
Thomas Abraham (42) ist für die ganz schweren Maschinen zuständig. Wenn er von Server-Clustern spricht, hat man das Gefühl, ein passionierter KFZ-Mechaniker beschreibt den Klang eines Ferraris. Dabei kann der gebürtige Rostocker, studierte Germanist und Besitzer eines verehrungswürdigen Leder-Chucks-Paares noch ganz andere Geschichten auftischen. Ein Universalist im Interview.

Mit Thomas reden, ist wie mit Vati reden. Was er sagt, hat Gewicht in einer Bande von Twens. Er spricht angenehm, non-konfrontativ, aber bestimmt. Dabei hat er einiges durchgemacht. In der Schule fiel er durch Verweigerung des Wehrkunde-Unterrichts auf. Auch die Stasi führte Buch über sein Tun (Vorgang “Apostat”=Abtrünniger). Einzige Option, die ihm auf der Uni damals blieb: Theologie studieren. Nach der Wende sattelt er dann um auf Germanistik, entdeckt aber bald seine Leidenschaft für die schweren Maschinen und versorgt seine vierköpfige Familie zunehmend mithilfe seines Privatservers und kleineren Hosting Jobs.
Thomas, in der DDR waren Computer lange Mangelware. Hast Du Dich damals schon für das Thema interessiert?
Meine erste Begegnung war mit dem Commodore 64 eines Freundes, der in Einzelteile zerlegt nach dem Vietcong-Panzer Prinzip über die deutsch-deutsche Grenze geschmuggelt wurde.
Wahnsinn. Du bist mit 42 Jahren der zweitälteste Mitarbeiter, nur Uwe ist ein paar Wochen älter. Wie bist Du zu Spreadshirt gekommen?
Ich habe ein Zeitlang, während des “Bildungbooms” nach der Wende, an Privatschulen unterrichtet. Einer meiner Schüler hat damals ein Praktikum hier gemacht und mir Spreadshirts Jobangebot weitergeleitet. Das war im März 2004 und ich bin hier dankbar hängen geblieben.
Was reizt Dich an Spreadshirt?
Ich kann hier meine Leidenschaft für schwere Maschinen austoben und weitgehend autonom arbeiten. Da sich Interesse und Beruf so stark decken, macht es mir nichts aus, 45 bis 50 Stunden die Woche einzulegen. Allerdings habe ich noch nicht entschieden, ob die Serveranfragen, die mir mitten in der Nacht dank des hervorragenden Einsatzes unseres Mitarbeiters Kühnel automatisch per SMS zugehen, eine Verbesserung meines Workflows sind oder nicht.
Das Admin Team besteht aus sechs Mitarbeitern, erstmals ist mit Susanne auch eine Frau dabei. Trotzdem werden noch Mitarbeiter gesucht. Was muss ein Spreadshirt-Admin können?
Lernen. Neugier ist die Triebfeder seiner Handlungen, dazu zählt das selbstständige Erschließen von Informationen im Internet. Außerdem braucht man ein logisches Grundprofil und sogar eine gewisse Begeisterung für die materielle Seite der Sache: er/sie sollte wissen wolen, wie ein Server von innen aussieht, und sich für dieses unmenschliche, aber faszinierende Räderwerk auch erwärmen. Ich persönlich mag Menschen, die verchiedene Seiten und Interessen haben, und glaube, das ist auch für diesen Job ein Plus. Ach, nicht zu vergessen: ein dickes Fell, emotionale Lastverteilung, ist auch von Vorteil.










Da sieht man’s mal wieder. Jeder flatulierte Mist hier im Blog (es gibt einigen davon ;-)) wird noch und nöcher mit Kommentaren zu geballert. Aber da, wo einer der Menschen mit der spannendsten Lebensgeschichte hier wo gibt, die Hosen runter läÃt, passiert nix.
Rätselhaft und Schade. Wo ist der Feuilleton-Fan-Anteil unserer Leserschaft? Oder macht ein IT-Mitarbeiter mit geistenwissenschaftlichem Hintergrund den Menschen Angst?
Deus Ex Machina!?
Ein ausbleibender Kommentar kann ja auch heiÃen: ich habe bei Ihnen gut gespeist und wünsche nur noch die Rechnung. Das Lob an den Koch wird schnell mal vergessen.
Im schlimmsten Fall interessiert es nicht die Hülsenfrucht, dann schreib ich eben für Dich, Bello!
Gemeinsam treiben wir die Kommentare schon in die Höhe: Aktueller Stand: 2
Thomas, I love you! Aber mit dem Gras, das lernen wir noch.
Tut mir leid, aber ich hätte lieber faule Tomaten und wohlduftende Eier. Dann könnte ich mehr Kommentar abgeben.
Dir fehlt es an wohlduftenden Eiern?
Es tut mir leid, wir sind ein Bekleidungsunternehmen. Bei solchen Problemen solltest Du dich doch wohl eher lieber an deinen Hausarzt wenden.
[Das ist keine medizinische Beratung!]
ein kleiner nachtrag. herr abraham hat zu jugendzeiten mit thomas doll zusammengespiel. nur mal so am rande…
http://www.flickr.com/photo…
Brauch keine Tomaten. Die habt ihr selbst. Der Mann braucht eindeutig ne Aushilfe mehr!
@thomas: wenn das mit dem Doll stimmt und es sich um Fussball und nicht Sandkasten handelte und du dadurch auch nur halb so gut wie Herr Doll spielst, dann schnell anmelden für “Energie Spreadshirt”. Denn das wird wieder ein heisser Sommer! Da wir letzten Jahr in die 4.Liga abgestiegen sind, bleibt uns jetzt nur noch der Aufstieg! Und: es sind gemischte Mannschaften anwesend.
Und für alle Interessierten: http://www.saxliga.de
Ich glaube, dass IT-Trainingsgerät in seiner rechten Hand zeigt sehr gut, dass der zweite Frühling als FuÃballretter noch auf sich warten lassen wird.
“Da sieht man’s mal wieder. Jeder flatulierte Mist hier im Blog (es gibt einigen davon ;-)) wird noch und nöcher mit Kommentaren zu geballert. Aber da, wo einer der Menschen mit der spannendsten Lebensgeschichte hier wo gibt, die Hosen runter läÃt, passiert nix.
Rätselhaft und Schade. Wo ist der Feuilleton-Fan-Anteil unserer Leserschaft? Oder macht ein IT-Mitarbeiter mit geistenwissenschaftlichem Hintergrund den Menschen Angst?
Deus Ex Machina!?”
naja.. kann man kaum auf sich sitzen lassen..
stiftet ihm ein t-shirt mit der aufschrift: “mich kann man mieten” hab gerade extremsten bedarf!!! mein gefährliches halbwissen reicht im moment leider nicht für einen umzug einer 13mb groÃen mysql datei in eine neue datenbank, welche weit entfernt auf einem neuen server lagert.. warum stellt man die server nicht alle in eine groÃe halle?? ich wünsche mir ferngesteuerte techniker die auf meine bitte hin mit einem usb-stick von a nach b laufen und meine daten sicher an die von mir gewünschte stelle transportieren..
juhu es folgt der aufschrei!!! aber egal.. wenn die halle abbrennt hab ich endlich meinen frieden und wir können alle gemeinsam ein “neues” internet bauen…
glück auf
Da das Internet ja im weitesten Sinne als selbstorganisierend durchgeht, darf ich den Wunsch “ein neues Internet zu bauen” also unter die Rubrik “Machtergreifungen” hier im Blog abhaken.
Aber keine Angst, in 20 Jahren warten sich die Machinen selbst, Leute wie unser Admin beerben Thomas Doll im Bundestraineramt und das Internet findet unter Ausschluss der Ãffentlichkeit statt.
AuÃer natürlich die Second-Life-Kreaturen. Die haben bis dahin die Türen ihrer MenschennaÃzellen zugemauert und existieren fortan nur noch mit Neo und Donkey Kong in der Matrix.
Phoo Cool!!! Du hörst Mando Diao!?! Die beste Band der Welt;-) Weiter so!!!