Letzte Prioritäten?

Ein durchschnittlicher Arbeitsplatz irgendwo in Deutschland vor den Brückentagen…
Dies ist der offizielle Spreadshirt-Blog. Hier gibt es News und Partnerinfos direkt aus dem Spreadshirt-Hauptquartier. Wir freuen uns über deine Beteiligung. Bei Spreadshirt kannst du T-Shirts individuell gestalten, kostenlos einen Shop betreiben oder den Marktplatz mit deinen Designs füttern.
Letzte Prioritäten?

Ein durchschnittlicher Arbeitsplatz irgendwo in Deutschland vor den Brückentagen…
Wir haben bereits mehrfach hier berichtet, dass sich das (insbesondere deutsche) Recht manchmal ein wenig “schwierig” verhält. Das T-Shirt wird dort weniger als Medium wahrgenommen und rangiert auf einer Ebene mit Bonbonherstellern oder Orangensaftfabrikanten, die was auf ihre Verpackung drucken wollen. Schwierig für Markenrechtsverletzung. Noch eine Stufe härter wird es, wenn man da jetzt drauf schreiben würde: Blöder Horst, Dieter geh mir nicht auf den Sack, oder kleine Kätzchen sind süss (zum Nachtisch). Weil da kommt unter Umständen gleich jemand und fasst das als Beleidigung auf. Horst ist nicht immer gleich ein blöder Sack, und ein T-Shirt hat nur selten seinen Chefredakteur, ViSdP, ausgewiesene Glossenspezialisten dabei, die im Zweifel die Birne (und den Geldbeutel) hinhalten. Wer in solchen Sachen unbeleckt ist, mag nur mal kurz nach “Soldaten sind Mörder” oder “Tötet Onkel Dittmeyer”, Waschbrettkopf (personal favourite!) und “Was darf Satire” suchen, nur soviel: es tun sich Abgründe auf.
Und so haben auch in dieser Woche unsere Service-Mitarbeiter fleißig euren Rücken frei gehalten, und dabei unter anderem offensichtlich ein Motiv abgeschmettert, das derzeit sehr, umm … sagn wir mal: “heiß im Rennen” ist. Nun ist es aber so, dass das Motiv zwar für viele (auch hier!) den Nagel auf den Kopf trifft, aber je nach Gusto ganz unterschiedlich, teilweise auch ganz einfach als Beleidigung ausgelegt werden kann. Je nachdem, wo man steht.
Von manchen wurde uns nun vorgeworfen, wir würden unser Gesicht verlieren, “vorauseilend kuschen”. Nun, ich denke nicht dass wir vor irgendjemandem kuschen, wenn es darum geht unsere Meinung kundzutun. Aber leider hängt da immer ein Rattenschwanz hinten dran, denn in der Tat haben wir in der Vergangenheit manchmal schon hinterher die Rechnung dafür zahlen müssen, weil eine Gegenpartei uns - und entsprechend den Shoppartner - dafür abmahnte, wenn ein Motiv ein bisschen den Ton verfehlte.
Daher bitten wir es zu entschuldigen, wenn wir bei ganz kniffligen Fällen eine kleine “Revisionsschleife” drehen müssen, bevor wir es in einem Shop veröffentlichen. Wie in diesem Fall. Hier haben wir nach kurzer Diskussion unsere Entscheidung wieder rückgängig gemacht, und stehen dazu: manchmal muss man auch als “Corporate Citizen” Rückgrat beweisen, selbst wenn es unter Umständen udn je nach Auslegung gegen das Gesetz verstoßen kann. Nachtigall bleib stumm und ich hoffe, das wird jetzt kein Boomerang.
Ich möchte diesen Beitrag daher nochmals zu zweierlei persönlicher Meinungsäußerungen nutzen: Erstens glaube ich, dass man seine Meinung, einen Protest auf sehr vielfältige und kreative Weise kund tun kann - ohne gleich die Grenzen auszuloten und hinterher monetär verarmt zu sein. Zum zweiten habe ich neulich ein wunderbares Zitat auf einem T-Shirt entdeckt, das ich euch nicht vorenthalten möchte: “Censorship - society’s lack of confidence in itself.” (Danke, Jana :))
"Kicker", die Bibel der Fußball-Verfolger, hat jetzt einen Fan-Shop, bei ähh, bei..
Musikkultur und T-Shirt gehört zusammen. Aus diesem Grund sponsern wir nicht nur wie gehabt das feine Leipziger Festival “Le Popup” (again mit .. äh .. ungewöhnlichen Lanyards), sondern zelebrieren auch Dienstagnachmittags Funk. Hierlang:
Hätte ich einen Wunsch frei würd ich sagen: kann ich bitte das “orgy” T-Shirt haben??
Danke, Ivy - you made my day.

Seit 01.04.2007 ist Anton von Rueden Leiter der Produktionsstätten in Taucha, Legnica und Greensburg. Der charismatische vormalige Ebay-Manager sollte sich auf der letzten Vollversammlung den Mitarbeitern vorstellen, kam 45 Minuten zu spät. Kein Problem: mit seinem fulminanten, informativen und hochamüsanten Vortrag erreichte er hohe Lachpegel und hatte die Zuhörer von der ersten Sekunde auf seiner Seite. Was Anton bei Spreadshirt vorhat, warum er ein Jahr gefaulenzt hat und was es mit der Spreadshirt Bass Band auf sich hat, verrät er im Interview..
Preisfrage: Wie werden Spreadshirts eigentlich hergestellt? Alles voll auf 2.0, ein Universalreplikator, ein roter Knopf, und hinten kommt das fertige T-Shirt raus oder wie? Hier ein kleiner Videobeitrag, was hier Tag für Tag, Shirt für Shirt wirklich passiert:
Musik mit freundlicher Genehmigung von Los Campesinos.

Wenn man den Spreadshirt-Nordwest-Flur durchquert, schaut man in ein belebtes, belustigtes Terrarium: Carsten hat seine Brille falschrum auf, Ben steuert seinen ferngelenkten Hubschrauber ins Dekollete der allgegenwärtigen Putzfrau Beeck und Camille lacht herzlich, ohne dass jemand einen Witz gemacht hat: willkommen im Grafik-Hauptquartier! Hier arbeiten auch die beiden Julias, für die ein erneuter Blick durch die Scheibe lohnt.. Continue reading ‘Julia & Julia’

Die grüne Welle schwappt durch die Textil-Branche: zum Earth Day 2007 führt Spreadshirt vier neue Shirts („Organic“) sowie ein Baby-Shirt aus zertifiziert ökologischem Anbau. Wer bei Bio-Kleidung zuerst an Jute und Grob-Strick denkt, liegt falsch: flauschig weich, in vier Farben und von gewohnt hoher Verarbeitungsqualität, sind die Neuen von Continental Clothing bzw. American Apparel kaum von ihren Geschwistern aus herkömmlichem Anbau zu unterscheiden. Zum Bio-Shirt passt die Spendierhose: Vom 16. April bis zum 16. Mai spenden wir drei Euro pro verkauftem Hemd an den Verein Earth Day International. Das gespendete Geld kommt Aufklärungs- und Schutzprojekten zugute, mehr dazu später. Nun vertrauen wir auf die Nachfrage und darauf, dass die Unternehmensberatung Roland Berger recht behält und die Öko-Branche bis 2030 zur größten deutschen Branche avanciert. Ziel des ökologisch reformierten Baumwoll-Anbaus: Pestizide vermindern und Wasser sparen.
Kurz vor dem Start der Aktion wurde hier noch über die Verwirrung bezüglich der Begriffe diskutiert: sind das nun organische Shirts (aus Moos?), Bio-Shirts, Vollwert-Shirts, Shirts von glücklichen, selbstbestimmten und emanzipierten Gossypium-Pflänzchen? Oder gar aus biologisch-organisch-ökologisch auf das Nachhaltigste vorauschauendem Landbau? Werden die Pflanzen behutsam von Waldorf-Schülern mit Mineralwasser besprenkelt, singen indianische Muttis Fruchtbarkeits-Songs, während der Herbstwind die Fäden vom Samen herabstreichelt?
Um ehrlich zu sein: Wir wissen es nicht, vertrauen aber auf die Zertifizierung der Baumwolle. Das erledigen übrigens das United States Department of Agriculture sowie die World Control Union mit ihrem Standard Organic Exchange 100. Beide Standards basieren auf offizieller Gesetzgebung, nämlich dem USDA-National Organic Program sowie der EU- Richtlinie 2092/91.
Tatsächlich ist das Bewusstsein für Nachhaltigkeit („Sustainability“) bei Bekleidung noch nicht besonders ausgeprägt. Es wandert ja tendenziell von innen nach außen: Nahrung hat Prio 1, dann kommt Kosmetik, dann erst Bekleidung. Dabei ist gerade der Baumwollananbau ein heikles Thema, die vielen Fertigungsstufen zwischen Faden und T-Shirt erforden wiederholte Überprüfung. Und natürlich muss man daher aufpassen, dass unsere Aktion nicht zum bloßen Waveboarding auf der Öko-Welle wird (was man ja schon aus der Bierwerbung und von Schokoladenfabrikanten kennt). Aus diesem Grund sehen wir sie als Auftakt unseres Engagements und denken auch über weitere Themen nach, wie z.B. Recycling unserer Druckfolien (auch wenn Flex und Flock materiell gesehen nur einen kleinen Teil des T-Shirts ausmachen). Wir halten Euch auf dem Laufenden.
Kleiner Wink mit dem Spiegel-Online Pfahl: Das Dresdner Jugendmagazin Spiesser hat in seiner März-Ausgabe das Thema Vorurteile: "Was Ossis über Wessis denken" und umgekehrt aufgegriffen. Mit den Zitaten und Illustrationen sind sie heute zurecht auf Deutschlands Online Bild-Zeitung dem Spiegel gelandet. Glückwunsch, und: Danke für die coolen Shirts am Spiesser Kiosk. Ich könnte als Exilschwabe jetzt sicher ein paar wirklich wertvolle Ergänzungen in Sachen Wessis über Ossis beisteuern, aber ich glaube ich halte es getreu dem etwas einfacheren Motto: "Sags mit T-Shirts!"
Le dessous des cartes.

Wie versprochen gibt es heute den zweiten Teil unserer kleinen Geschmacklosreihe. Denn vor kurzem hat ein LaFraise-Motiv gewonnen, das besonders ist. Auf den ersten Blick nicht besonders originell und auf den zweiten besonders geschmacklos. Aber auch besonders erfolgreich. Weil es eine besondere Doppelebene hat. Was ist also so besonders an "Homer m'a tuer!"?

Wäre das jetzt eine Arte-Sendung, würde ich auf die französischen Bücher verweisen, die zu diesem Thema erschienen sind. So widmet zum Beispiel "Crimes d'état: La omédie judiciaire" von Jaques Vergès dem Thema ein Kapitel. Auf Deutsch gibt es leider keine Veröffentlichungen. Trotzdem ist der Vorfall in Frankreich dermaßen populär, dass auch das LaFraise Shirt "Homer m'a tuer" eines der am schnellsten verkauften aller Zeiten wurde. Es beweist zudem: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Was uns wieder zur ersten Zeile unserer kleinen Wanderung zum Thema Geschmacksfrage führt:
Des einen Leid, ist des anderen Freud.