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Zeig mir Deins, erkenne meins! Die CodeMe-Macher im Interview

CodeMe

Fleißige Spreadblog-Leser kennen CodeMe vielleicht von Ihren jüngsten Video-Contests, bei denen es einmal darum ging, sich möglichst schnell um-, ohne sich auszuziehen und ein ander mal darum, ein Shirt möglichst schnell zusammenlegen.

Uns ist das Projekt von Mike Linefield, Markus Biedermann und Stephan Kirchner v. a. durch den innovativen Einsatz multipler Shops auf einer einzigen Website und das durchdachte Zeichensystem, dessen Bestandteile man auf www.codeme.de auf Shirts bringen kann, aufgefallen.

Und weil wir neugierig sind, wollten die Geschichte und die Menschen hinter CodeMe mal näher kennenlernen und haben letztere zum Interview gebeten.

Seit wann genau gibt es codeME?
Ende September 2006 hatten wir unsere Vorplanungen und -Arbeiten soweit, dass der Shop online gehen konnte. Aber mit der Idee – und vielen anderen, die wir wieder begraben haben – hatten wir uns schon längere Zeit beschäftigt. Einen Monat nach unserem Launch durfte euch dann ja schon unser Designer Mike Linefield für ein paar Fragen Rede und Antwort stehen.

Habt ihr euch für die Zeichensprache an einem bestehendem Code-System orientiert?
Genau genommen nicht, aber es gab durchaus Inspiration aus Mikes Umfeld: Einer der ehemaligen Mitarbeiter seiner Agentur hatte Jahre zuvor als Diplomarbeit ein “Alphabet für Außerirdische” entwickelt. Dabei benutzte er auch eine symbolische Darstellung, die aus Kreisen, Sechsecken und Buchstaben bestand, welche aus verschiedenenartigen geometrischen Formen gemacht waren. Mit dieser Arbeit hatte er sogar den Junior Award des Art Directors Club (ADC) gewonnen.

Wieviel Zeit steckt ihr durchschnittlich in das Projekt?
Nun, das lässt sich so genau wohl gar nicht sagen, denn wir Drei verfolgen ja alle einerseits unsere eigene Selbstständigkeit, andererseits eben das gemeinsame Projekt codeME. Es gibt häufige und regelmäßige Meetings, aber außerhalb dieser Tage teilt sich jeder von uns seine Zeit frei ein. Doch auch da verabreden wir uns letztlich immer auch zu gemeinsamen Stunden für das Projekt. Alles in Allem kommt da reichlich viel Zeit zusammen, einen Schnitt kann ich aber nicht nennen. “Das Internet schläft nicht” ist einer meiner Kernsätze, insofern muss sowieso zu jeder Zeit die Bereitschaft da sein, mehr als ausreichend Energie in ein solches Projekt zu stecken.

Wie habt ihr euer Projekt bekannt gemacht? Seid ihr mit den Resultaten, Nutzerzahlen und Verkäufen bislang zufrieden?
Konzipiert haben wir codeME ja als Mash-Up, um von vornherein auch auf anderen Plattformen präsent zu sein, z.B. auf Flickr mit den Fotos der codeME-Träger. Dann haben wir mittlerweile schon zwei Videowettbewerbe initiiert, konkret mit verschiedenen Communities zusammengearbeitet oder auch ganz klassische Ansätze wie City Cards, Sticker und vieles andere gewählt. Unser Vorgehen ist also ein Mix. Die Resultate sind dabei sehr unterschiedlich. Manche Dinge, von denen wir uns viel versprochen hatten, funktionierten gar nicht, andere hingegen funktionierten wunderbar. So sind wir generell dann eigentlich ganz zufrieden, wissen aber auch, dass wir reichlich Luft nach oben noch nicht gänzlich ausgeschöpft haben. Unsere bisherigen Erfahrungen fließen immer ins Finetuning für das ein, was noch kommen wird.

Habt ihr schon mal von einer Situation gehört, in der sich zwei codeME Shirt-Träger zufällig getroffen und identifiziert haben?
Ja, da kam uns mittlerweile schon einiges zu Ohren. Die spannendste zufällige Zusammenkunft gab es wohl bei einer Pokerrunde in Darmstadt, wo man ja eigentlich bierernst am Tisch sitzt und alles daran setzt, den Mitspielern ihre Euros aus der Tasche zu leiern. Die codeMEs haben die Atmosphäre sicher etwas aufgelockert, aber hart gezockt wurde natürlich trotzdem.

Wo kommen die meisten Käufer her? Gibt es da einen regionalen Schwerpunkt?
Besonders zu Beginn war das auf jeden Fall unsere Region. Da konnten wir Freunde, Bekannte und Menschen in unserem lokalen Netzwerk persönlich ansprechen, flyern und andere Aktionen direkt vor Ort machen. Mittlerweile kommen die Käufer aus verschiedenen Ecken, dank unserem US-Shop sogar international, aber unser Bekanntheitsgrad liegt hier bei uns bestimmt immer noch am höchsten.

Was gefällt euch an Spreadshirt? Wo seht ihr Verbesserungsbedarf?
Ganz ehrlich fanden wir, auch viele Kunden sagten uns das - die Preise bisher zu hoch. Man wird schauen müssen, wie sich das mit eurer jüngsten Neuanpassung jetzt entwickeln wird. Auf der anderen, positiven Seite steht euer gutes Handling bei der ganzen Abwicklung und die Qualität, über die wir bisher nur in einem Einzelfall zu klagen hatten. Dass ihr immer die Bereitschaft mitbringt, euren Partnern mit kleinen individuellen Lösungen oder Hilfestellungen entgegen zu kommen, wenn sie denn nötig sind, gefällt uns auch sehr gut. Bei uns war ja vor allem zu Beginn die Umsetzung mit den 256 Icons in 16 Kategorien gar nicht so einfach, doch über die Lösung mittels mehrerer Shops funktionierte es dann eben doch – und wir konnten loslegen.

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2 Responses to “Zeig mir Deins, erkenne meins! Die CodeMe-Macher im Interview”


  1. 1 by Michel | Jun 4th, 2008 at 3:55 pm
    Gravatar of Michel

    “Alphabet für Außerirdische” - klingt groovy. Kann man das irgendwo sehen?

  2. 2 by Markus | Jun 4th, 2008 at 5:36 pm
    Gravatar of Markus

    Habe ich auch schon auf den ADC-Seiten gesucht, aber leider ist es da nicht aufzufinden. Vielleicht in den privaten Archiven für immer verschollen, was natürlich schade wäre.

    Grüße, Markus (codeME)

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