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Flex und Flock und wie passt das zum Earth Day

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Ein sehr großer Anteil (take another wild guess ;-)) aller Shirts, die bei Spreadshirt Tag für Tag bestellt werden, will mit “Flock” oder “Flex” - also unseren Vorzeige-On-Demand-Druckvarianten - veredelt werden. Das freut uns - weil wir von der Qualität dieser beiden Plottdruckarten mehr als überzeugt sind. Die Dinger halten.

Gerade um den Earth Day stellt man sich aber die Frage, ob die Dinger vielleicht sogar zu lange halten. Ich habe es zwar noch nicht getestet, aber ich schätze den Zeitraum, in dem sich Flock- oder Flex-Aufdrucke biologisch abbauen, relativ lange ein…

Das ist aber halb so schlimm, würde ich sagen. Wer Shirts wegwirft, der darf auch nicht erwarten, dass sie sich von heute auf morgen vollständig in Humus verwandeln. Wer nachhaltig handeln möchte, gibt seine Shirts zur Altkleidersammlung (auch bei Spreadshirt landen Fehldrucke in der DRK-Kiste) oder aber - das ist die moderne Spielform - tauscht sie online gegen andere Gebrauchte aus. Das geht z. B. bei Rehash.

Entscheidender als die Frage, wie umweltverträglich ein mit Flex oder Flock bedrucktes Shirt nach der Herstellung ist, sind daher aus meiner Sicht folgende Sachen:

  • Wie verträglich sind Flex oder Flock für den Menschen, der sie mehr oder weniger nah an der Haut tragen?
  • Woraus bestehen Flock- und Flexfolien?
  • Wieviel Folienmüll fällt in der Druckvorstufe an? und
  • Was wird mit diesem Müll gemacht?


Die ersten beiden werde ich heute mal versuchen, so gut ich das kann zu beantworten - die anderen Antworten reiche ich nach, sobald ich Auskunft von unseren Produktionsleuten habe.

Wie verträglich sind Flex oder Flock für den Menschen, der sie mehr oder weniger direkt auf der Haut trägt?

Laut Herstellerangaben sind sowohl unsere Flex-, als auch die Flockfolien, die wir verwenden nach dem “Öko-Tex Standard 100” zertifiziert. Das bedeutet

die verwendeten Rohstoffe sind ökologisch unbedenklich und frei von PVC, Weichmachern und Schwermetallen

Der Standard wurde 1992 eingeführt und dient als

gemeinsame Sprache für die Bewertung von möglichen Problemstoffen entlang der textilen Kette (Quelle).

Schön finde ich die Bezeichnung

 

humanökologisch optimierte Textilien (Quelle),

die für Öko-Tex 100-zertifizierte Produkte verwendet werden darf. Das heißt: zumindest für unsere Spezies sind die Sachen komplett problemfrei und können vom Kleinkind- bis ins Greisenalter Tag und Nacht getragen werden.

Woraus bestehen Flock- und Flexfolien?

Die von uns verwendeten Flexfolien setzen sich laut Hersteller aus einem

transparenten, rückklebenden Polyesterträger, Copolyester-Heiss-Schmelzkleber und Polyurethan bzw. Polyethylenterephthalat (PET)-Folie

zusammen. Zumindest

PET ist zu 100 Prozent schadstofffrei rezyklierbar (Quelle).

Irgendjemand unter Euch, der Aussagen zu der Umweltverträglichkeit bzw. der Wiederverwertbarkeit der anderen Bestandteilen machen kann? (Chemie war das einzige Fach in der Schule, in dem ich regelmäßig versagt habe…)

Der Aufbau von Flockfolie ist ähnlich. Eine Komponente kommt im Vergleich zu Flex jedoch hinzu: Viskose, eine “Kunstseide“, die - ähnlich wie Papier - aus Holz gewonnen wird. Das Goethe Institut sagt, dass

die umweltverträglichste Kunststofffaser unter den Kandidaten Polyester, Viskose und Polyamid die letztere

sei. Greenpeace stimmt zu und meint:

Viskose ist keineswegs so natürlich, wie manche Werbeslogans glauben machen wollen: Eine langwierige Behandlung mit Natronlauge und Schwefelsäure ist nötig, damit aus Baumwolle Viskose wird.

Somit glaube ich zusammenfassen zu können, dass Flex aus der Umweltperspektive erst einmal besser abschneidet als Flock und bin gespannt auf Eure Anmerkungen. Die Auskünfte auf die Fragen 3 und 4 reiche ich nach.

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3 Responses to “Flex und Flock und wie passt das zum Earth Day”


  1. 1 by Fraga | Jul 17th, 2008 at 12:26 pm
    Gravatar of Fraga

    Da der Kleber sicher den geringsten Anteil hat (zumindest gewichtsmässig), und die Träger-Folie aus Polyester ist, das mehr oder weniger rezyklierbar ist, (PET gehört laut Wikipedia auch zur Polyester-Familie) bleibt nur die Frage: wie krieg ich die Folie vom gebrauchten, ‘müllreifen’ Shirt wieder runter, um sie getrennt zu recyclen?
    O Gott, hoffentlich hört hier kein Chemiker zu..

  2. 2 by Jan Michael Ihl | Dec 1st, 2008 at 11:16 am
    Gravatar of Jan Michael Ihl

    Tobias, Greenpeace schreibt aber auf der Seite, von der du zitierst: „Leinen und Flachs belasten die Umwelt weniger als Baumwolle und Wolle. Viskose ist keineswegs so natürlich, wie manche Werbeslogans glauben machen wollen: Eine langwierige Behandlung mit Natronlauge und Schwefelsäure ist nötig, damit aus Baumwolle Viskose wird. Die umweltfreundlichste Kunstfaser ist Polyamid.“ Das stützt also nicht deine Interpretation, sondern widerspricht ihr sogar.

  3. 3 by Tobias Huber | Dec 1st, 2008 at 11:47 am
    Gravatar of Tobias Huber

    hey jan. danke für die anmerkung. mit dem greenpeace-zitat wollte ich eigentlich nur die aussage des goethe-instituts bekräftigen, dass viskose umwelttechnisch nicht so gut abschneidet, wie polyamid und somit die nachteile des von uns verwendeten materials offen darlegen. tut mir leid, wenn das nicht so rüberkommen sollte.

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