Ein Gastbeitrag von Hanna P.
Meine Schule und auch die meisten anderen Gymnasien im Bundesland Sachsen machten bei einem Projekt mit: Genial Sozial. Eine tolle Idee fand ich. Frau Dietrich, eine Lehrerin an unserer Schule, hat uns für den 23. Juni 2009 ein Schulfrei-Angebot gemacht. Aber das heißt noch lange nicht arbeitsfrei! Wer Lust hatte, durfte sich irgendwo einen Arbeitsplatz suchen. Wer nicht, musste in die Schule. Das Geld was man sich dabei verdiente, wurde an Kinder in Afrika gespendet. Im letzten Jahr ist aus dem gesammelten Geld ein Schulhaus und ein Krankenhaus entstanden!
Ich hatte mehrere Möglichkeiten: Der Tierarzt um die Ecke, der Konsum um die andere Ecke und Papas Arbeitsstelle im Ufz. Der Tierarzt ging nicht, ich habe nämlich eine Katzenallergie. Den Konsum habe ich gar nicht erst gefragt, und bei Papa wäre es bestimmt langweilig geworden.
Also fragte ich unseren Nachbarn, Herr Petersen. Er hatte mal bei einer Firma namens Spreadshirt gearbeitet. Mit Hilfe von ein paar E-mails kriegte ich dort meinen Posten. Ich freute mich schon sehr auf diesen Tag:
- Weil ich schulfrei habe
- Weil es etwas Besonderes ist, einmal selber zuarbeiten und
- Weil man es für einen guten Zweck verwendet!
23. Juni
Es ging los. Als ich ankam zeigte mir Frau Arnold erstmal die ganzen Zimmer und was darin gemacht wird. Ab und zu stellte ich ihr Fragen. Ich hatte folgendes erfahren:
Es konnten in der Firma knapp 200 Menschen arbeiten. Von Eike hatte ich erfahren das die Firma Spreadshirt ihren Namen davon hat, das “Spread” im Englischen ausstreuen oder austeilen heißt. Und das könnte man wiederrum so übersetzen, dass diese Firma die T-Shirts auf der ganzen Welt austeilen will. Im Internet stand: “Das Ziel von uns ist, die Kreativplattform für Kleidung zu sein. Wir wollen alle begeistern. Unsere Kunden sollen durch außergewöhnliche Qualität und Schnelligkeit begeistert werden. Wir wollen eine Anwendung schaffen, die Spaß macht und einfach zu bedienen ist. Für dieses Ziel motivieren wir unsere Kundengemeinschaft, aktiv teilzunehmen – alles wird offen kommuniziert und gemeinsam diskutiert. Als Arbeitgeber bietet Spreadshirt Verlässlichkeit trotz stetiger Erneuerung, viel Spaß und die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren.”
Aber dann ging die Arbeit los: Eike kümmerte sich um mich. Ich hatte den Auftrag die Frage zu beantworten warum ich ausgerechnet hier mitmachen wollte. Die habe ich dann auch, wie man oben sieht, geklärt!
Dann bin ich runter in die Produktionshalle. Ali erklärte mir die “Reise des T-Shirt”. Oder zumindest des Kleidungsstückes. Denn dort wurden nicht nur T-Shirts bedruckt sondern auch Hundeshirts, Capys, Taschen und noch jede Menge anderer Kram. Nun ja die Reise fängt damit an das der Kunde sein gewünschtes Kleidungsstück genau beschreibt. Mit Größe, Farbe, Motiv… Dann wird das gewünschte Motiv in eine normale Folie eingeritzt. Mit einem Plotter. Ein paar Leute haben die Folie, die nicht gebraucht wird, abgezogen. Für kleine Flächen nimmt man eine Nadel. Keine normale Nähnadel. Aber so was in der Art.
Dann zeigte mir Ali, welche Symbole man nicht drucken durfte, weil die Betreffenden das nicht erlaubten. Zum Beispiel Homer von Die Simpsons oder Golum von Der Herr der Ringe. Dann zeigte er mir das Lager; irre groß! Dort kommen alle noch unbedruckten Kleidungsstücke hin. Doch bevor es so weit kommt, werden alle Hemden noch einmal abgecheckt! Da kommt es auch auf die kleinsten Löcher an. Aber die Kontrolleure machen ihre Arbeit sehr gut. Im Lager zeigt Ali mir ein Hundeshirt. Sieht echt lustig aus.
Wenn dann z .B. ein T-Shirt abgeholt wird, wird es bedruckt. Die Folie die vorhin bei dem Plotter eingeritzt worden ist wird nun auf das Hemd drauf gepresst. Und zwar mit einer Presse. Wird die Presse nach ein paar Sekunden hochgekurbelt ist das Motiv auf dem T-Shirt. Die Folie wird abgezogen und VOILA!!!


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