Archive for August, 2007

karma-konsum

Karma Konsum

Christoph Harrach hat sich sein Lebens-Ziel aufs T-Shirt geschrieben: die Förderung biologisch angebauter Baumwolle und eines nachhaltigen Lebenstils. Als bekennender Vertreter der kaufkräftigen Spezies LOHA (=Lifestyle of Health and Sustainability) reist er durch die Lande und fördert den Konsum von Fairtrade Heißgetränken, Biodiesel und Waschnüssen. Vor allem aber verficht er “Corporate Social Responsibility”, das gesellschaftliche Verantwortungsdenken eines Unternehmens. Bei Hess Natur ist er außerdem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Uneingeschränkt lesenswert sein Blog: KarmaKonsum. Wer sich für das Thema LOHAs und wie man ihnen das Geld moralisch sauber aus der Tasche zieht interessiert, kann auch die passende Konferenz im September in Frankfurt besuchen.

(Konsum-)Ethik auf T-Shirts zu vermitteln ist natürlich heikel: die Gefahr bleibt, dass der Betrachter sich vom erigierten Zeigefinger bedroht fühlt, wo er eigentlich nur Entertainment erwartet hatte. Besonders ethiklastige Unternehmen wie die Kirche wandern da auf einem schmalen Grat. (auch wenn dieses Beispiel einfach Charme hat). Wer aber das nötige Quantum Selbst-Ironie praktiziert, kann seine Weltanschauung auch auf einem T-Shirt verpacken, siehe hier :)

[Post to Twitter] TweetThis

Wir nennen es Festival

Das 9to5 Festival ist vorbei. Und wir sind wieder um tausende T-Shirts ärmer..

HIER IM BILD: UNSERE FREUNDLICHE ASSISTENTIN E. SIEVERT.

Der T-Shirt-Stand in der Halle mit dem Namen “Halle” magnetisierte das Publikum. Für nur zehn Euro das Stück verkaufte sich die American Apparel Ware mit den netten Slogans “Arm aber WLAN”, “Wir nennen es Arbeit” (=Festivalmotto), “Lauf nach Hause, kleiner Hund” und “Ich bin nicht prekär, ich bin nur scheiße angezogen” wie frisch gepresste T-Shirts. Frisch gepresst? Genau, dank der köstlichen Spezialfolien des Berliner Designers Vorname Nachname konnten die Gäste nämlich mit den Folien herumspielen wie in der Beschäftigungsstunde der Vorschule. Und die Slogans so zum Beispiel um einen Presslufthammer oder ein Mikroskop ergänzen. Ja, ich wage zu sagen, wir waren mit unserer Folien-Spielwiese und dem lustig hydraulisch quäkenden T-shirt Presser aus dem Jahre 1913 eine echte Konkurrenz für die Vortragenden. DEMENTI: Wir dementieren hiermit, durch das störend geräuschvolle Lösen der Flex-Folien Zustimmung oder Ablehnung zu den Vortragsinhalten bekundet zu wolllen gehabt zu haben!

Dank an Jakob, den besten T-Shirt Verkäufer der Welt (hier im Hintergrund). Ich werde Deinen Vorschlag für unsere Marketing-Abteilung unkommentiert ans Ende dieses Eintrags stellen und dann warten, bis die Gewerkschaft anruft oder das Rote Kreuz.

UNSER TRANTÜTIGER ASSISTENT C.BAHRENDT WEGEN SCHIERER FOTOGENITÄT ABGEBILDET

Und das Festival selbst? Schon mal eine Soziologie-Vorlesung um 3:30 früh gehabt? Kein Witz: das Happening spielte sich nämllich tatsächlich, anders als die Süddeutsche berichtete, nachts ab, und zwar von 9PM bis 5AM. Also angepasst an den Rhthmus des kreativen Menschen, dem die Taggessonne ja gewöhnlich seine herrlichen Illusionen verbrennt. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen kreisten mantrisch um Themen wie “Bloggen und Geld verdienen”, “Copyright und Copyleft” oder “Aufstehen ist möglich - vom Leben auf der hellen Seite des Tages”.

FAZIT: der Tausch Augenringe gegen Backstage Pass ist fair. Das Festival verbreitete eine angenehme, unaufdringliche Halbschlaf-Atmosphäre, wie ein Schnuppertag im Bettenhaus, bei dem jemand aus dem Off sein Tagebuch rezitiert. Tausende von Leuten konnten überdies zum Kauf von bedruckten T-Shirts bewegt werden. Eine Dame zog sogar spontan ihr Oberteil aus und liess es alsogleich bedrucken. Gesprächsstoff für Jahre. Virus erfolgreich lanciert.

Und hier nochmal Jakobs innovativer Marketing-Vorschlag:

To all the Product Innovation Officers in your Company out there:

THIS IDEA will change your business to 8.0

Business Shirt-Idea:

Let us produce shirts which are guaranteed handmade by children from norway or switzerland (because children’s work is really expensive there).

Then we ship the handmade shirts to Hongkong, just to stay there for a night in the (container) box, to push globalization business, and then ship it back to Germany. Next Step is to deliver the half-world-travelled-shirts to old-people-places. Then we force Old-People with Parkinson to put Svarovski-Stones on the shirt. Every shirt will be unique. Afterwards we sell the unique handmade by children from norway, upgraded by seniors hands in special stores to YUPPIES and DINKS for 750 EURO a Shirt.

What do you think?

[Post to Twitter] TweetThis

Spreadshirt Stories 3

Was trägt Nadine? Und was ragt da von links ins Bild rein?

Warum ich mir das T-Shirt bestellt habe? Mein bester Kumpel und ich fahren beide eine Kawasaki ZX6R und dachten uns”ach so ein gemeinsames T-Shirt mit unserem gemeinsamen Hobby wäre doch nicht schlecht”*g*

…vielen Dank Nadine! Wir haben uns erlaubt, zur Erklärung deines T-Shirts “Mein Herz schlägt Kawa Grün” mal eine kiwigrüne ZX6R abzubilden. Flickr Commons sei Dank! Wenn Du uns ein Bild von Deiner eigenen Maschine schickst, ersetzen wir das selbstverständlich. Weiterhin viel Fahrvergnügen wünscht Spreadshirt!

[Post to Twitter] TweetThis

9t05 Festival Camp: Die Welle kräuselt sich, bevor sie bricht

Nachdem wir erste Erfahrungen mit “T-Shirt Veredelung vor Ort” beim Westbesuch im Juli gemacht haben, sind wir dieses Mal unterwegs nach Berlin. Dort findet morgen ab 9 Uhr (abends) im Radialsystem V das “9to5 Festival Camp” statt. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Irgendjemand sagte, “entweder das wird total geil, oder das totale Chaos”. Ich hoffe, beides.

Vorhin wurde ich gefragt, warum wir zu dieser Veranstaltung gehen. Zum einen denke ich, dass die Zielgruppe sehr gut zu uns passt: Designer, Selbstständige, Projektleiter, “urbane Penner” wie Mercedes Bunz oder Regine Debatty. Ein ideales Umfeld, um den Marktplatz, das OLP1.6 und lafraise vorzustellen und dabei ehrliches Feedback einzusammeln.
Zum anderen kommen wir hier unserem großen Ziel ein Stückchen näher, uns als Sponsor endlich selbst zu demontieren: ausgegeben werden T-Shirts mit einer einzigen Message, das dann von den Teilnehmern selbst weiter bedruckt und vor Ort individuell veredelt werden kann. DIY und die Faust aufs Auge.
Die leider noch nicht komplett durchgezogene Steigerung wäre, dass wir irgendwann mal einfach nur noch weiße Blanko Shirts ausgeben, und es den Teilnehmern überlassen was sie drauf drucken. Partizipation, web2.0 und so, ihr wisst schon.
Wir werden jedenfalls eine Kamera mitnehmen und berichten (*Christian anguck*). Und wer am Wochenende in Berlin weilt, sollte sich das nicht entgehen lassen - ich denke, es wird ein geiles Chaos.

[Post to Twitter] TweetThis

Der Mann mit der Lederjacke

Glückwunsch, Norbert! Der Mann mit der Lederjacke trägt zwar manchmal Threadless T-Shirts, bastelt aber immer wieder Motive, die zurecht in verschiedensten Wettbewerben gewinnen. Zuletzt bei laFraise, davor bei The Draw. Warum sind auf beiden Motiven eigentlich Vögel drauf?

Norbert: Vögel sind total abgehoben. Sie tragen die Seelen der Verstobenen und gelten in manchen Schöpfungsmythen als die ersten Lebewesen. Außerdem picken sie ihre Scheisse auf meinen Fenstersims auf und ich habe viel Zeit sie dabei zu beobachten.
Michel: Wie bist Du auf die Idee zu dem laFraise-Motiv (siehe unten) gekommen? Norbert: ich habe so vor mich hin gezeichnet und aus der Skizze dann eine Vektor-Grafik kondensiert.

 

Michel: Klingt logisch. Du machst bei Spreadshirt eine Ausbildung. Was hast Du danach vor?
Norbert: Also wenn es nach mir ginge, würde ich Maler. Hey, Moment, es geht ja nach mir! Also: ich werde Maler.
Michel: Ok, hoffentlich kannst Du trotzdem noch ab un zu ein Motiv beisteuern. Viel Erfolg beim Malern!

[Post to Twitter] TweetThis

Meet a Spreader - Juliane Nowak

Juliane ist erfahren im Lösen der Probleme anderer Leute. Als Sprecherin ihrer Ausbildungsklasse waren es die ihrer Mitschüler. Als Callcenteragentin schlug sie sich mit spielsüchtigen Onlinefreaks herum, die beim Pokern mehr Geld verzocken wollten. Ihre geballte Erfahrung stellt sie nun in den Dienst von Spreadshirts Shoppartner-Seelsorge. Ein Gespräch.

weiterlesen ‘Meet a Spreader - Juliane Nowak’

[Post to Twitter] TweetThis

Spreadshirt Stories 2

Ich, Jörg, 24, studiere Maschinenbau und möchte mit meinem T-Shirt auf die modischen Misstände unter meinen Kommilitonen hinweisen. Übrigens: seitdem ich das T-Shirt trage, habe ich im Hörsaal viel Platz für mich! Um meine Botschaft in die Welt zu tragen, habe ich unter www.studishirts-online.de jetzt auch einen Shop eingerichtet. Motto: Nieder mit den Karo-Lingern!

[Post to Twitter] TweetThis

Alice Schwarzer schminkt sich für Chuck Norris

Chuck Norris Shirts sind ja ein alter, aber immer wieder gern getragener Hut - jetzt schlägt der Alleskönner gegen das Kleingedruckte bei Praktiker zurück. Gefunden in der Rekla-Kiste, und hier.

[Post to Twitter] TweetThis

Neue Produktion in den USA bezogen

Der Umzug in den USA ist abgeschlossen. Seit etwa einer Woche sind die Kollegen in ihrer neuen Produktion, die wie die alte ebenfalls in Greensburg liegt. Hier ein paar Bilder
<%image(SpreadshirtTeam_US.jpg|480|318|Greensburg Team)%> und ein paar mehr bei Flickr - cool finde ich, dass Produktion und Service direkt nebeneinander liegen.

[Post to Twitter] TweetThis

Von Störern und Mit-Störern..

Zwei sportliche Groß-Ereignisse stehen 2008 ins Haus: Olympia in Peking und Europameisterschaft in den Alpen. Ihr wisst, was das für einen T-Shirt-Presser heißt. Achtung: Markenrechtsverletzung. Schadenssummen erreichen gern fünfstellige Höhen, wenn man es mit Einrichtungen wie der FIFA/UEFA zu tun hat. Und abgemahnt wird gleich zweimal. Der Shop-Partner als „Störer” und Spreadshirt als „Mitstörer“. Diese Tatsache hat uns im Jahr 2006 mehrere zehntausend Dämpfer verpasst, und wir sind ernstlich daran interessiert, dass uns das nicht mehr passiert. Bitte lest im Folgenden ein paar Details zur rechtlichen Lage - oder informiert Euch hier auf einen Blick über bereits geschützte Marken.

Unternehmen, Privatleute oder Vereine können sich gegen eine Gebühr beim Deutschen Patent und Markenamt in München Wortmarken, Bildmarken und Wort-Bildmarken als ihr geistiges Eigentum eintragen lassen. Die Idee ist, geschützte Verkehrsmarken zu schaffen, die es Konsumenten oder Nutzern erlauben, eine Ware oder Dienstleistung eindeutig zu identifizieren. Wenn jemand diese Marke verwendet, oder auch nur eine Verwechslunsgefahr zu einer bestehenden Marke in Wort, Bild oder Formationsturnen riskiert, macht er sich abmahnbar. Die Höhe der Abmahnung richtet sich dabei nach dem Streitwert. (Rechtsanwaltvergütungsgesetz) Zusätzlich können Schäden geltend gemacht werden, die sich wie folgt berechnen

  1. auf Basis des tatsächlichen Schadens, also dem Geld, das in unserem Falle der Shop-Partner mit dem fraglichen Motiv eingenommen hat
  2. auf Basis der Lizenzgebühren, die eigentlich fällig geworden wären, um das fragliche Motiv ordentlich vom Inhaber (UEFA etc) zu lizensieren

Wenn eine Markenrechtsverletzung seitens eines Spreadshirt Shopbetreibers vorliegt, kann der Geschädigte, wie oben angedeutet, gleich zweimal zur Kasse bitten. 1: den Shop-Partner als sogenannten „Störer”, 2. Spreadshirt als „Mit-Störer”. Theoretisch hat Spreadshirt zwar ein Rückgriffsrecht, das heißt, wir könnten die betroffenen Shop-Partner bitten, unsere Abmahnung freundlicherweise gleich mitzubezahlen. Machen wir aber nicht, wir setzen lieber auf rechtzeitige Aufklärung. Also nochmal: allein die Verwechslungsgefahr mit einer geschützten Wort-, Bild- oder Wortbildmarke (WBWBM) ist bereits ein Verstoß. Das heißt selbst satirisch-parodistische Abwandlungen à la „FUFA” oder „EM 2008 im Abmahnen- und Absahnen” sind absolut zu vermeiden!! Wie? War da nicht mal was mit Freiheit der Satire, von Kunst- und Meinungsfreiheit ganz zu schweigen? Richtig, aber nur für Medienunternehmen und Zeitungen. Und so traurig uns das auch stimmt: ein T-Shirt ist zwar ein Medium, aber eben keine Zeitung. Und Spreadshirt natürlich auch kein Unternehmen mit redaktionellem Hintergrund, das unter Verweis auf die Pressefreiheit ein “Recht auf Satire” geltend machen könnte. Obwohl so eine rechte T-Shirt-Druckerei oft genug ein wunderbares Sprachrohr für Kritik und Parodie abgibt, sieht uns der Gesetzgeber eher auf einer Stufe mit Gurtstraffer- und Gummistiefel-Fabrikanten. Wer differenziert, verliert, scheint hier die Devise…

Ob sich diese Lage in absehbarer Zeit ändert, weiß nur Joann Rowling. Bis dahin gilt: bitte vermeidet die Tabuzone

[Post to Twitter] TweetThis




Suche

Archiv

Spreadshirt Videos

YouTube Preview Image

Seite speichern mit

Clicky