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Ethische Positionierung

In den letzten Tagen gab es in Großbritannien einige Artikel über einen unserer Zuliefererbetriebe. Darin ging es um soziales und ethisches Verhalten im Bezug auf die Herstellung von Kleidung, die wir in unserem Sortiment anbieten. Ein Wort dazu: Spreadshirt legt Wert auf sozial- und umweltbewußte Produktionsverfahren, auch bei unseren Zulieferern. Das ist ein normativer Wert, an dem wir gemessen werden möchten, und über dessen Einhaltung wir alle auffordern zu wachen. Spreadshirt fordert daher von jedem Zulieferer die Unterzeichnung einer Erklärung zur Verpflichtung zu ethisch verantwortlichem Verhalten. Verletzt eine der Firmen diese Werte, arbeitet Spreadshirt nicht weiter mit ihr zusammen.

In den eingangs genannten Artikeln geht es um den Zulieferer B&C/The Cotton Group (Produkte: Comfort Tee und 3XL) und eine Katastrophe, bei der 2005 in Savar (bei Dhaka in Bangladesch) eine Fabrik von Spectrum Garments einstürzte. B&C gibt an, dass sie in dem betroffenen Gebäude keinerlei Kleidung herstellen ließen, sondern in der Nachbar-Fabrik. Dennoch haben sie sich an einigen Hilfsaktionen beteiligt, die im Zusammenhang mit dem Unfall initiiert wurden. Wir sind an der Entwicklung und öffentlichen Verhandlung dieses Falles und seiner Folgen interessiert und laden darum alle weiteren Interessierten ein, im Spreadshirt Blog, ggf auch im Forum darüber zu diskutieren. Eine ausführliche Darstellung der Spreadshirt Position findet sich auch im Spreadshirt UK und Spreadshirt US Blog.

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14 Responses to “Ethische Positionierung”


  1. 1 by Jay1 | May 2nd, 2007 at 7:52 pm

    Es gilt ja immer die Unschuldsvermutung,
    solange bis das Gegenteil bewiesen ist. Ausbeutung muss nicht sein, da gibt es schon moralische Standards. Finde ich gut, dass Euch das interessiert, aus wirtschaftlicher Sicht muss es das ja auch.

  2. 2 by Christoph | May 3rd, 2007 at 2:13 pm

    Ja, aber wer will den die billigen T-Shirt? - doch die Konsumenten. Da liegt das eigentliche Problem - Billig hat eben auch seinen Preis - allerdings eher für die Betroffenen in den Sweatshops.

  3. 3 by Michel | May 3rd, 2007 at 2:33 pm

    Wer Dinge wirklich liebt, gibt auch etwas mehr dafür aus. Kein Designer-Shirt ist auf einem Tiefpreis-Rohling anzutreffen, zum Beispiel die Lafraiser und ähnliche..

    Aber wenn Spreadshirt seine preiswerten Shirts aus dem Programm nähme, handstreichartig, gäbe es da eine klaffende Lücke im Sortiment, über der sicher bald einige Geier kreisten.

    Vielleicht ist es sinnvoll, eine Art Erziehung anzustreben, also irgendwie darauf hinzuarbeiten, dass man lieber was Gutes kauft, was auch hält, als den schnellen Faden.

  4. 4 by Pad | May 5th, 2007 at 3:25 pm

    Ich weiss zwar nicht wie groß die Marktmacht von Spreadshirt ist - aber ich denke sie ist nicht klein!

    Daher sollte Spreadshirts diese einsetzen um Druck auf die Hersteller zu machen!

    Ich habe jedenfalls KEIN BOCK auf Shirts die unter anderem mit Blut, Schweiß und Tränen von krass unterbezahlten Frauen aus Asien “ausgerüstet” sind…

    MfG Pad

  5. 5 by ami | May 5th, 2007 at 8:57 pm

    ja, wir auch nicht.
    daher werden wir das auch weiter verfolgen.

  6. 6 by tli | May 6th, 2007 at 9:29 pm

    ich glaube diese welle rollt eben erst so richtig an. slogans wie “geiz ist geil” und “wir lieben billig” tragen doch nur dazu bei, dass die konsumenten alles noch günstigst haben wollen. ja selbst die guten und langlebigen produkte/dienstleistungen sollen spottbillig sein.
    ya right! willkommen in der wegwerfgesellschaft2.0. “kaufe billigst - wirf weg - konsumiere vielfach” zu dumm, dass der schrott einem am ende viel mehr nerven und geld kostet als eine ‘ordentliche’ anschaffung.

  7. 7 by Döner | May 6th, 2007 at 10:50 pm

    Moral ist, wenn man moralisch ist
    -

    Oder was bitte wollt ihr uns hiermit sagen? Als Shoppartner erinnere ich daran daß ich immerhin 12,90€ für ein T-Shirt dieser Herrsteller bei euch blechen darf. Ich finde, in diesem Preis wäre sogar eine fairer Handel denkbar. Wenn ihr davon auch tatsächlich einen anderen Anteil für die Shirts bezahlen würdet!!
    Wie ist es aber wirklich? Ihr habt den absoluten Hauptanteil allein für euch. Das Shirt kauft ihr nur bei B& C wenn es ein paar Cent kostet. Dann heißt aber gleich, das ist ihr Fehler!
    Sorry, diese immer billiger werdende Marketiinggesülze ist langsam richtig albern.

  8. 8 by Fluxus | May 7th, 2007 at 11:50 am

    Gut wärs, wenn hier gezielt Shirts mit Öko-Textil-Garantie im Angebot wären. Denn ohne unabhängige Kontrollen ist das Unterschreibenlassen einer Erklärung zur Verpflichtung zu ethisch verantwortlichem Verhalten auch nur ein Lippenbekenntnis. Sowas gibts auch bei H&M. Aber als Kunde kann ich mir nicht sicher sein und es auch nicht einfach nachprüfen.

    http://www.saubere-kleidung…
    http://www.cleanclothes.org/

  9. 9 by ami | May 7th, 2007 at 1:42 pm

    döner, ich seh das ein bisschen anders: ich finde es sollte auch ohne “fairer handel” siegel einigermaßen human zugehen.
    aus diesem grund kaufen wir nicht bei der billigsten hinterhofbude (”für ein paar cent”), sondern bei unternehmen die nachweisen, dass sie ohne kinderarbeit etc. produzieren (B&C ist zum beispiel mitglied der BSCI initiative http://www.bsci-eu.org/).

    produkte aus fairem handel und nachweislich organischer baumwolle bieten wir ebenfalls an - den preislichen unterschied kannst du sehen wenn du ein solches t-shirt in deinen shop packst.

    und klar kostet ein t-shirt im einkauf weniger als 12,90 — aber mal davon abgesehen, dass wir auch geld verdienen wollen, haben wir einen etwas anderen ablauf in der produktion als ein reiner siebdrucker (schau dir ggf. mal das “blick hinter die kulissen”-video an).

    viele gruesze,

    ami.)

  10. 10 by Fluxus | May 8th, 2007 at 12:16 pm

    Hier es gibt grad einen aktuellen Artikel zum Thema in der TAZ:

    http://www.taz.de/dx/2007/0…

  11. 11 by Ali-Producer | May 9th, 2007 at 12:11 am

    klasse das sich sreadshirt dafür einsetzt.
    der konsument weiß wahrscheinlich nicht wo sein shirt herkommt ( außer er schaut in das nackenlabel ). daher finde ich es als pflicht die konsumenten aufzuklären. thx an spreadshirt p.s. ich will kein shirt haben wo ein kind misshandelt wurde oder die umwelt zu leiden hat

  12. 12 by Döner | May 10th, 2007 at 6:25 pm

    Lese ist den Beitrag vor zwei Tagen rund um das Schäuble Motiv, sehe ich daß Spreadshirt sehr großzügig gleich 5 Euronen “Gewinn” spenden kann.
    Warum nicht einen Euro pro Shirt selbst karitativ ausgeben??? Oder gleich dem guten Produzenten geben.

    Nochmals hier sagen, bei euch ist die Fertigung so sehr anders, ist aber falsch. Habt ihr etwa nur fest Angestellte und keine Hiwis??? Sprechen wir gerne über das gesamte Moralwesen der Firma Spreadshirt. Sicher ist da alles einfach nur lobenswert!

  13. 13 by TinyTina | Jun 10th, 2007 at 1:35 am

    Wir hatten das Thema vor Kurzem in der Schule. In diesen Zulieferfirmen laufen schlimme Sachen. Viele große Bezieher machen zwar Verträge mit Mindeststandarts, aber dann verschliessen sie die Augen! Die Arbeiterinnen werden wirklich schlecht behandelt und von einem Schuh, der für 100€ über den Ladentisch bei uns geht kriegen die Frauen 5Cent, da können Sie nichteinmal nachdem sie bis spät zu Überstunden gezwungen wurden den sicheren Bus nehmen, sondern müssen durch gefährliche Gegenden laufen…
    Ich würde lieber 101€ für den Schuh zahlen!

  14. 14 by Werner Wilkens | Jun 10th, 2007 at 5:50 pm

    Liebe Leute,
    also warum nicht mit der Diskussion konkret nach vorne? Was steht drin in der " Erklärung zur Verpflichtung zu ethisch verantwortlichem Verhalten", wie wird das praktisch und unabhängig überwacht, was lässt sich positiv sagen, wo und wie produziert wird? Die Kunden werden es danken.

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