So ein (Corporate) Blog ist doch was feines - weil unter anderem auch eine kleine Bibliothek zur Unternehmensgeschichte: ich habe grade noch überlegt, wann wir das erste Mal den Ethikkodex thematisiert haben. Und wie das letzte Mal beim Thema Earth Day genügt ein Klick auf die Kategorien bzw. ein Blick in die Suche: Es war vor knapp einem halben Jahr, im Dezember 2007.
Nun ist es soweit: unser Ethikrat bekommt Verstärkung, in Form einer schriftlichen Ausführung über unsere ethischen Grundsätze.
Ein paar Anmerkungen hierzu: Der Kodex ist, nicht zuletzt durch die Ereignisse der letzten Wochen, in der Einleitung etwas ausführlicher geworden. Schwerpunkt sind nach wie vor dennoch jene kniffligen Fälle, in denen Shops und Motive zwar rechtlich unbedenklich sind, sich aber in einer Grauzone bewegen. Wie schon mehrfach erwähnt handelt es sich um seltene Einzelfälle, die wir auch weiterhin diskutieren, aber eben auf Basis des Kodexes.Von daher soll er die Arbeit erleichtern, aber nicht ersetzen. Zudem habt Ihr etwas Schriftliches, auf das Ihr Euch beziehen könnt.
Was auch noch neu ist: wir werden den Kodex, entgegen unseres ursprünglichen Plans, nicht am Seitenende oder bei der Shoperöffnung einhängen, sondern auf Unterseite innerhalb des Bereichs “Über uns”. Womit wir beim nächsten Vorteil eines Blogs wären - denn bislang existiert das Schriftstück nur auf Festplatten, und es ist auch noch nicht in unsere Website eingearbeitet. Stattdessen hier jetzt eine Vorversion zum Ausdrucken, als PDF, für alle die es interessiert: Spreadshirts Ethikkodex. Wir freuen uns wie immer über Feedback.


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Schöne Sache. Theoretisch. Wie sieht es denn mit Motiven wie http://www.spreadshirt.net/de/DE/Student/Motive-63/Marketplace/Designs/detail/design/2562147, http://www.spreadshirt.net/de/DE/Bueckstueck/Motive-63/Marketplace/Designs/detail/design/5260719, http://www.spreadshirt.net/de/DE/von-hinten/Motive-63/Marketplace/Designs/detail/design/4135225, http://www.spreadshirt.net/de/DE/Bumsstellung/Motive-63/Marketplace/Designs/detail/design/4135233 und unzähligen anderen aus (das erste ist übrigens von Spreadshirt selber!)? Diese Motive fallen meiner Meinung nach unter den Punkt “jugendgefährdend”, wie es bei euch formuliert ist: -unnatürlich geschlechtsbetonte Körperstellung und -Sexualität als reine Triebbefriedigung.
Wenn diese Motive nicht unter eine der genannten Bedingungen fallen, wie muß ein Motiv dann aussehen? Zählen da nur Fotos? Das wäre doch etwas zu einfach.
Wenn es ans Verkaufen geht, ist die Priorität wohl doch etwas anders… Kann es sein, daß diese “versauten” Motive (das erste war ewig Nr1 in der Studenten-Kategorie) so gut laufen, daß man der Konkurrenz, die solche Bedenken eventuell nicht hat, dieses Kuchenstück nicht überlassen möchte?
also wie in dem kontext schon angedeutet: wir begreifen uns als plattform, und sind kein institut für geschmacksfragen. die frage, was man sich aufs shirt *druckt*, werden wir nach wie vor den leuten selbst überlassen (und nicht anhand der saleszahlen entscheiden, und ja - es gibt motive, die noch deutlicher sind und abgelehnt wurden).
allerdings werden wir weiterhin nur in einzelfällen eingreifen und alle möglichen sachen drucken (müssen), die wir nicht gut finden. (ob die dann von “uns” als absender/designer stammen, ist in der tat nochmal eine andere frage)
ansonsten führts schnell zur bekannten “life of brian” situation: egal was man macht, man ist immer der dumme (spreadshirt zensiert vs. spreadshirt tut nichts).
aber weil das jeder anders interpetiert, sind wir genau auf solche hinweise und meinungen angewiesen, daher: danke dafür, ich werde die motive weiterleiten.
Finde den Kodex sehr gut formuliert und absolut nachvollziehbar. Da ich mit meinen Motiven bisweilen auch gern Grenzen auslote und in manchen Augen vielleicht sogar überschreite, ist hiermit eine Grundlage geboten, anhand derer man sich orientieren kann und im Zweifelsfalle richten muß.
Wird es auch mal eine Art Index geben, über den Motive einzusehen sind, die gegen den Kodex verstoßen haben?
sehr interessante idee, ist bislang allerdings nicht geplant .. und im moment schätze ich das auch als nicht realistisch ein, obwohl das definitiv was hätte (erinnert mich ein wenig an die bpjs-listen ;)) - ich kanns trotzdem gerne mal vorschlagen
Eine Frage stellt sich mir noch: der Kodex an sich ist ja etwas richtig Feines. Verbietet Ihr dann aber dem User das Bestücken seiner Shirts mit entsprechenden Motiven oder soll der Kodex nur als Richtschnur dienen, den der User verinnerlichen kann oder nicht. Besonders oft ist es ja so, dass provokante Motive am besten laufen, daher meine Frage.
Sowohl als auch. Es gibt sozusagen zwei Instanzen, die die Motive prüfen, und im Zweifesfall auch ablehnen, was Du vielleicht mit “verbieten” meinst. Die erste, das seid Ihr, die Shoppartner. Die zweite, das sind wir, genauer die Mitarbeiter in der Design Prüfung. Gegebenenfalls kommt es zu einer Ehrenrunde, wenn das Motiv beim erstenmal noch durchrutscht, und es dann jemand als fragwürdig meldet (”flagging”).
Im Zweifelsfall tagt dann der altehrwürdige Spreadshirt Ethikrat und befindet.
Also lohnt es sich durchaus, den Abschnitt Motivdruck aus dem Kodex einigermaßen auf dem Schirm zu haben.
und wie sieht es aus, wenn der shop mit eigenen motiven nicht für die öffentlichkeit gedacht ist und trotzdem fragwürdige motive hochgeladen werden?
bei den fällen geht es häufig um die öffentlichkeit, aber manchmal auch um unsere mitarbeiter, sprich: wenn sie sich diskriminiert fühlen und/oder wir geld mit etwas verdienen, was wir nicht mit unserer ethik vereinbaren können. dazu kommt der aufwand: wir können nicht jedes design zwei oder dreifach bewerten (wenns hochgeladen wird, wenns in einen shop gepackt wird, wenn der shop oder das produkt dann vlt. doch öffentlich zugänglich sind).