
Es ist Sonntag. Es ist der Erste Advent. Zeit, im Wollpulli über´m T-Shirt die erste Kerze anzuzünden und das zweite Türchen zu öffnen.
Zeit evtl. auch, sich (nicht nur wegen der zunehmenden Zahl auf´s Gewissen drückender Beipackzettel in Zeitschriften und Zeitungen) Gedanken darüber zu machen, ob man einen Teil der Kohle, die man im Jahreverlauf ggfs. zur Seite schaffen konnte, nicht jemandem zur Verfügung stellen könnte, der sinnvollere Sachen damit anstellt, als das entriegelte iPhone oder überdimensionale goldene Teddybär-Kettenanhänger zu kaufen…
Nur wem?
Gerade nach den jüngsten Vorwürfen gegen Unicef Deutschland und der zumindest bei mir vorhandenen Skepsis gegenüber so mancher Kollekte mit kirchlichem Background, ist das keine einfache Entscheidung. Deshalb hab ich mich mal umgeschaut, welche gemeinnützigen und vertrauenswürdigen Organisationen Shoppartner von Spreadshirt sind: bei der Recherche bin ich u. a. auf den Klassiker “Ärzte ohne Grenzen“, die Aktion “Deine Stimme Gegen Armut” und das “Bündnis für Kinder” gestoßen.
Dass man nicht nur mit Überweisungen an die großen gemeinnützigen Organisationen, sondern auch im kleinsten Rahmen Gutes tun kann, durften wir hier kürzlich mal wieder erleben. Anfang November erreichte uns ein handgeschriebener Brief (s. oben). Die Absender: ein Zweitklässler aus Zwickau und dessen Mama. Das Anliegen von Tobias: er hätte gerne Stuff für ´ne Tombola, deren Erlös in ein Klettergerüst für den Pausenhof fließen wird.
Ok. Da kommen einem dann erst einmal die üblichen Gedanken: fake oder nicht fake? Was machen wir, wenn der Brief authentisch ist, wir zusagen und nächstes Jahr nicht einen, sondern 50 Briefe von Grundschülern im Briefkasten liegen haben? Und so weiter. Letztendlich wurde - nachdem die Schule kontaktiert und der Brief im internen Blog gepostet worden war - eine spontane Spendenaktion unter den Spreadshirt-Mitarbeitern gestartet. Ob sie zum Erfolg der Tombola beitragen konnte, steht noch nicht fest - die findet erst Mitte Dezember statt. Aber hoffentlich klettert man in Zwickau im Frühling auf neuem Gerät.
Soweit also unsere Spenden-Stories. Jetzt würde mich interessieren, ob ihr irgendwelche Einrichtungen habt, denen ihr hin und wieder Geld überweist? Egal, ob im kleinen oder etwas größeren Stil.
P.S. In der aktuellen Ausgabe des Dummy-Magazins findet sich auf S. 71-79 ein lesenswerter Text zum Thema gutes Tun: “Geben macht glücklich” von Thomas Range (Autor u. a. des Buchs “Nach der Ego-Gesellschaft“).










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