Spreadshirt´s International Blogs:

Hallo zusammen,

Dies ist der offizielle Spreadshirt-Blog. Hier gibt es News und Partnerinfos direkt aus dem Spreadshirt-Hauptquartier. Wir freuen uns über deine Beteiligung. Bei Spreadshirt kannst du T-Shirts individuell gestalten, kostenlos einen Shop betreiben oder den Marktplatz mit deinen Designs füttern.

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Archive for April, 2007 Page 2 of 2



Grillchef und kurze Printschau

Wir sind auch in der WiWo drinne, bei dem Artikel der sich mit den "interessantesten Gründern" beschäftigt. Viel wichtiger und News bzw. Bild des Tages aber ist doch das untenstehende: Wir sind auch im neuen Plus-Heftle drin, genauer gesagt Christian macht den Bratmaxe und eröffnet mit zuckrigem Grinsen und Cowboypose offiziell die Grillsaison, yay!

(Manche Leute wetten ja, dass er sich hiermit grade seine zweite Laufbahn mit den Stationen Leipzig-Düsseldorf-Paris-Capri-Rio-New York eröffnet hat. Wir bleiben dran!)  

Spread2.0 - or not?

Ein (mehr oder weniger regelmäßig geführtes, errm) Corporate Blog haben wir zwar erst seit Juli 2006. Trotzdem werden wir häufig in die Schublade 2.0 gepackt. Woran das liegt, beschreibt Lukasz in seinem Blog Grundersuizid. Jetzt die schwierige Frage ans ausgesuchte Blogpublikum: Sind wir web2.0 oder nicht, was meint ihr? Sind wir ein popeliger Cafepress Klon, ein Service von Welt? Was macht web2.0 aus, was ist web2.0 überhaupt?  Schwierige Fragen, krzr vor Ostern. Und um das ganze aufzulockern, verlosen wir unter allen Kommentaren 3 Bubble Pionier T-Shirts aus dem Cheffe sein Shop. Also nichts wie Lassmiranda Dennsevilla, ich bin gespannt meine Damen und Herren.

Geschmacksfrage I

 
 
Vorneweg für's Priming. Stoiber, Hisbolla, RAF, PR-Berater. Worte ohne jeglichen Zusammenhang. Doch mit einer Gemeinsamkeit. Sie sind nicht unumstritten.Des einen Leid, ist des anderen Freud. Der eine lacht, der andere findet es einfach nur geschmacklos.

Szenenwechsel. Irgendwann letzte Woche, die Tür geht auf. Daniel, der Serviceleiter und oberster Schutzmarkenbeauftragter, kommt herein und erzählt uns eine Geschichte. Ein Typ habe angerufen, wolle Geld wegen dem RAF-Logo. Er habe sich den Namen rechtlich schützen lassen und das bekannt-berüchtigte Logo in einem unserer Shops gefunden. Nun fordere er seinen (finanziellen) Tribut, ansonsten drohe der atomare Vergeltungsschlag. Es wurde konkreter: er würde uns den Druck der Öffentlichkeit spüren lassen, was anzetteln, "Sie in was reinziehen!!!", die Presse würde davon erfahren.

Wir sortieren uns."RAF? War da nicht was?"

RAF hat uns grade noch gefehlt. Da Daniel früher in der Schule aufmerksam war und immer die Sendung mit der Maus gesehen hatte, weiß er, dass die RAF mit dem Markenrecht nicht zu greifen ist. "Völliger Blödsinn". Trotzdem lassen wir Justitiarin Andrea die Sache beurteilen. Die senkt den Daumen, aber wie erwartet aus einem anderen Grund: "Zu Nahe am Strafrecht." Die Ziele der RAF sind mit unserer Verfassung unvereinbar. Sie ist ein Stück unverdaute Geschichte, und da kann es schon mal heikel werden. Wir erinnern uns an die Sache mit dem Hakenkreuzurteil und daran, dass Rechtsstaat und klarer Menschenverstand sich ergänzen können. Aber nicht müssen.

Wir entscheiden uns also, das Motiv auf die schwarze Liste zu setzen. Wir telefonieren mit dem Shop-Partner. Der analysiert kurz die Lage. Typ Profi. Unkomplizierte Übereinkunft: das Motiv wird gelöscht.

Hier wäre diese Geschichte im wirklichen Leben zu Ende gewesen!

"Springer jagt gerade die RAF!"

schreckt es uns aus den Sitzen hoch. Sicher würde der publizistische Panzer der Gerechtigkeit jetzt auch uns überrollen. Die Taktik wird festgelegt. "Einigeln. Leugnen. Keinerlei Äußerung dieses Vorfalls". Wir buchen die Flüge nach Kuba und schalten den Server ab. "Ich erwarte, dass ihr dieses Geheimnis mit Eurem Leben sichert!" wird kollektiv in der Propaganda-Abteilung beschlossen. Wir hechten unter die Tische. Doch der Fehlerpirat vergißt eine Leitung. Einer kommt durch. Das Telefon klingelt.

BZ"Sind die Springer?" Unterm Tisch: "Ja!"Wir stellen uns. Es gibt allerdings nix mehr groß zu holen. Der Shop ist ja bereits leer gefischt, niemand wurde verletzt und Steuern wurden auch nirgendwo hinterzogen. Hartz IV spielt keine Rolle und Eisbär Knut wurde auch nicht bedruckt oder zum Bettvorleger gemacht. Die BZ dreht glücklicherweise ab. 

Das Telefon klingelt erneut. Spiegel. Seriöse Fragen. Seriöse Antworten. Keine Story. Spiegel dreht auch ab.

Das Telefon klingelt. Süddeutsche Zeitung. Seriöse Fragen mit der Vorahnung auf keine wirklich explosiven Antworten. Keine Story. Die SZ dreht final ab. Ruhe.

Ein paar Tage RAF live in den Medien vergehen. Spreadshirt taucht nirgendwo auf. Wir können endlich aufatmen. "Die Geschichte ist tot". Wir krauchen unter den Tischen hervor und stellen die Gewehre zurück in den Schrank. Der Begriff Morgen erhält seine alte Bedeutung zurück. Doch tiefere Sinnfragen stellen sich plötzlich. Was war das für ein Typ? Warum scheucht er gleich alle Leute hoch? Sollten wir ihn als PR-Berater einstellen?Es stellt sich heraus, dass der Markenwahnsinnige kein Unbekannter ist. Ein kurzes Googeln ergibt, dass er schon mehrfach aufgetaucht ist, immer in seichtem Fahrwasser rund um die Abmahnwelle. Ein 2.0-Sympathisant wie er im Buche steht. Für uns ist der Fall abgeschlossen. Jetzt geht es tatsächlich wieder um's Tagesgeschäft. 

 

In der nächsten Folge von Geschmacklos sehen wir ein Beispiel, warum die Franzosen neben Foie Gras generell in Geschmacksfragen wenig zimperlich sind - und im Ernstfall die Sache mit Humor nehmen.




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