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skashirts

Skashirts

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Niels Menke betreibt den Shop Skashirts. Kein Zufall: jamaikanische Musik ist seine Leidenschaft. Der Diplom-Designer fiel schon als Kind in den Topf mit dem „Ska“bertrank, spielte seitdem Tenorsaxofon in verschiedenen Ska-Bands, darunter “Thee Apemen”. Im Interview gibt er Tipps für werdende und bleibende Skaficionados.

Seit wann verkaufst Du Reggae- und Ska-Shirts?
Die ersten Ska-T-Shirts habe ich 1998 gedruckt. Meinen ersten Spreadshop habe ich dann 2006 aufgemacht.

Wie vermarktest Du Deinen Shop?
Kurz: “Mundpropaganda” … Nein, also ich verteile gelegentlich Flyer, nutze neuerdings Google AdWords, Mailings an Interessengruppen (könnte ich z. B. intensiver betreiben), Verlinkungen auf einschlägigen Seiten und direkte Angebote an lokale Shops. Auch da könnte ich natürlich mehr Zeit investieren.

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Wie bist Du auf Ska gekommen?
Tja, das Ganze fing für mich mit ca 14/15 Jahren an. … so um das Jahr 1984. Noch gab es kaum deutsche Ska Bands, die Busters waren ja erst 1986 am Start. “The Specials” hatten sich aufgelöst und Madness spielten seit 1983 keinen Ska mehr. Lediglich also “Bad Manners” (um eine der bekannteren Bands zu nennen) spielten Mitte der 80er noch Ska. Wir gingen zu jedem Konzert, dass auch nur entfernt mit der Musik zu tun hatte. Als Ersatzdroge haben wir uns Psychobilly- und Punkbands angehört. “The Specials”, “The Selecter”, “Madness” und “The Beat” waren die unerreichbaren Götter für uns, die ja nun leider nicht mehr aktiv waren. Platten wurden in Devotionaliensammlungen aufbewahrt und wenn man mal genug Geld hatte, nach London zu fliegen, dann gab es nur eins: Platten, Klamotten, Aufnäher und Buttons kaufen. In Notting Hill, der Carnaby Street oder in Camden Town. Außerdem im Dingwalls oder in Soho’s Ska Club abskanken.

87 gründeten wir dann unsere eigene Band “Dry and Sober”. Wir spielten einige Ska-, Reggae und Elvis-Coverversionen aber vorwiegend gebügelten Pop. Mir war das natürlich zu wenig Ska … also suchte ich mit meinem Tenorsax eine weitere Band. “Thee Apemen” aus Bonn. Wir hatten im ganzen 2 Gigs, aber Spaß hat das ganze Projekt allemal gemacht. Eine EP ist aus dieser Zeit. Angeblich der erste deutsche Ska-Sampler mit “HL-Syndicat”, “The BlueBeat”, The Braces” und eben “Thee Apemen”.

Im Studium ging das immer so lustig weiter. Skakonzerte im Bunker in Aachen und quer durch die Republik. Es war also irgendwie klar, dass ich mein Diplom (1999) in visueller Kommunikation an der FH Aachen auch über Ska machen würde. Die Gestaltung eines X-Media Paket mit 3 Büchern zum Thema Ska, T-Shirts und ein Live-Video waren Bestandteil von dem Paket. Das schöne am Ska ist, dass es seit den frühen 60ern seine Anhängerschaft rund um den Globus gefunden hat.

Welche Bands empfiehlst Du?
Hepcat spielen den sehr authentisch klingenden Ska. “The Hotknives” haben ihren unverwechselbaren Sound mit z. T. sehr kritischen und auch melancholischen Texten. “The Slackers” sind ebenfalls grandios. (live und von der Konserve) Und natürlich die ganzen Urgesteine: So z. B. “The Skatalites”, “Laurel Aitken” (RIP) …

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Bist Du im Moment musikalisch aktiv?
Um richtig aktiv Musik zu machen fehlt mir leider die Zeit … ja ich weiß, alles Ausreden. Ich hab mir vorgenommen für 2008 wieder mehr in Richtung Ska/Jazz zu machen.

Welche Festivals im Bereich Reggae/Ska empfiehlst Du für den Rest-Sommer?
Ups, kalt erwischt. Also leider hab ich schon Summerjam in Köln am Fühlinger See erfolgreich verpasst (Dr. Ring Ding und The Slackers haben gespielt). Dann gehe ich immer brav zum Hafengeburtstag in Hamburg (Umsonst und Draussen). Hier spielen entweder auf der Hafenrockbühne oder auf der Jolly Roger Bühne einige lokale Ska- und Punk-Bands, 2005 war sogar The Selecter mit Pauline Black dabei! Einige Festivals, die noch am Start sind:

  • 10.08.2008 Reggae Jam Festival in Bersenbrück
  • 24.08. 2008 Chiemsee Reggae Festival (u. a. spielen Panteon Rococo und Mark Foggo’s Skasters)
  • 26.08.2008 (Dienstag) Einzelkonzert mit New York Ska Jazz Ensemble im Hamburger Hafenklang

Schaut auch mal unter:

  • www.allska.de/Ska-Konzerte/ska-konzerte.html
  • www.moonskaworld.com/gigs.shtml
  • www.grover.de/moskito/tourdates-d.htm
  • http://www.derdude-goes-ska.de/

Und wenn es Euch mal nach London verschlägt:
Sehr empfehlenswert ist der Club von Gaz Mayall in London, Soho. Der Sohn der Blues-Legende John Mayall und Frontman der Trojans betreibt hier in der Wardour-Street 159 seinen eigenen legendären Blue Beat- und Ska-Club.

Vielen Dank für dieses Gespräch!

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