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Snowclones - coole Phrasen selber bauen


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Noch liegt Schnee. Zeit, sich einen Snowclone zu bauen! Zum Beispiel so einen: ”Blau ist das neue Schwarz” Oder “Westerwelle ist die Paris Hilton der deutschen Politik”. Oder “Stell Dir vor, es ist Shoppartner Roundtable und keiner geht hin”.

Snowclones sind Sprüche, die in ihrer ursprünglichen Form aus Literatur, Werbung oder Filmen stammen, und die jedermann nach Belieben verändern kann. Natürlich ein ideales Futter für Shirts und Co..

So findet man bei Spreadshirt US zum Beispiel den Satz “Last Night a Condom saved my Life”, offensichtlich abgewandelt vom 1982 Hit “Last Night a DJ saved my Life” auf einem Shirt:

Klarer Fall von Snowclone! - Aber warum eigentlich: Snowclone?

Dazu findet man beim Languagelog, einem Blog mit linguistischen Beobachtungen, folgende Geschichte: die Herren und Damen Sprachbeobachter suchten nach einem passenden Begriff, der diese Art von variablen Phrasen beschreibt. Und da sind sie auf diesen Vergleich mit den Eskimos gekommen: Eskimos haben ja bekanntlich (stimmt aber gar nicht) 52 Wörter für Schnee. Und wenn Eskimos 52 Wörter für Schnee haben, dann haben zum Beispiel die Deutschen garantiert 100 Wörter für, ähm, Auto. Oder Bier. Und die Amerikaner 200 Begriffe für Brot mit Bulette. Klichés eben, die analog zum Eskimo-Schnee gebildet werden:

Wenn die Eskimos N Wörter für Schnee haben, dann haben die X garantiert Y Wörter für Z.

Und daraus ist dann der Name Snowclone entstanden. Eine Reihe von Blogs beschäftigen sich mittlerweile mit diesem Thema (besonders gut: die snowclones database), und hier findet man Listen von Snowclones (sehr lustig auch der englische Snowclone poor man’s version nach dem Muster: X ist die Arme-Leute/Aldi-Ausgabe von Y).

Ein deutsches Projekt zum Thema gibt es auch schon, betrieben vom Germanisten Emmanuel Dammerer. Er zählt zum Beispiel folgende Snowclones auf und macht sich sogar die Mühe, deren Herkunft aufzuspüren:

  • Ein X kommt selten allein
  • Deutschland sucht den X
  • Ich X also bin ich

Die Herkunft dieser Snowclones sind meist Literatur- und Filmtitel (z.B: ein Königreich für ein X), aber auch die Werbung prägt ihre Snowclones:

  • X’t Du schon oder Y’t Du noch? (Ikea)
  • Wollt Ihr X? Wollt Ihr Y? Was wollt ihr denn? Z (Maoam)

Bei einer Freundin von mir ist auch die Variante “X ist was anderes” beliebt. Also zum Beispiel in der Mensa: “nahrhaft ist was anderes”. Diese Liste könnte man noch beliebig fortsetzen, aber schon brennen die Augen meines Chefs auf meiner Schulter :) Wer noch Snowclones kennt, kann hier kommentieren - am besten in T-Shirt Form.


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3 Responses to “Snowclones - coole Phrasen selber bauen”


  1. 1 by vantr1be | Jan 12th, 2009 at 8:36 pm
    Gravatar of vantr1be

    “Stell Dir vor, es ist Shoppartner Roundtable und keiner geht hin”, geht ja dann folgendermassen weiter: “Dann kommt der Shop-Partner-Roundtable zu Dir”.
    ;=)

  2. 2 by Were | Jan 13th, 2009 at 9:21 am
    Gravatar of Were

    auch sehr beliebt: Das “Wort in den Tag” oder das “Wort zum Sonntag” aufmerksam hören, da sind manchmal urkomische Sachen drin. z.B.
    “Gott hätte mich ausschlafen lassen” (Artikel-ID 9572782-0)

  1. 1 Spreadshirt präsentiert: Die 10 besten Twitter-Shirts

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