Spreadshirt´s International Blogs:

Hallo zusammen,

Dies ist der offizielle Spreadshirt-Blog. Hier gibt es News und Partnerinfos direkt aus dem Spreadshirt-Hauptquartier. Wir freuen uns über deine Beteiligung. Bei Spreadshirt kannst du T-Shirts individuell gestalten, kostenlos einen Shop betreiben oder den Marktplatz mit deinen Designs füttern.

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Archive for April, 2007



Freitag? Feierabend!

Letzte Prioritäten?

 

 

Ein durchschnittlicher Arbeitsplatz irgendwo in Deutschland vor den Brückentagen…

Beleidigung, Satire und/oder freie Meinungsäußerung?

Wir haben bereits mehrfach hier berichtet, dass sich das (insbesondere deutsche) Recht manchmal ein wenig “schwierig” verhält. Das T-Shirt wird dort weniger als Medium wahrgenommen und rangiert auf einer Ebene mit Bonbonherstellern oder Orangensaftfabrikanten, die was auf ihre Verpackung drucken wollen. Schwierig für Markenrechtsverletzung. Noch eine Stufe härter wird es, wenn man da jetzt drauf schreiben würde: Blöder Horst, Dieter geh mir nicht auf den Sack, oder kleine Kätzchen sind süss (zum Nachtisch). Weil da kommt unter Umständen gleich jemand und fasst das als Beleidigung auf. Horst ist nicht immer gleich ein blöder Sack, und ein T-Shirt hat nur selten seinen Chefredakteur, ViSdP, ausgewiesene Glossenspezialisten dabei, die im Zweifel die Birne (und den Geldbeutel) hinhalten. Wer in solchen Sachen unbeleckt ist, mag nur mal kurz nach “Soldaten sind Mörder” oder “Tötet Onkel Dittmeyer”, Waschbrettkopf (personal favourite!) und “Was darf Satire” suchen, nur soviel: es tun sich Abgründe auf.

Und so haben auch in dieser Woche unsere Service-Mitarbeiter fleißig euren Rücken frei gehalten, und dabei unter anderem offensichtlich ein Motiv abgeschmettert, das derzeit sehr, umm … sagn wir mal: “heiß im Rennen” ist. Nun ist es aber so, dass das Motiv zwar für viele (auch hier!) den Nagel auf den Kopf trifft, aber je nach Gusto ganz unterschiedlich, teilweise auch ganz einfach als Beleidigung ausgelegt werden kann. Je nachdem, wo man steht.
Von manchen wurde uns nun vorgeworfen, wir würden unser Gesicht verlieren, “vorauseilend kuschen”. Nun, ich denke nicht dass wir vor irgendjemandem kuschen, wenn es darum geht unsere Meinung kundzutun. Aber leider hängt da immer ein Rattenschwanz hinten dran, denn in der Tat haben wir in der Vergangenheit manchmal schon hinterher die Rechnung dafür zahlen müssen, weil eine Gegenpartei uns - und entsprechend den Shoppartner - dafür abmahnte, wenn ein Motiv ein bisschen den Ton verfehlte.

Daher bitten wir es zu entschuldigen, wenn wir bei ganz kniffligen Fällen eine kleine “Revisionsschleife” drehen müssen, bevor wir es in einem Shop veröffentlichen. Wie in diesem Fall. Hier haben wir nach kurzer Diskussion unsere Entscheidung wieder rückgängig gemacht, und stehen dazu: manchmal muss man auch als “Corporate Citizen” Rückgrat beweisen, selbst wenn es unter Umständen udn je nach Auslegung gegen das Gesetz verstoßen kann. Nachtigall bleib stumm und ich hoffe, das wird jetzt kein Boomerang.
Ich möchte diesen Beitrag daher nochmals zu zweierlei persönlicher Meinungsäußerungen nutzen: Erstens glaube ich, dass man seine Meinung, einen Protest auf sehr vielfältige und kreative Weise kund tun kann - ohne gleich die Grenzen auszuloten und hinterher monetär verarmt zu sein. Zum zweiten habe ich neulich ein wunderbares Zitat auf einem T-Shirt entdeckt, das ich euch nicht vorenthalten möchte: “Censorship - society’s lack of confidence in itself.” (Danke, Jana :))

Kicker has entered the building

 

"Kicker", die Bibel der Fußball-Verfolger, hat jetzt einen Fan-Shop, bei ähh, bei.. 

Do the Dance

Musikkultur und T-Shirt gehört zusammen. Aus diesem Grund sponsern wir nicht nur wie gehabt das feine Leipziger Festival “Le Popup” (again mit .. äh .. ungewöhnlichen Lanyards), sondern zelebrieren auch Dienstagnachmittags Funk. Hierlang:

Hätte ich einen Wunsch frei würd ich sagen: kann ich bitte das “orgy” T-Shirt haben??

Danke, Ivy - you made my day.

anton-von-rueden-im-gesprach

Anton von Rueden im Gespräch

Seit 01.04.2007 ist Anton von Rueden Leiter der Produktionsstätten in Taucha, Legnica und Greensburg. Der charismatische vormalige Ebay-Manager sollte sich auf der letzten Vollversammlung den Mitarbeitern vorstellen, kam 45 Minuten zu spät. Kein Problem: mit seinem fulminanten, informativen und hochamüsanten Vortrag erreichte er hohe Lachpegel und hatte die Zuhörer von der ersten Sekunde auf seiner Seite. Was Anton bei Spreadshirt vorhat, warum er ein Jahr gefaulenzt hat und was es mit der Spreadshirt Bass Band auf sich hat, verrät er im Interview..

Continue reading ‘Anton von Rueden im Gespräch’

Blick hinter die Kulissen: Wie viele Hände pro Shirt?

Preisfrage: Wie werden Spreadshirts eigentlich hergestellt? Alles voll auf 2.0, ein Universalreplikator, ein roter Knopf, und hinten kommt das fertige T-Shirt raus oder wie? Hier ein kleiner Videobeitrag, was hier Tag für Tag, Shirt für Shirt wirklich passiert:

Musik mit freundlicher Genehmigung von Los Campesinos.

Julia & Julia

Wenn man den Spreadshirt-Nordwest-Flur durchquert, schaut man in ein belebtes, belustigtes Terrarium: Carsten hat seine Brille falschrum auf, Ben steuert seinen ferngelenkten Hubschrauber ins Dekollete der allgegenwärtigen Putzfrau Beeck und Camille lacht herzlich, ohne dass jemand einen Witz gemacht hat: willkommen im Grafik-Hauptquartier! Hier arbeiten auch die beiden Julias, für die ein erneuter Blick durch die Scheibe lohnt.. Continue reading ‘Julia & Julia’

Bio-Shirts (nicht nur) zum Earth Day

Die grüne Welle schwappt durch die Textil-Branche: zum Earth Day 2007 führt Spreadshirt vier neue Shirts („Organic“) sowie ein Baby-Shirt aus zertifiziert ökologischem Anbau. Wer bei Bio-Kleidung zuerst an Jute und Grob-Strick denkt, liegt falsch: flauschig weich, in vier Farben und von gewohnt hoher Verarbeitungsqualität, sind die Neuen von Continental Clothing bzw. American Apparel kaum von ihren Geschwistern aus herkömmlichem Anbau zu unterscheiden. Zum Bio-Shirt passt die Spendierhose: Vom 16. April bis zum 16. Mai spenden wir drei Euro pro verkauftem Hemd an den Verein Earth Day International. Das gespendete Geld kommt Aufklärungs- und Schutzprojekten zugute, mehr dazu später. Nun vertrauen wir auf die Nachfrage und darauf, dass die Unternehmensberatung Roland Berger recht behält und die Öko-Branche bis 2030 zur größten deutschen Branche avanciert. Ziel des ökologisch reformierten Baumwoll-Anbaus: Pestizide vermindern und Wasser sparen.

Kurz vor dem Start der Aktion wurde hier noch über die Verwirrung bezüglich der Begriffe diskutiert: sind das nun organische Shirts (aus Moos?), Bio-Shirts, Vollwert-Shirts, Shirts von glücklichen, selbstbestimmten und emanzipierten Gossypium-Pflänzchen? Oder gar aus biologisch-organisch-ökologisch auf das Nachhaltigste vorauschauendem Landbau? Werden die Pflanzen behutsam von Waldorf-Schülern mit Mineralwasser besprenkelt, singen indianische Muttis Fruchtbarkeits-Songs, während der Herbstwind die Fäden vom Samen herabstreichelt?

Um ehrlich zu sein: Wir wissen es nicht, vertrauen aber auf die Zertifizierung der Baumwolle. Das erledigen übrigens das United States Department of Agriculture sowie die World Control Union mit ihrem Standard Organic Exchange 100. Beide Standards basieren auf offizieller Gesetzgebung, nämlich dem USDA-National Organic Program sowie der EU- Richtlinie 2092/91.

Tatsächlich ist das Bewusstsein für Nachhaltigkeit („Sustainability“) bei Bekleidung noch nicht besonders ausgeprägt. Es wandert ja tendenziell von innen nach außen: Nahrung hat Prio 1, dann kommt Kosmetik, dann erst Bekleidung. Dabei ist gerade der Baumwollananbau ein heikles Thema, die vielen Fertigungsstufen zwischen Faden und T-Shirt erforden wiederholte Überprüfung. Und natürlich muss man daher aufpassen, dass unsere Aktion nicht zum bloßen Waveboarding auf der Öko-Welle wird (was man ja schon aus der Bierwerbung und von Schokoladenfabrikanten kennt). Aus diesem Grund sehen wir sie als Auftakt unseres Engagements und denken auch über weitere Themen nach, wie z.B. Recycling unserer Druckfolien (auch wenn Flex und Flock materiell gesehen nur einen kleinen Teil des T-Shirts ausmachen). Wir halten Euch auf dem Laufenden.

 

Spiesser: Vorurteile gibts auch jetzt am Kiosk!

Kleiner Wink mit dem Spiegel-Online Pfahl: Das Dresdner Jugendmagazin Spiesser hat in seiner März-Ausgabe das Thema Vorurteile: "Was Ossis über Wessis denken"  und umgekehrt aufgegriffen. Mit den Zitaten und Illustrationen sind sie heute zurecht auf Deutschlands Online Bild-Zeitung dem Spiegel gelandet. Glückwunsch, und: Danke für die coolen Shirts am Spiesser Kiosk. Ich könnte als Exilschwabe jetzt sicher ein paar wirklich wertvolle Ergänzungen in Sachen Wessis über Ossis beisteuern, aber ich glaube ich halte es getreu dem etwas einfacheren Motto: "Sags mit T-Shirts!"

Geschmacksfrage II

Le dessous des cartes.

Wie versprochen gibt es heute den zweiten Teil unserer kleinen Geschmacklosreihe. Denn vor kurzem hat ein LaFraise-Motiv gewonnen, das besonders ist. Auf den ersten Blick nicht besonders originell und auf den zweiten besonders geschmacklos. Aber auch besonders erfolgreich. Weil es eine besondere Doppelebene hat. Was ist also so besonders an "Homer m'a tuer!"?

Sehen wir uns das Motiv einmal genauer an  "Homer m'a tuer!" bedeutet soviel wie "Homer hat mich umgebracht!". Aha! Vom Donut erschlagen. Hühü. Na ja. Is nich der Kracher, aber nun gut. Welcher Homer könnte wohl gemeint sein? Der Klassiker? Wohl eher nicht. Solange keine hohlbäuchigen Pferde mit einem Rudel kriegshungriger Griechen drin auftauchen, wird der's wohl nicht gewesen sein. Zählen wir also 1 und 1 zusammen. Homer, Donut, gelbe Haut. Okay. Zugegeben, das ganze ist ein Railgrind auf dem Geländer des Urheberrechts. Aber wie beim großen Vorbild, gleitet auch unser Motiv mit einem Schnarzen auf der Kante, ohne das Konstrukt zum Einstürzen zu bringen.Jetzt kommen die Details. Zunächst einmal bemerkenswert ist der Umstand, dass die Überschrift der eindeutig französischen Botschaft mit einem H beginnt. Was aber im Grunde egal ist, da die Franzosen ihr Asch eh nicht ausprechen können. Oder wollen. Dies führt im Alltag zu charmanten Sprachirritationen und öffnet doppeldeutigen Wortspielen Tor und Hof.So wird zum Beispiel aus Holland Olland und aus Hose Ose. Das klingt erst mal putzig, hällt sich mit Doppeldeutung allerdings noch zurück. Aus unserem kleinen Spruch kann aber folglich auch sehr schnell "Omar m'a tuer!" werden. Und jetzt wird es wirklich spannend. Szenenwechsel.Am 23. Juni 1991 wird die 65jährige Frau Ghislaine Marchal in Mougins, einer Stadt im Südwesten von Frankreich, umgebracht. In der Mittagspause. Ghislaine hatte sich kurz vor um 12 Uhr telefonisch mit Freuden zum Essen verabredet. Als diese um 13:30 Uhr immer noch nicht auftaucht, beginnen sich ihre Freunde langsam zu sorgen.Ihr Gärtner hatte dabei am selben Tag seine Arbeitszeit zufällig auf jene ominösen Stunden gelegt, was jedoch außer Ghislaine Marchal niemand wußte. Sein Name: Omar Raddad.Als man die durch einen Messerstich getötete Leiche von Ghislaine Marchal in einem verschlossenen Keller findet, steht mit Blut an der Wand geschrieben "Omar m’a tuer!". Geschrieben vom Opfer mit ihrer Hand, an der noch das Blut klebt. Seltsamerweise ist dieser Satz grammatikalisch jedoch falsch, da es eigentlich tué heißen müsste. Und solche Fehler hatte Madame Marchel nie gemacht. Es nähren sich also hier bereits erste Zweifel an der einfachsten Version - das Opfer selbst habe diesen Satz an die Wand geschrieben, um den Mörder zu enttarnen.Omar wird trotzdem erst einmal festgenommen und des Mordes angeklagt. Als Täter kommen jedoch auch andere Personen in Frage. So hat zum Beispiel der Sohn von Ghislaine Marche ein sehr schlechtes Verhältnis zu seiner Mutter. Und auch der Mann der Putzfrau reiht sich in den Täterkreis ein. Einen tut sie das Motiv: schnöder Mamon. Doch Omar "Geschichte" ist einfach besser.Also versucht die Justiz diese Version durchzudrücken. Graphologen untersuchen die blutige Schrift genau.Die Schriftprobe ergibt dabei lediglich eine Übereinstimmung von 60% zwischen Wand und der von Ghislaine Marchel. Trotzdem wird dies als Beweis gewertet. Dazu konzipiert man um Omar herum eine Beweiskette anhand der selbst James Bond vor Neid erblasst wäre. Omar wird also 1994 zu 18 Jahren Kerker verknackt.Der ganze Vorfall löst aufgrund der dubiosen Beweislage einen riesigen Justizskandal aus, der in den Medien massiv breit getreten wird. So vermutet man in Omar ein reines Bauernopfer, um die Sache vom Tisch zu bekommen. Rassistische Vorwürfe werden laut, bei dem sich der muslimische Teil der Bevölkerung Frankreichs verraten sieht. Sogar der König der ehemaligen französischen Protektorates Marokko meldet sich zu Wort.Omar selbst tritt in den Hungerstreik, um seine Unschuld zu untermauern. 1996 nimmt sich Präsident Chirac der Sache an und reduziert die Strafe von Omar auf vier Jahre und acht Monate, weshalb dieser im Jahre 1998 wieder frei kommt.Im Jahre 2000 werden die Untersuchungen wieder aufgenommen. Dabei stellt man fest, dass die Schrift wahrscheinlich nicht die des Opfers ist. Auschließen könne man dies allerdings auch nicht. Was die Sache aber jetzt noch dubioser macht: Die Hand, mit der geschrieben wurde, ist nicht die des Opfers.2001 findet man heraus, dass das Ganze mit einer Hand geschrieben wurde, deren genetischer Abdruck zweifelsfrei nicht der von Ghislaine Marchal ist. Wem sie allerdings dafür gehört, das findet man nicht heraus.Am Ende bleibt ein Justizskandal, bei dem ein Unschuldiger als Mörder vier Jahre im Gefängnis sitzt. Eine Opfer ohne Täter. Und Beweise, die nur beweisen, das nichts bewiesen ist.

 

Wäre das jetzt eine Arte-Sendung, würde ich auf die französischen Bücher verweisen, die zu diesem Thema erschienen sind. So widmet zum Beispiel "Crimes d'état: La omédie judiciaire" von Jaques Vergès dem Thema ein Kapitel. Auf Deutsch gibt es leider keine Veröffentlichungen. Trotzdem ist der Vorfall in Frankreich dermaßen populär, dass auch das LaFraise Shirt "Homer m'a tuer" eines der am schnellsten verkauften aller Zeiten wurde. Es beweist zudem: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Was uns wieder zur ersten Zeile unserer kleinen Wanderung zum Thema Geschmacksfrage führt:

Des einen Leid, ist des anderen Freud.




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    • somewhere, over the rainbow...

    • 3 color abstract style. Hope you like it!


    • just a thought :)

    • :-)


    • Just a little silly design. I watched Aardmans' "The curse of the were-rabbit" a few days ago and this is my version of a were-rodent :) Hope you like !

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