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L.A. Lewis: Personal Branding in Perfektion

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Die Zieleinfahrt der 1-2-3 Rallye steht unmittelbar bevor. Und während das Feld von nationalen und internationalen Video-Produzenten und Contest-Veranstaltern angeführt wird, möchte ich einen kurzen Blick auf einen Teilnehmer werfen, der wegen einer Reifenpanne leider etwas hinterher ist.

Ok, eigentlich hat dieser Typ gar nicht wirklich an der Rallye teilgenommen, aber gut reingepasst hätte er - als perfektes Beispiel dafür, wie man sich mit bescheidenen Mitteln, Kreativität und Hartnäckigkeit selbst zur Marke macht.


Die Rede ist von L.A. Lewis. L.A. Lewis ist hauptberuflich Sänger/MC und Veranstalter in Kingston. Jedoch kein besonders erfolgreicher Vertreter dieses Zünfte. Trotzdem kennt in der Hauptstadt Jamaikas jeder den Namen des Lebenskünstlers. Kein Wunder - steht dieser doch auf unzähligen Hauswänden, Bootwracks und Straßenschildern geschrieben.

L.A. selbst behauptet gerne, dass diese Straßenkunstwerke von “seinen Fans” angefertigt werden. Man muss die Schriftzüge und Lewis´ Fanbasis aber nicht lange analysieren, um festzustellen, dass sie alle vom gleichen Pinselschwinger stammen - nämlich von L.A. selbst. In akribischer Handarbeit entwirft er seine Werke zuerst in Skizzenbüchern, bevor er loszieht und sie ins Stadtbild überträgt.

Über die Jahre hat sich Lewis damit einen Kultstatus erarbeitet, der ihm - neben einer für karibische Verhältnisse ganz schön prunkhaften Flash-Website - u. a. Aufträge als Werbefigur für Red Stripe Bier, Puma und Pimpjuice eingebracht hat.

LALewisShirt

2005 hat der jamaikanische Fotograf Peter Dean Rickards L.A. Lewis eine eigene kleine T-Shirt-Line verpasst. Siebbedruckt mit seinen charakteristischen Pieces, auf Anruf persönlich von L.A. zugestellt. Weil L.A. einen Großteil der Auflage jedoch großzügig verschenkt und nicht verkauft hat, war die Aktion zwar publikumswirksam aber nicht gerade ertragreich. Zu einer zweiten Auflage der Shirts ist es - trotz Anfragen aus Europa und Japan - nie gekommen.

Mit dem Launch des jamaikanischen Online-Magazins “First” habe ich zusammen mit Rickards nun Spreadshops für die USA und die EU eröffnet, um - ohne nochmal zu riskieren, dass Lewis sein Kapital verheizt - zumindest der (inzwischen zugegebenermaßen recht abgeflauten) außer-jamaikanischen Nachfrage nachkommen zu können. Hier kann man die Schmuckstücke (inkl. original Rechtschreibfehler) betrachten und natürlich gerne auch kaufen.

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4 Responses to “L.A. Lewis: Personal Branding in Perfektion”


  1. 1 by B.B.Hive | Apr 20th, 2008 at 11:17 pm
    Gravatar of B.B.Hive

    wie geil…..

    hey tobi wusste gar nicht dass auf seen noch as geht..hatte immer den eindruck das projekt gehört der vergangenheit an..aber cool…

    wie kann man bei euch “artist” werden?!

  2. 2 by Tobias | Apr 21st, 2008 at 8:11 am
    Gravatar of Tobias

    moin arjang. doch doch, bei seen. geht schon noch was. wird die tage auch zwei neue shirts geben. die “artists”, die du auf unserer seite siehst, sind sänger/musiker, die sowohl bzgl. output als auch style zu uns passen und die bock auf die sachen haben. ein bewerbungsverfahren oder so gibt es also nicht :-)

  3. 3 by tobitob | Apr 23rd, 2008 at 2:01 pm
    Gravatar of tobitob

    hey, son typen gibs in HH auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Oz_(Sprayer)

  4. 4 by tobitob | Apr 23rd, 2008 at 2:02 pm
    Gravatar of tobitob

    oh, ich glaube der sitzt aber gerade ein…

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