
… nämlich im Berliner Stadteil Wedding, haben sich für die vergangenen drei Wochen in 25 freistehenden Ladenlokalen junge Berliner Kreative niedergelassen, um Mode und andere schöne Sachen zu präsentieren, workzuhoppen, zu diskutieren, Musik zu hören, einzukaufen, zu tanzen, Bier zu trinken und kostenloses WLAN zu schnorren.
Weil gestern das Wetter so frühlingshaft schön war und ich mir nicht vorwerfen lassen wollte, “WeddingDress02” nicht besucht zu haben, bin ich mit dem Zug nach Berlin, um zusammen mit Ole von Dyrdee die “Brunnenstraße” zu erkunden.

Leider war das im gestrigen Programm häufig zu lesende Wort “Finissage” in einigen Fällen ein Synonym für “wir packen schonmal unsere Sachen ein, aber Ihr dürft ruhig rein kommen”, in anderen gar eine verpflichtende “Einladung” zum Window shoppen.
Naja, die Läden, die noch für den Publikumsverkehr geöffnet hatten, waren dafür echt ansprechend.
Unsere erste Station war die Galerie des inzwischen recht erwachsenen Skate-/Streetart-/Modemagazins Lodown. Dort wurde ein während der WeddingDress-Wochen erstelltes Lodown-vs.-Unagi-Verlag-Fanzine in Mini-Auflage präsentiert und eine Ausstellung zu dem ebenfalls bei Unagi erschienenem Buch “Traphic” gezeigt. Da sich die Besucherzahl in Grenzen hielt, wurde der Präsentationstisch 30 Minuten nach Eröffnung in eine Tischtennisplatte umfunktioniert. Die Traphic-Bücher dienten als Netz. Rundlauf galore. Der Elektrolyte-Verbrauch wurde vorbildlich mit Freibier kompensiert.

Nächster Stopp: das Schaufenster der Artschoolvets. Diese begreifen das T-Shirt mit Ulf Poschhardt (UdK Berlin) als “universelles Display” und bieten in ihrem Webshop nicht nur feine Kollabo-Tees mit interessanten Künstlern an, sondern haben sich zum Ziel gesetzt,
das perfekte Portal für alle Tee-Shirt Junkies, Lifestylefreaks und solche, die es werden wollen
aus dem digitalen Boden zu stampfen. Den Start find ich schon mal äußerst gelungen.

Ebenfalls im Netz ist die Idee, die sich hinter dem nächsten Schaufenster versteckt hatte, zu Hause: “Shop Windowz“. Das ist sowas wie die deutsche Version von “Big Cartel” und erlaubt es kleinen Marken gegen eine Kombination aus Monatsgebühr und Provisionen, dafür ohne großes technisches Know-How und administrativem Aufwand einen Webshop zu eröffnen. Ein bisl wie Spreadshirt also, aber ohne On-Demand-Druck, Service etc.

Ansonsten? Empfehl ich an dieser Stelle noch die Labels “Mosch Berlin” und “I Like Bunnies“, die sich einen Ausstellungsraum teilten, indem sie sehr überzeugende Kollektionen plus Einzelstücke feil boten und nehm mir vor, nächstes Jahr mindestens einen Tag früher in Massivs Viertel vorbeizuschauen.
P.S. Fine, neu bei laFraise, war dieses Mal schon so schlau: click.










oh man, voll ärgerlich das ich da nicht vorbei geschaut hab, (wenn man gleich um die ecke war). . .