Es ist ja schon ein Weilchen her, dass wir die Entwürfe Lovetab und Play With The Forms zu den Siegern des Open Logo Project 1.6 gekrönt haben. Welches Logo Spreadshirts Erscheinungsbild in Zukunft zieren wird, verraten wir euch im Januar. Ich hab mich inzwischen ein wenig mit den Gewinnerdesignern über das OLP und ihre Logos unterhalten. Das Leben als solches haben wir auch gestreift ![]()
Hier kommt das Interview mit Nicolas, dem Mann hinter Play With The Forms. Das Interview mit Kim folgt morgen.

Erzähl uns etwas über dich: Wie alt bist du, woher kommst du…?
Ich bin 33 Jahre alt (du kannst mich Jesus nennen ;-)). Das Dorf, wo ich lebe, heißt
Chanzeaux und liegt versteckt zwischen Weinbergen, in der Nähe von Angers in
Westfrankreich. Ein Grafikdesigner, der nicht im Getümmel einer Großstadt lebt,
mag wie ein Angehöriger einer seltenen Spezies wirken… Aber ich mag es einfach,
von der Diktatur der Mode frei zu sein… Wobei das vielleicht auch nur eine Illusion
ist, denn heutzutage ist ja selbst das Internet voll davon.
Wenn du nicht gerade einen Logowettbewerb gewinnst, wie verdienst du deinen
Lebensunterhalt?
Ich arbeite meist für den kulturellen Bereich: Konzerthaus, Musiklabel, lokale
Bands, ein Tanzensemble. Aber auch für eine ökologische Kosmetikmarke. Die
meisten dieser Arbeiten sind für den Printbereich, also Poster, Flyer, Kataloge, das
Übliche.
Wie bist du zum Grafikdesign gekommen?
Ich mache das, weil der Job von Zinedine Zidane schon vergeben war… Nein, im
Ernst, so lange ich mich erinnern kann, hatte ich ständig einen Stift in der Hand.
Am Anfang, um die Wände meines Zimmers zu dekorieren (zum großen Ärgernis
meiner Eltern), danach habe ich meine Lehrer auf den Rand meiner Schulhefte gezeichnet.
Mein Traum war es, Comiczeichner zu werden. Jetzt, wo ich laFraise entdeckt
habe, kann ich meinen beiden Leidenschaften frönen: Design und Comics!
Wie hast du vom Open Logo Project erfahren?
Ich kannte Spreadshirt überhaupt nicht, ich habe nur bei laFraise davon und vom
OLP gehört. Es war also das erste Mal, dass ich an so einem Wettbewerb teilgenommen
habe (außer bei laFraise), aber ganz sicher nicht das letzte!
Was hat dich zum Logoentwurf “Play With The Forms” inspiriert?
Die Idee kam mir, nachdem ich viele Stunden in unterschiedlichsten Richtungen
gearbeitet hatte. Es war gar nicht so einfach, all das unter einen Hut zu bringen,
was Spreadshirt ausmacht.Doch dann sah ich all diese Skizzen auf meinem Schreibtisch und dachte, kombiniert in der Form eines Shirts könnten sie auf originelle Art und Weise die kreativen
Aspekte der Marke zum Ausdruck bringen. Und mit dieser Idee habe ich
weitergearbeitet.
Welche Hilfsmittel hast du benutzt, um das Logo zu entwerfen?
Dieselben wie für alle meine Arbeiten: Gehirn, Hand, Bleistift, Schweiß und
Illustrator CS! Eigentlich ganz genau wie in den alten Zeiten! Außer dass ich die
Pigmente mit Illustrator und die Höhlenwand mit meinem MacBook ersetzt habe!
Warum hast du genau diese Farben und Formen verwendet?
Die Formen des Logos beziehen sich auf das Spreadshirt-Universum: Personalisierung,
Kunden, Qualität, Spaß, Business usw. Zusammen ergeben all diese Formen
das wichtigste Spreadshirt-Produkt: das T-Shirt. (Das ist immer noch sehr spielerisch,
denn die Icons könnten auch zu einer anderen Form zusammengesetzt werden.)
In diesem Logo kommen die Ideen scheinbar alle aus dem Kopf des Kunden,
wie wenn dieser sein eigenes Shirt entwerfen würde, folglich sein eigenes Label.
Die blauen Farben sollen das Überbordende des Logos begrenzen, sie fügen ein
beruhigendes Element hinzu.
Hast du viel Zeit mit dem OLP verbracht?
Es ist schwierig einzuschätzen, wieviel Zeit ich damit verbracht habe. Denn in der
gleichen Zeit war ich schon ziemlich beschäftigt mit vielen Arbeiten für meine
“echten” Kunden, und alles, was mit dem Logo zu tun hatte, habe ich nachts
gemacht! Es waren also auf jeden Fall viele schlaflose Stunden! Aber nachdem ich
das Ergebnis gesehen habe, überlege ich, ob ich nicht versuchen sollte, mein Bett
zu verkaufen
Wie hat es sich angefühlt, den Wettbewerb zu gewinnen?
Das war ein bisschen wie im Traum. Ich war immer noch müde von der Arbeit am
Logo, und es war meine erste Reise nach Deutschland, also ein wirklich seltsames
Gefühl… Ich habe mich gefühlt, als wäre es gar nicht wirklich ich, der da
diese schönen, aber leeren Straßen in Berlin entlang geht! Außerdem war ich so
begeistert von Japasas Entwurf. Als Jana für Japasa den vierten Platz bekanntgab,
konnte ich gar nicht fassen, dass er nicht gewonnen hatte.










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