richtigen” Twitterer für sich selbst aufzuspüren. Geeignete Tools, um Leute mit ähnlichen Interessen aufzuspüren, sind neben der mittlerweile recht guten Suche:
- wefollow: ein Katalog, in dem sich jeder mit 3 Schlagworten nach Interessen beschreibt.
- tweetranking: funktioniert ähnlich. Hier kann man nach Stichworten geordnet andere Follower empfehlen. (danke @off_the_record für den Tipp)
- sherflock: eine Plattform, auf der man Follower finden & “managen” kann. Sherflock greift auf andere Tools (wie eben wefollow oder twittercounter) zurück.
- Buzzom: ein Tool, mit dessen Hilfe ihr Follower finden, folgen und ent-folgen könnt.
- socialToo: auch damit könnt ihr automatisch folgen & entfolgen, eine Umfrage anlegen und euch mit Statistiken versorgen.
Es gibt auch noch (kostenpflichtige) “Hardcore” Tools wie tweetadder oder twollow - die aufs Stichwort automatisch folgen und einem mehr oder weniger alles abnehmen. Aber wie oben schon beschrieben: zu einer dauerhaft höheren Reichweite kommt ihr nur, wenn ihr die für eure Interessen/Zielgruppen guten Twitterer ausmacht und relevante Tweets bringt- und das geht meiner Meinung nach nur mit (Hand)Arbeit.
3. Tweets verwalten
Hat man sich erstmal eine kleine Fanschar aufgebaut, gilt es natürlich, diese regelmäßig mit guten Infos zu versorgen (am besten 2-3 x täglich). Leider kann man aber nicht immer überall sein - und wenn ihr grade bloggt, könnt ihr nicht gleichzeitig twittern. Das ist doof. Dafür gibt es entweder eine Reihe von Extra-Tools, oder Funktionen in den Twitter Clients (s. oben).
- Twitterfeed: damit könnt ihr eure Blog-Inhalte bei Twitter anteasen. (Tipp: niemand mag mit einem Anrufbeantworter kommunizieren - daher am besten nicht nur Links querverteilen, sondern trotzdem auch persönlich reinschauen).
- Ein gegenseitiges Update gibts mittlerweile für ziemlich jede größere Plattform wie z.B. Facebook oder Myspace (leider erst für englisch)
- Social oomph, cotweet und hootsuite twittern für euch, wenn ihr garnicht da seid. So könnt ihr ohne Probleme auch nachts eure Follower zutexten oder z.B. passgenau am 23. Mai 2079 den Weltuntergang verkünden.
4. Linkverkürzer
Sie heißen bit.ly, cli.gs, tr.im, redir.ec oder tinyurl und ihr Job ist das Kürzer-machen-von-ewig-langen-URLs.html. Das hat Vor- und Nachteile: Der Vorteil ist, dass einem mehr Platz zum Schreiben von Unsinn bleibt. Die meisten Tools bieten zudem eine Analyse, wer wann wo auf euren Link geklickt hat. Der Nachteil ist: auch Spammer kennen diese Tools, und verbreiten auf diese Weise teilweise harmlose, teilweise übelst pornöse oder gar schädliche Links an arglose Follower. Wenn ihr bit.ly und co verwendet, daher am besten immer kurz beschreiben, wohin bei einem Klick die Webreise geht.
5. Verbreiten von audio-visuellen Inhalte
Nicht unbedingt für jeden relevant, aber ein Trend ist auch das Anzeigen von Fotos, Videos (und ggf. das laute Spielen von Musik). Da Twitter das von Hause aus nicht anbietet, muss man irgendwo seine Daten ablegen. Und auch dafür gibt es Tools, die ihr z.B. mobil und vom Handy aus bedienen könnt.
- vidly, twitcam, 12seconds: hier kannst du teilweise ohne Voranmeldung einfach drauflos streamen und ein Video ins Netz bringen.
- imeem & blip.fm: Damit kannst du deine Follower mit Musik versorgen. Auch wenn manche Twitter-Experten sagen “Musik nervt” - auch das kann Methode sein.
Das wars zunächst mal als kleine Starthilfe - da Twitter eine hochdynamische Plattform ist, gibt es wie immer noch mehr Trickts & Kniffe. Falls ihr Twitter für euch nutzen wollt, werdet ihr feststellen, dass es viele Möglichkeiten gibt, sein eigenes Setup zusammenzustellen. Ich freue mich wie immer über weitere Tipps und Ergänzungen.


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haha, ich fühle mich gemobbt. :D
argh, er hats entdeckt (obwohl ich das so gut versteckt habe) :)