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Geldwäsche: Wir sind jung und brauchen das Geld

Das Internet ist ja eine Goldgrube. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat z. B. ein Kanadier mit Hilfe eines einfachen Blogs eine rote Büroklammer gegen ein Haus getauscht. Knapp ein Jahr und 14 Tauschvorgänge hat er dafür gebraucht.
Ähnlich war die Sache mit dem Engländer, der einfach ein paar Pixel vermietet hatte und kurze Zeit später dadurch Millionär wurde (sein Projekt “Pixelotto” lief dann allerdings nicht mehr ganz so gut, glaub ich).

Zwei Berliner Studenten haben jetzt etwas ähnliches vor: Bei Wir sind jung und brauchen das Geld treten Yvonne und Florian gegeinander an, das Ziel ist ebenfalls: Eine Million. Wer gewinnt, bekommt die Summe des anderen obendrauf. Und obwohl Yvonne einen Geldwäsche Spreadshop eingebunden hat und sehr kreativ zu sein scheint, läuft es nicht ganz so gut mittelprächtig. Florian liegt mit seinem Klickwohnzimer und seinem aktuellen Tauschobjekt deutlich vorn. Bis März hat Yvonne noch Zeit für den großen Durchbruch. Und auch wenn man vermuten darf, dass es am Ende für beide nicht reichen könnte mit der Million, haben sie immerhin trotzdem was davon: ein Diplom in der Tasche, denn das Ganze ist Teil ihrer bzw. ihre Diplomarbeit. Und was gelernt haben wir sicherlich auch alle.

Knapp vor Redaktionsschluß haben wir dann Yvonne sogar noch “vors Mikro” bekommen, hier ihre Antworten auf unsere Fragen.

Wie viele Euros hast du heute bislang verdient?

Keinen einzigen.

Warum nicht?
Weil ich an verschiedenen Dingen im Internet herumgebastelt habe, die nicht sofort Geld gebracht haben.

Wie seid Ihr überhaupt auf die Idee gekommen?
Wir brauchten ein Thema für unsere Diplomarbeit. Dabei musste es sich um etwas handeln, das sich im Nachhinein grafisch aufbereiten lässt. Es hätte auch mit Hunden oder Haushaltswaren zu tun haben können, aber »reich werden« erschien uns dann doch spannender.

Es gab ja schon eine Reihe von ähnlichen Projekten (z.B. wurde schon eine Klammer zu einem Haus getauscht, die “One Million Pixel” Seite etc.) - was ist bei euch speziell und anders?
Gar nichts. Außer dass wir das ganze gegeneinander führen, außerdem die Überspitzung der Motivation, weshalb man reich werden muss, und die Verbindung aus Castingshow und dem eigentlichen Anliegen. Und vor allem, dass alles ausprobiert werden darf und auch soll und demzufolge Dinge wie »einen Superhit schreiben« neben eher profanen Tätigkeiten wie »Pfandflaschen sammeln« steht.

Welche Rolle spielt das Web als “Mitmachmedium” dafür? Du könntest Dich ja z.B. auch mit der Gitarre einfach auf die Straße stellen, oder “nur” aufs Fernsehen setzen…?
Eine sehr große. Dabei komme ich auch nochmal auf die vorherige Frage zurück: Das Web sollte nicht als ausschließliches Medium dienen, sondern vielmehr als Plattform, um das Ganze zu dokumentieren und natürlich auch, um Anregungen und Meinungen von anderen Leuten einzuholen. In welche Richtung sich das entwickeln würde und noch wird, war am Anfang nicht ganz klar, jedoch erschien uns das Web als eine gute Ausgangsposition und Plattform zur Interaktion. Is ja klar. Und mal eben so beim Fernsehen vorsprechen und sagen: Jo, hier bin ich, macht mich bitte reich und berühmt, klappt wohl eher selten. Und das auch nur, wenn man total schräg drauf und sich für nichts zu schade ist.

Wie bist Du auf die Idee mit dem Spreadshop gekommen? Hast Du damit bislang schon was verdient?
Davon hab ich im wunderbaren Buch »Wir nennen es Arbeit« gelesen und mir gedacht, dass die Aktion ein schöner Anlass wäre, sowas mal auszuprobieren. Bislang hab ich noch nix damit verdient, aber dafür muss ich die Schuld wohl auch bei mir selbst suchen, denn ich hab mich bislang noch nicht um eine besonders gute Einbindung in meinen Blog gekümmert. Aber ab morgen wird das alles anders. Mal ganz ehrlich, es fehlt bei allen Sachen immer irgendwie das letzte Quentchen (an Zeit?), um es an den Mann oder die Frau zu bringen, weil eben vieles parallel läuft. Die Einbindung ist aber in der Tat eine Sache, die ich momentan vorantreibe und somit versuche, Kaufanreize zu schaffen.

Wie fällt Dein Resummee aus nach den letzten Monaten, womit kann man am meisten Geld verdienen?
Indem man sich auf eine Sache konzentriert und diese dann voll durchzieht.

Wie sieht Deine Strategie für die nächsten Monate aus?
Mich auf zwei bis drei Sachen konzentrieren und diese dann voll durchziehen.

Wer von euch beiden gewinnt, und warum?
Ich, weil ich die beiden letztgenannten Dinge zur Anwendung bringen werde.

Vielen Dank - und viel Erfolg!

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10 Responses to “Geldwäsche: Wir sind jung und brauchen das Geld”


  1. 1 by Ben | Jan 30th, 2009 at 9:06 am
    Gravatar of Ben

    Gähn..

  2. 2 by Andreas Milles | Jan 30th, 2009 at 1:24 pm
    Gravatar of Andreas Milles

    no?

  3. 3 by vantr1be | Jan 30th, 2009 at 6:34 pm
    Gravatar of vantr1be

    ist ok, wenn auch vielleicht ein wenig verkopft. Good Luck. ;=)

  4. 4 by Josis (www.shirtissimo.com) | Jan 30th, 2009 at 7:29 pm
    Gravatar of Josis (www.shirtissimo.com)

    cool…

  5. 5 by Yannick | Jan 31st, 2009 at 2:46 pm
    Gravatar of Yannick

    Finds ganz “lustig”.. glaube aber nicht, das sie es schaffen werden.

  6. 6 by Donald | Feb 2nd, 2009 at 2:25 am
    Gravatar of Donald

    Ich hatte eine ähnliche Idee für meine Bachelor-Arbeit. Wollte auch ein Wettrennen mit ner Kollegin in Sachen “etwas verkaufen” machen. Dann wurd’s aber doch ein Comic-Film ^_^

  7. 7 by Joachimweb | Feb 20th, 2009 at 10:01 pm
    Gravatar of Joachimweb

    Schade, dass ICH nicht auf die Idee gekommen bin. Ist es denn eigentlich so, dass wenn man Geld machen möchte, man im Grunde schon ein gewisses Guthaben als Basis aufweisen sollte? Denn wenn ich lese, dass erstmal mal eben 50 Euro in Rubbellose investiert wurden und bei einer anderen Website 1500, frage ich mich doch ernsthaft, wie jemand, der WIRKLICH kein Geld hat, das zu Stande bringen soll?


    ** edit von andreas milles: name geändert, bitte ohne keywords & mit (real)namen kommentieren - danke.

  8. 8 by john - bitte ohne keywords kommentieren | Mar 16th, 2009 at 6:49 pm
    Gravatar of john - bitte ohne keywords kommentieren

    ich finde es nicht so besonders. was aber besser werden soll, ist die qualität der druck auf die shirts. ich hoffe da kann man besseres erreichen

  9. 9 by Juergen | Aug 1st, 2009 at 11:27 pm
    Gravatar of Juergen

    Die Idee ist ja nett, aber auch ich glaube nicht, dass sie damit Erfolg haben werden. Ist es aber in jedem Fall Wert, weiter beobachtet zu werden ;-)

  10. 10 by Christopher | Sep 30th, 2009 at 8:19 pm
    Gravatar of Christopher

    Ich find den Ansatz bei solchen Projekten sehr interessant. Tauschhandel ohne “Geld” zu betreiben und dabei einen Tauschpartner mit anderen Präferenzen zu finden ;)

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