
Das 9to5 Festival ist vorbei. Und wir sind wieder um tausende T-Shirts ärmer..

HIER IM BILD: UNSERE FREUNDLICHE ASSISTENTIN E. SIEVERT.
Der T-Shirt-Stand in der Halle mit dem Namen “Halle” magnetisierte das Publikum. Für nur zehn Euro das Stück verkaufte sich die American Apparel Ware mit den netten Slogans “Arm aber WLAN”, “Wir nennen es Arbeit” (=Festivalmotto), “Lauf nach Hause, kleiner Hund” und “Ich bin nicht prekär, ich bin nur scheiße angezogen” wie frisch gepresste T-Shirts. Frisch gepresst? Genau, dank der köstlichen Spezialfolien des Berliner Designers Vorname Nachname konnten die Gäste nämlich mit den Folien herumspielen wie in der Beschäftigungsstunde der Vorschule. Und die Slogans so zum Beispiel um einen Presslufthammer oder ein Mikroskop ergänzen. Ja, ich wage zu sagen, wir waren mit unserer Folien-Spielwiese und dem lustig hydraulisch quäkenden T-shirt Presser aus dem Jahre 1913 eine echte Konkurrenz für die Vortragenden. DEMENTI: Wir dementieren hiermit, durch das störend geräuschvolle Lösen der Flex-Folien Zustimmung oder Ablehnung zu den Vortragsinhalten bekundet zu wolllen gehabt zu haben!

Dank an Jakob, den besten T-Shirt Verkäufer der Welt (hier im Hintergrund). Ich werde Deinen Vorschlag für unsere Marketing-Abteilung unkommentiert ans Ende dieses Eintrags stellen und dann warten, bis die Gewerkschaft anruft oder das Rote Kreuz.

UNSER TRANTÜTIGER ASSISTENT C.BAHRENDT WEGEN SCHIERER FOTOGENITÄT ABGEBILDET
Und das Festival selbst? Schon mal eine Soziologie-Vorlesung um 3:30 früh gehabt? Kein Witz: das Happening spielte sich nämllich tatsächlich, anders als die Süddeutsche berichtete, nachts ab, und zwar von 9PM bis 5AM. Also angepasst an den Rhthmus des kreativen Menschen, dem die Taggessonne ja gewöhnlich seine herrlichen Illusionen verbrennt. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen kreisten mantrisch um Themen wie “Bloggen und Geld verdienen”, “Copyright und Copyleft” oder “Aufstehen ist möglich - vom Leben auf der hellen Seite des Tages”.
FAZIT: der Tausch Augenringe gegen Backstage Pass ist fair. Das Festival verbreitete eine angenehme, unaufdringliche Halbschlaf-Atmosphäre, wie ein Schnuppertag im Bettenhaus, bei dem jemand aus dem Off sein Tagebuch rezitiert. Tausende von Leuten konnten überdies zum Kauf von bedruckten T-Shirts bewegt werden. Eine Dame zog sogar spontan ihr Oberteil aus und liess es alsogleich bedrucken. Gesprächsstoff für Jahre. Virus erfolgreich lanciert.
Und hier nochmal Jakobs innovativer Marketing-Vorschlag:
To all the Product Innovation Officers in your Company out there:
THIS IDEA will change your business to 8.0
Business Shirt-Idea:
Let us produce shirts which are guaranteed handmade by children from norway or switzerland (because children’s work is really expensive there).
Then we ship the handmade shirts to Hongkong, just to stay there for a night in the (container) box, to push globalization business, and then ship it back to Germany. Next Step is to deliver the half-world-travelled-shirts to old-people-places. Then we force Old-People with Parkinson to put Svarovski-Stones on the shirt. Every shirt will be unique. Afterwards we sell the unique handmade by children from norway, upgraded by seniors hands in special stores to YUPPIES and DINKS for 750 EURO a Shirt.
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