Durch einen Newsletter von American Apparel bin ich gestern über einen sehr interessanten Artikel im NEW YORK MAGAZINE gestolpert: “T-Shirt by Darwin“.
Ich habe das – mitten im Darwin Jahr – mal frei mit “Die Evolution des T-Shirts” übersetzt. Die Geschichte dreht sich um die Entwicklung des T-Shirts vom versteckt unterm Hemd getragenen Schweißfang zum eigentlich untragbaren, aber immerhin noch dekorativen Kunstobjekt mit DIY-Anmutung.
Die wichtigsten Meilensteine dieses Verwandlungsprozesses macht Autor Hugo Lindgren wie folgt fest: nachdem James Dean das unbedruckte weiße Baumwoll-T-Shirt als erster öffentlich-
keitswirksam an die Oberfläche geholt hatte, entwickelte es sich über alle folgenden Jahrzehnte und Jugendkul-
turen hinweg zur mobilen Leinwand für das Zur-Schau-Stellen von persönlichen Meinungen, Vorlieben und Einstellungen.
Doch mit der inflationären Verbreitung von bedruckten T-Shirts sei auch die Aufmerksamkeit für die Botschaften auf Brusthöhe gesunken, so Lundgren.
Die konsequente Folge sieht der Autor im Erfolg von American Apparels Blanko-Shirts. “Der Schnitt ist die Botschaft” – der Körper im Shirt wurde mit AA wieder wichtiger als die Buchstaben und Motive darauf.
In seinen weiteren Ausführungen geht Lindgren noch eine Ebene tiefer und beschäftigt sich mit den Materialien moderner T-Shirts, die – vor allem in der gehobenen Preisklasse – immer stärker so aussehen, als wären sie handgemacht. Feine Risse hier, kleine Löcher da.
Gleichzeitig verschwinden die früher geschlechterspezifischen Unterschiede bei den großen Löchern – also denen, durch die man den Kopf steckt. V-, U-Boot- und sonstige Ausschnitte sind auch in Männerkollektionen selbstverständlich geworden.
Zur Zukunft des bedruckten Shirts kommt schließlich Sahadeva Hammari von Rumplo zu Wort. In ihren Augen sind es vor allem neuartige Drucktechniken mit Glow-In-The-Dark-Farben oder reflektierenden Folien und Laserdruckverfahren, sowie innovative – zum Beispiel wärmeempfindliche – Stoffe, die die nächsten Stufen der Evolution des T-Shirts darstellen.
Soweit meine unkommentierte Zusammenfassung. Den kompletten Artikel könnt Ihr auf Englisch hier nachlesen. Was meint Ihr dazu?







ich denke das t shirt hat sich einfach deswegen durchgesetzt, weil es so bequem zu tragen ist. dann noch die möglichkeit motive drauf zu drucken, es sozusagen als werbeträger zu nutzen hat auch wesentlich zu seinem erfolg beigetragen.