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Die Woche in Shirts

Bevor alle nur noch schwarz-rot-goldenegelbe Trikots sehen, will ich mal wieder aus der bunten Welt der T-Shirts berichten.

In dieser hat sich u. a. Die Linke vor genau einer Woche den Vorwurf gefallen lassen müssen, Partei-Shirts aus dem Niedriglohnland Bangladesh als Merchandise zu vertreiben. Losgetreten hatte die Diskussion der Jura-Student Xaver Glass aus Frankfurt am Main, der es nach einer Mensa-Debatte über die Ehrlichkeit der Parteien beim Thema Globalisierung, genauer wissen wollte, 8,50 EUR investierte, und im Online-Shop der Linkspartei bestellte.

Auch bei uns bestellt derzeit der ein oder andere Kunde.
Das hat im Vorfeld des Fußballgroßereignisses in unseren z. T. deutschsprachigen Nachbarländern dazu geführt, dass

unsere frisch von Taucha nach Plagwitz umgezogene Produktion nicht nur aufgrund des sommermärchenhaften Wetters ins Schwitzen kam. Das Ergebnis: unsere Lieferzeiten sind derzeit etwas länger als gewohnt. Wir entschuldigen uns, bitten um Verständnis und geben Euch zum Wochenbeginn ein ausführlicheres Update zur aktuellen Lage. Wir hoffen, ihr reisst uns in der Zwischenzeit nicht die Köpfe ab.

Wenn dann lasst es bitte so visuell ansprechend aussehen, wie der derzeit hochaktive Londoner StreetArt-Künstler, der sich sich die Enthauptung von Werbefiguren zum Hobby gemacht hat. Bilder seines Werks gibt´s z. B. bei FlickR. Darunter finden sich u. a. Poster einer unserer aller Lieblingsmarken Uniqlo, deren Flagshipstore in New York ich während meines Kurzaufenthalts im großen Apfel leider zu Gunsten eines Besuches des Brooklyn Museums, in dem gerade Herr Takashi Murakami ausstellt, nicht auschecken konnte. (via Environmental Graffiti)

Wer übrigens nach Durchsicht der Köpf-Plakate plötzlich feststellen sollte, dass er/sie beim T-Shirt-Kauf kopflos war und doch lieber ein anderes hätte, der/die kann sein Glück bei der (von der Community allerdings nicht soo begeistert aufgenommen) “Leiberltausch“-Aktion meines österreichischen Lieblingsradiosenders FM4 und meiner Ehernichtlieblingsmarke Puma versuchen. T-Shirt-Tausch ist eh gut. Tausch überhaupt.

In Leipzig hat vor kurzem ein Laden aufgemacht, in dem man Mixtapes tauschen kann. Er trägt den Namen Die Kassette und wurde u. a. von der De:Bug- und Spreeblick-Schreiberschaft begeistert aufgenommen. Ich könnte mir gut vorstellen, die ein oder andere Mischkassette aus der Kassette für die Beschallung unserer T-Shirt-Tag-Feier zu verwenden.

Über derartige Details muss man sich langsam auch Gedanken machen - der 21. Juni, also der Sommerranfangstag, rückt immer näher. Das merkt man auf unserer Seite zum Beispiel daran, dass die Spreadshirt X laFraise-Competition einen rockenden Gewinner gefunden hat und dass sich auf der Website zum T-Shirt-Tag immer mehr T-Shirt-Testimonials (u. a. Style Spion Kai) tummeln. Auf Eurer Seite wird man´s spätestens ab Montag merken.

Und Achtung: alle Briten, die zu unseren kleinen Feiern in Berlin und Boston anreisen wollen, muss ich vorwarnen: keine Shirts mit Pistolen oder so drauf sporten. Das könnte zu Problemen beim Check-In am Flughafen führen.

Ggfs. lieber ein paar Shirts zum drüberziehen mitnehmen. Es müssen ja nicht gleich 155 Tees sein - wie bei einem der bekannten Youtube-Helden, die im neuen Weezer-Video zu “Pork and Beans” auftreten.

Aktuell ein Hit bei Youtube ist auch folgende lustige Szene, zu der es jüngst nach Ende das marathonartigen US-Präsidentschaftswahl-Vorspiels von Obama und Hillary während einer CNN-Diskussionsrunde kam:

YouTube Preview Image

“I´m not your boo” und “I wanna be your boo” waren daraufhinsehr beliebte Aufdrucke für amerikanische Spreadshirts. Ich find den Super-Pixel-Obama aus dem Xosco-Shop aber irgendwie lustiger.

Und brauch dringend ein Eis.

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4 Responses to “Die Woche in Shirts”


  1. 1 by Michel | Jun 11th, 2008 at 12:57 pm
    Gravatar of Michel

    Das Obama Motiv ist dope - aber leider noch nicht auf dem deutschen Marktplatz zu haben. Was heisst eigentlich “boo”?

  2. 2 by ami | Jun 11th, 2008 at 2:41 pm
    Gravatar of ami

    äh, michel - dope?! solch ein unwort aus deinem mund .. diesen verstoss werde ich dem verein deutscher sprache melden!

    “boo” - heißt wohl so viel wie “boyfriend”.

  3. 3 by Michel | Jun 11th, 2008 at 3:04 pm
    Gravatar of Michel

    12 Jahre HipHop haben ihre Spuren hinterlassen, zugegeben..ich bin sogar als hiphop veteran von der krankenkasse anerkannt, willst Du meinen ausweis sehen?

  4. 4 by ami | Jun 11th, 2008 at 4:36 pm
    Gravatar of ami

    zeig mir erst mal deinen internetführerschein. und ja, klar: hiphop ist an allem schuld. hmm, gute t-shirt motiv idee eigentlich.

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