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Spreadshirt hat sein Gesicht verloren

Nein, damit spielen wir nicht auf den letzte Woche ebenfalls vollzogenen Wechsel an der Spitze an, sondern auf den Weggang von Julia, unserem aktuellen Defaultmodel Topmodel auf Spreadshirt Seite1. Irgendwann musste es so kommen. Vor einem Jahr als Praktikantin gestartet, das Studium geschoben und geschoben, haben wir jede Möglichkeit genutzt, um sie vor die Kamera zu stellen. Jetzt ist es soweit: Julia ist weg. Und das wirft Fragen auf.

<%image(julia3.jpg|400|533|julias erster arbeitstag - vor der kamera)%>
Denn langsam müssen wir uns Gedanken machen, wie wir mit unseren Models verfahren, die ja allesamt aus dem Mitarbeiterverzeichnis rekrutiert werden. Bislang war der Deal immer recht einfach und von gegenseitigem Eigennutz geprägt: Schlüpf mal schnell in ein Lafraise Shirt, das verschwitzte Leiberl darfste danach gerne behalten. Aber zunehmend wird das schwieriger. Fotograf Ben berichtet, dass manche Spreader behaupten, sie haben besseres zu tun oder fühlen sich heute unfotogen.


Allerdings hat das Ablichten von echten Menschen neben der vermeintlichen Kostenersparnis bei Spreadshirt Tradition und einen tieferen philosophischen Ansatz. Als aufmerksame Beobachter des beginnenden 21. Jahrhunderts ist es Euch sicher nicht entgangen. Die meisten Werbemittel bestehen heutzutage aus Hochglanzplastik, friendly Handshake hier, Milchshake Grinsen da. Das widerstrebt unserem Verständnis von authentischer Unternehmenskommunikation. Aus diesem Grund zeigen unsere Webseiten und Flyer stets Leute, die auch tatsächlich hier über die Flure huschen. Nach dem Motto: Die Firma steht für ihre Produkte und die Mitarbeiter stehen für ihre Firma. Die Kunden sollen sehen, wer am anderen Ende der Internetleitung sitzt. An diesem familiären Charakter wollen wir trotz größerer Größe auch in Zukunft festhalten.

Was mich jetzt mal interessieren täte, sind Meinungen: Kommt das überhaupt an, dass wir Spreadshirt Mitarbeiter zwingen bitten stundenlang im Keller Modell zu stehen, oder ist das schnuppe? Wie wird das bei anderen Unternehmen, die ähnlich verfahren, geregelt? Was wäre (neben knallharten Pokerchips) eine angemessene Vergütung?

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4 Responses to “Spreadshirt hat sein Gesicht verloren”


  1. 1 by kunde | Aug 6th, 2007 at 8:20 pm

    aloha.. generell finde ich die gesichter immer sehr ansprechend.. abgesehen von der
    letzten weihnachtsaktion schauen die modelle immer sehr froh und relaxed aus.. ich würde das produkt aber da fotografieren, wo es getragen wird. auf der strasse, in der wohnung, im büro. an einen keller denke ich dabei weniger. bzw. kaufe ich kein shirt um damit im
    keller abzuhängen. ebenso schafft der keller auch nicht wirklich einen mehrwert für das "kostenlose" modell. spätnachmittagssonne, lecker bierchen und/oder cafe ist ein lohn.
    „komm wir fahren in den park, in die stadt, in den biergarten und machen paar coole fotos, unterhalten uns und nehmen einen drink“

    spricht mit sicherheit mehr an als:

    kommst du bitte um 9:45 Uhr in den Keller. Wir müssen neue Fotos für das aktuelle
    Lafraise-Shirt machen.

    fotos kosten geld.. die hochwertigkeit eines fotos nimmt der käufer unterbewusst wahr

    mehr lifestyle, mehr charakter ins bild.. ein einfarbiger studiohintergrund gepaart mit tollen
    effekten aus photoshop bringts einfach nicht..
    auch eine zimmerpflanze hilft nicht

  2. 2 by ami | Aug 7th, 2007 at 9:32 am

    ja, ich stimme dir zu - wir haben es allerdings mit unterschiedlichen modell-tätigkeiten zu tun. z.b. ist ein lafraise shirt sicher besser in einer "natürlichen umgebung", das posieren fürs produktsortiment http://www.spreadshirt.net/… ist bislang allerdings von heimeliger "kelleratmo" geprägt, weil der fokus auf der klamotte liegt. aber trotzdem ein guter hinweis - und vielleicht müssen wir uns auch fürs produktfoto an sich häufiger ins freie wagen.
    und du meinst, dass ein ausflug genügend mehrwert fürs "kostenlose" modell bietet? was mir grade noch einfällt: viele sachen sind bei uns ja für digitale zwecke - alternativ könnte man daher ja vlt. auch noch einen "echten" abzug fürs eigene fotoalbum machen.

  3. 3 by kundschaft | Aug 7th, 2007 at 4:51 pm

    ein ausflug allein genügt nicht.. aber in kombination mit einem rahmenprogramm ist das sicher für jeden ein erlebnis… einen "echten" abzug in profiqualität hängt sich sicher jeder gern in die bude… nur vorsicht mit solchen versprechungen.. das ist ziemlicher aufwand :-)

  4. 4 by Snooky | Aug 10th, 2007 at 2:55 pm

    Bonjour,

    ich fande es immer geil Lukasz auf Fotos zu sehen. Der Kracher-Macher selbst im Bilde, man möchte doch die genialen Typen hinter dem Mega-Business sehen und verstehen lernen.

    Das war auch oft authenthisch und real.

    Die anderen Fotos von Mitarbeitern: Naja. Ich dachte immer eher…die machen jetzt so viel Umsatz, warum machen die nicht mal kreative Hochglanzfotos mit engagierten Models? Gute Werbung wäre es allemal..und für Qualität spricht es auch. Weil Schönheit des Models färbt auch manchmal auf das Produkt ab… :- )

    VG

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