
Erst jüngst bei Gesprächen mit den Leuten, die für unsere Oktoberfest-Kollektion Motive beigesteuert haben, sind sie wieder aufgetaucht - die typischen Marktplatz-Fragen:
- Warum soll ich denn die Sachen aus meinem Shop noch woanders einstellen?
- Kann dann nicht jede(r) ander(e) meine Sachen verkaufen und Geld damit verdienen?
Der Exklusivitäts-Gedanke scheint also immer noch viele Designer abzuschrecken, ihre Kreationen außerhalb des eigenen Hoheitsgebiets anzubieten.
Dabei bietet der Marktplatz doch einige Vorteile:
- die Designs können einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden - denn der Marktplatz endet nicht auf spreadshirt.net - er spült die Designs auch in die Shops unserer Partner, mitunter auch in die von großen Partnern wie Pro Sieben o. ä.
- jeder Verkauf - egal ob direkt vom Marktplatz oder im Designer - spült Provision in die Kasse des Designers
- Marktplatz-Designs können Teil unserer hauseigenen Newsletter-Kampagnen werden und so ggfs. auch noch mehr Verkäufe erzielen.
Um nicht nur unsere vermeintlichen Alleinstellungsmerkmale aufzuzählen, sondern zu zeigen, dass das wirklich so ist, stellen wir in unserem “Trend Report” 09/2008 im Vorfeld des Marktplatz-Relaunches einige Kennziffern vor:
Anfangen möchte ich mit einer Nummer, die die Attraktivität unseres Marktplatzes für die Endkunden illustrieren soll: die Gesamtzahl von Designs in unserem Motive-Netzwerk. Das sind derzeit ca. 88,000 Stück und somit ganz schön viel.
Dass bei dieser Vielfalt auch Motive dabei sind, die sich an sehr spezielle Nutzergruppen richten, ist klar. Macht aber nichts. Denn die Auswertung der Suchanfragen im Designer zeigt: die Kunden suchen nach sehr speziellen Designs - mehr als 80% alles Suchbegriffe werden aktuell weniger als fünf Mal eingegeben. Der sog. “Long Tail” (s. Bild oben) ist bei uns also lebendiger und wichtiger, als so manch anderer glaubt.
Noch interessanter dürfte für die Designer unter Euch aber Folgendes sein: berechnet man die durchschnittlichen Gesamt-Einnahmen aller jemals aktiven Marktplatz-Designer, erhält man einen Wert von ca. 50 EUR. Vereinfacht gesagt: jeder, der bei Spreadshirt Designs auf dem Marktplatz hat, konnte sich mit den zusammengerechneten Provisionen einen durchschnittlichen Festival-Besuch damit finanzieren.
Manche sogar ein bisschen mehr. So verdienen unsere Top 50 Marktplatz-Designer im Schnitt 500 EUR pro Monat. Unsere Top 10 nochmal mehr als das Dreifache.
Diese Designer verdienen die genannten Summen jedoch nicht nicht durch utopische Provisionen, sondern durch das Anhäufen vieler Mikrobeträge: sie verlangen durchschnittlich nämlich nur 2,70 EUR Provision pro Motiv.
Am besten kommen dabei immer noch die Designs an, die
- einfach und schnell personalisierbar sind (z. B. “I Heart“)
- aktuelle Themen aufgreifen (z. B. “Free Tibet“) und/oder
- einfach gut gestaltet sind (z. B. Ingrid Wengers Wiesn-Motive).
Hoffe, das hat deutlich gemacht, dass es durchaus sinnvoll und lukrativ sein kann, Designs/Produkte nicht ausschließlich in eigenen Spreadshops anzubieten und gleichzeitig bei den Überlegungen, was man ggfs. zu welchem Preis anbieten könnte/sollte, geholfen.
Wer dem Marktplatz trotzdem noch nicht ganz traut, kann ja mal mit ausgewählten Motiven/Produkten experimentieren. So mach ich das z. B. gerade mit zwei Obama-Designs auf dem amerikanischen Marktplatz :-)
P.S. Frühere Trend Reports gibt´s hier im Blog und/oder im Spreadshirt Pressemitteilungs-Archiv:
- Leipzig hat die stylischsten Knirpse und: Frühlingszeit ist Farbenzeit
Ein Blick in die Baumwollstatistik: der Spreadshirt Trendreport, Teil 1 - Von umweltbewussten Schweden und amerikanischen Sportskanonen
Ein Blick in die Baumwollstatistik: der Spreadshirt Trendreport, Teil 2 - Kicken mit Stil – der Deutsche Meister kommt aus Wolfsburg, die EM geht an Gastgeber Schweiz
Ein Blick in die Baumwollstatistik: der Spreadshirt Trendreport, Teil 3 - Trendbewusste Nordeuropäer: Oslo ist T-Shirt-Hauptstadt!
Ein Blick in die Baumwollstatistik: der Spreadshirt Trendreport, Teil 4 - Musikfans lieben T-Shirts – T-Shirt-Fans lieben Musikmotive
Ein Blick in die Baumwollstatistik: der Spreadshirt Trendreport, Teil 5 - Manche mögen’s weiß – Unterwäsche - vorlieben in Europa und den USA
Ein Blick in die Baumwollstatistik: der Spreadshirt Trendreport, Teil 6


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3 Responses to “Trend Report 09/2008: Der Spreadshirt-Marktplatz in Zahlen”