
Richie produziert Musik der Sparte „House“. Gemeinsam mit seinem Partner J Luv betreibt er das Label Dirty Secretz Die passenden Diso-Botschaften, mit schrillen Lettern und fetten Motiven, finden sich in seinem Shop Teknique. Richie im Interview (Dank an Dave vom Spreadshirt UK Blog).
Wo kommst Du her?
Aus Leicester, das liegt so ziemlich in der Mitte von Großbritannien. Nach einer Multimedia-Ausbildung bin ich einfach mal hier geblieben. Anders gesagt, ich war zu faul, mich fortzubewegen.
Was machst Du, wenn Du mal keine T-Shirts gestaltest?
Dann bin ich in meinem Studio und mache House Musik. Ich halte es nicht aus, nichts Kreatives zu tun. Daher bin ich immer auf Achse, gestalte Shirts oder mache Musik. Oder bin im Club, um Platten aufzulegen und meine T-Shirts auch zu tragen.
Seit wann betreibst du einen Spreadshop?
Den Teknique Shop gibt es erst seit 7 Wochen, aber Spreadshirt nutze ich schon seit Jahren. Ich habe Spreadshirt zuerst ausprobiert, um Merchandise für einen Automobilclub zu verkaufen, dem ich angehöre. Nachdem wir Dirty Secretz gegründet hatten, bot sich Spreadshirt an, um die passenden Shirts mit unserem DS-Logo zu verkaufen. Aber irgendwie war mir das nicht genug, ich hatte mehr und mehr Ideen für Shirt-Motive, die brauchten irgendwann einen größeren Rahmen: und der hieß dann Teknique. Frag mich nicht, wo der Name herkam, ich weiß es nicht mehr.
Was hältst Du von der T-Shirt-Szene in England?
Ich glaube, dass die T-Shirt-Szene hierzulande eher dürftig ist. Das Bild prägen die großen Ketten mit ihrem Dauer-Ausstoß von armseligen Motiven, und natürlich die geliebten Designer-Marken, die dasselbe Motiv in Millionen Farben herausbringen. Man kann hier schon von Design-Faulheit sprechen, individuelles Design spielt keine größere Rolle. Viele Läden spucken Retro-Motive auf den Markt, da ihnen die Ideen auszugehen scheinen. Mit den vielen kleinen Online-Shops und Anbietern wie Spreadshirt, sehen wir wieder mehr individuelles Design auf dem Markt.
Was machst Du, um Deinen Shop mit Deiner Zielgruppe zu verkuppeln?
Meine besten Kanäle sind Twitter, Facebook, und MySpace. Nachdem ich Jahre damit verbracht habe, diese Kanäle für die Verbreitung meiner Musik zu nutzen, erschien es mir nur logisch, sie auch für Teknique zu nutzen. Ist ohnehin eine ähnliche Zielgruppe.
Du bist DJ. Welche Musik magst Du, und was hat sie mit Deinen Shirts zu tun?
Ich bin House-Fan. Die meisten meiner Shirts spiegeln das wider, zum Beispiel mit Zitaten aus klassischen House-Stücken. Oder mit Motiven, die das Genre thematisieren. Als DJ stehst Du auch im Zentrum des Clublebens. Die Leute gucken Dich an. Was auf meinem Shirt steht, sollte also Hand und Fuß haben, oder wenigstens irgendwie passen. Dass ich jetz meine eigenen Motive machen kann, ist da ein großer Fortschritt.
Was gefällt Dir an Spreadshirt, was könnten wir besser machen?
Was mir an Spreadshirt am meisten gefällt, ist, dass ihr die meiste Arbeit habt, während ich ungestört kreativ sein kann. Der Weg „Idee>Shirt>Welt“ ist viel kürzer geworden: ich denke mir das Motiv aus, und schon kann es jeder kaufen und anziehen. Was mir fehlt, sind einige Markplatz-Funktionen für meinen Shop. Auf dem Marktplatz kann man so wunderbar zwischen Produkten blättern, mit den Pfeiltasten. So hat man auf Knopfdruck eine ganze Bandbreite an verschiedenen Farben. Geht das nicht auch im Shop? Auch gut: die Funktion, dass man mit der Maus über ein Produkt fährt und dieses dann groß und in Farbe angezeigt wird. Will haben! So wie es jetzt ist, muss man in meinem Shop seitenweise statische Produtke anschauen, bis man die passende Farbkombination findet. Auch würde ich mich freuen, wenn ihr den Druckbereich vergrößern könntet. Mir schweben da Motive vor, die über die ganze Breite und Länge des Shirts gehen..
Hast Du schonmal einen Fremden in einem Deiner Shirts gesehen?
Den Shop gibt’s ja noch nicht so lang, aber durch den Marktplatz hab ich Bestellungen aus der ganzen Welt gehabt. Eine klasse Idee, der Marktplatz, bringt Menschen und Motive zusammen.
Was ist Dein Lieblingsmotiv und was ist die Geschichte dahinter?
Drop Tha Beat. Es ist gleichzeitig der Name unseres letzten Tracks. Ich habe es in drei Farb-Varianten hergestellt, auf schwarzem Untergrund kommen die Glow-in-the-Dark-Lettern bestens zur Geltung. Macht sich gut im Club.
Wie gehst Du vor, um T-Shirts zu gestalten?
Illustrator ist die erste Station. Da sieht man schnell Ergebnisse. Da ich meistens Text-Motive gestalte, suche ich dann erstmal eine passende Schriftart aus. Das ist der kritische Teil, denn die falsche Schriftart kann Motive leicht ruinieren. Dann passe ich das Ganze noch ein wenig an, probiere hin und her. Am Ende steht dann oft die Version vom Anfang. Einfache Gestaltung ist eben doch oft die effektivste.
Wie inspirierst Du dich, um Shirts zu gestalten?
Diverse Wege führen zum Ziel. Selbst die großen Anbieter (“High Street Fashion“ im Original) haben manchmal ganz nette Ideen, aber eben grottig umgesetzt. Manchmal versuche ich das dann besser zu machen.
Wo siehst Du Deinen Shop in 10 Jahren?
Ich hoffe, dass ich jede Woche neue Motive hinzufügen kann. Wenn’s klappt, haben meine Kunden dann hunderte Motive zur Auswahl. Schluss mit dem Einheitsbrei der großen Anbieter!
Wenn Du ein Shirt wärst, wie sähest Du aus?
Schlicht aber selbstbewusst („simple and bold“)
Was wolltest Du immer schon mal gefragt werden und was ist die Antwort?
Findest Du es schwierig, fast genauso asuzusehen wie Justin Timberlake. Daraufhin würde ich antworten: nein.



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Habe mir den Shop mal angeguckt. Tolle Disco Motive, besonders die Lady Gaga Zitate. :-)