In Dänemark sind sieben Bürger wegen Unterstützung terroristischer Vereinigungen angeklagt. Ihr Vergehen? Sie haben Shirts verkauft, auf denen die Logos der kolumbianischen FARC und der palästinensischen PFLP zu sehen waren. Von dem Erlös, so der Plan, sollten “nicht-militärische” Projekte wie z.B. ein FARC-Radiosender unterstützt werden. Hm. Den Guerilla-Fanwear-Verkäufern drohen jetzt zehn Jahre Gefängnis. Ist da was faul im Staate Dänemark?
Sie bauen Bomben aus Hühnerställen, transportieren Panzer in Einzelteilen durch den Dschungel und sind bereit, für vollkommen unrealistische Ideen gesprengt zu werden. Guerillas und Partisanen! Das waren die Lieblinge ganzer Generationen, Idealisten von echtem Schrot und Kokain. Che Guevara mit feschem Käppchen machte CIA und Frauen schlaflose Nächte. Und heute?
Die Farc, die revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, sind ein Schatten ihrer selbst. Mit Bierbauch fahren sie in SUVs durch die Gegend, leben von Entführungen und Drogenhandel. Ein schmieriges Profit-Unternehmen, das ab und zu Einheiten des nicht weniger korrupten Militärs oder der Paramilitärs hops nimmt - wenn diese nicht schneller waren, was auch immer häufiger vorkommt. Vorbei der Idealismus, der es einem ermöglicht hatte, gegen eine Übermacht zu gewinnen: “Wenn die Angst, das Leben zu verlieren, die Oberhand bei militärischen Aktionen gewinnt, dann deswegen, weil man eine Riesenmenge Geld hinter sich lässt”. Der Glanz des Wortes Guerilla ist also dahin. Der Mythos lebt in pervertierter Form weiter: hierzulande geben wenig staatsfeindliche Unternehmen wie BMW ein Vermögen (oder auch zwei) für sogenanntes Guerilla-Marketing aus. Naja.
Das Brisante an der dänischen Initiative ist, dass die per T-Shirt beworbenen Organisationen auf der umstrittenen EU-Terror-Liste auftauchen. Erst das macht sie so gefährlich.
Aber zehn Jahre Knast für ein Missverständnis? Das nenn ich staatliche Paranoia.











“Guerillas und Partisanen! Das waren die Lieblinge ganzer Generationen, Idealisten von echtem Schrot und Kokain.”
Was für ein unsinniger Artikel. Ihr solltest wirklich NUR T-Shirts verkaufen und es nicht mit “coolen” politischen Statements versuchen.
Die soll man ruhig was in den Knast stecken. Frohe Weihnachten ihr Dänen haha!
“Huch ich habe Leute unterstützt von denen ich niiiieeee hätte wissen können, das es Terroristen sind, oder so.”
Au weia. Auch hier gilt: Man muss nicht alles auf T-Shirts designen, was einem gerade so einfällt, oder man sollte sich vielleicht vorher informieren, wen man da gerade verewigt hat.
Als politisches Statement führt es geradewegs in den Knast.
Haben die keine eigenen Probleme in Dänemark?
Also ich stehe diesem Artikel auch eher negativ gegenüber. “Che Guevara mit feschem Käppchen machte CIA und Frauen schlaflose Nächte.” Vielleicht solltet ihr euch tatsächlich nur auf unpolitische Themen konzentrieren. Che Guevara war ein militärischer Führer, ein Terrorist, eine Ikone, was-auch-immer: Nicht jedoch jemand mit “feschem Käppchen”.
Tut mir leid, es war nicht meine Absicht, das Andenken Ches zu trivialisieren. Eher, auf die Vermarktung des Guerilla-Chics, die in Form von Fidel Castro-Kappen (http://www.toofastclothing.com/c-49-fidel-castro-hats.aspx) und ähnlichem in Gang ist, hinzuweisen.
Das ist mir wohl ganz schön misslungen. Danke, dass Ihr darauf aufmerksam gemacht habt! Das Recht zur politischen Äußerung in der Shirt-Zone will ich darum nicht aufgeben.
das sollst Du ja auch nicht. ;=)
Musst du auch nicht, wir leben ja schließlich in einer Demokratie!