Archive for March, 2007

geek-shirts-hot

Geek Shirts (hot!)

SXSW (<- South by Southwest) ist ja bekanntermaßen sowas wie Transmediale, Fantasy Filmfestival, Sziget, errrm Sonar und CCC-Congress in einem. Bloß halt in Austin, Texas, USA. Und n büschen größer. Daher gibt es hier auch die heißesten Geekshirts:

zusammengesammelt vom smith magazine, aufgegabelt bei Nerdcore.

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Abgeschossen

 

Der Winter geht, Neues entsteht. Doch damit auch Platz im Regal frei wird, müssen vorher ein paar alte Produkte weichen. Natürlich wird dabei nicht mit der Holzhammermethode vorgegangen. Wer sich verabschieden muss, entscheiden in der Regel die Verkaufszahlen. Ein konstruktives Misstrauensvotum der Shop-Partner in der Jahresumfrage erleichtert dann den Abschied. Und in Kombination sind sie ein garantiert tödliches Pärchen. Dieses Jahr hat es fünf Sachen erwischt:- Kalender- Mousepad- Puzzle- Rucksack- WanduhrSie werden den nächsten Herbst bei Spreadshirt nicht mehr erleben. Von Euch nie geliebt, von uns auch nicht mehr Kern der Sache (Stichwort Aparrel Platform), mußten sie am Ende die Schuld übernehmen. Um es im Currywurstbudenslang klip und klar zu sagen:

Der Kalender ist bereits komplett aus. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass Mitte März nicht mehr wahnsinnig viele den 2007er Kalender auf dem Wunschzettel haben. Rucksack und das Mousepad gibt es noch so lange der Vorrat reicht. Eine winzige Restmenge von Verbliebenen wartet also auf ein neues Heim.Nur Puzzle und Wanduhr bekommen eine allerletzte Nachlieferung, um die finalen Bedarfsspitzen abzufedern. Denn gerade die Wanduhr erlebt durch ihr Ausscheiden derzeit einen kleinen Popularitätsschub. Die Jungs und Mädels, die sich am Shop-Vorlagen-Gewinnspiel beteiligt haben (dazu später mehr), wissen was ich meine.Habt aber keine Angst! Es bleiben keine Wunden. Denn der der Frühling naht und mit ihm der Sonnenschein. Er wird aufregendere Sachen bringen. American Apparel Short Sleeves für Frauen zum Beispiel. Wenn diese dann richtig getragen werden, fragt eh keiner mehr, wie spät es gerade ist.Was nun genau die Lücken schließen wird, erfahrt Ihr von uns in Kürze. Bis dahin könnt ihr erst einmal im kleinsten Kreise Abschied nehmen.Ach so, bei den Probanden auf dem Photo handelt es sich natürlich um Stunt-Papers. No real objects were hurt at the making of this photo.

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Die LF Ladies Week: Zwischenstand

<%image(lafraise_lw.jpg|280|290|lafraise ladies week)%>
Die Frauenwoche bei Lafraise ist in vollem Gange, hier ein kurzer Zwischenstand: Wir haben …

- knackiche Designs auf Spaghettitop und Hotpants gesehen,
- Missbeans Interpretation über das Internet aufgesogen (es ist “wie ein Schild, das mich vor dem ganzen Testosteron schützt”),
- neidvoll in französische Küchen und stylische Wohnzimmer geblickt,
- bei der ersten Kommentarschlacht im englischen Blog mitgemacht (inkl. Christians phänomenaler Bulimie Zeichnung und Adam Fanclub i.Gr.),
- genug gerätselt, wie wohl kleine Lafraise Kinderchen aussehen

… und natürlich täglich auf die Happy Hour gewartet. So geht das noch weiter, bis Sonntag — dann wird die erste “paneuropäische Frauenwoche” zuende gehen. Und wäre es nicht dieser Blog, in dem ich das ohne Disclaimer schreiben darf, ich würde schreiben: I dig the concept, ich bleib dran und das macht Lust auf mehr!

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Ein Systemadmin packt aus

Thomas Abraham (42) ist für die ganz schweren Maschinen zuständig. Wenn er von Server-Clustern spricht, hat man das Gefühl, ein passionierter KFZ-Mechaniker beschreibt den Klang eines Ferraris. Dabei kann der gebürtige Rostocker, studierte Germanist und Besitzer eines verehrungswürdigen Leder-Chucks-Paares noch ganz andere Geschichten auftischen. Ein Universalist im Interview. weiterlesen ‘Ein Systemadmin packt aus’

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Sterbeanzeige

Nach viel zu kurzer Zeit ging unser seliger Leo, Julias Mann, mein Steckenpferd, unser Maskottchen, den Weg allen Fleisches und segnete das Shirtliche. Möge sein kurzes, aber heroisches Leben den Partisanen im Kampf um eine Reform des deutschen Wortmarkenrechts ein Vorbild sein. Die Beisetzung findet im engsten Kreis statt.

weiterlesen ‘Sterbeanzeige’

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Forum: aktueller Stand

<%image(forum_neu.jpg|450|274|das neue forum?)%>
Nochmal zur Lage in Sachen Forum: wie unschwer zu erkennen sein dürfte, schaffen wir es doch erst nächste Woche mit der Wiedereröffnung. Die Voransicht sieht aber schon ganz gut aus: Alle Sprachen sind vorhanden, unsere Beiträge sind, soweit ich das sehen kann, mindestens bis Ende Februar erhalten und eingespielt. Im Moment ordnen wir noch ein paar der Beiträge den (neuen) Kategorien zu und suchen nach einem etwas besseren Erscheinungsbild. Sind also fast zu 90% fertig. Mehr dann Anfang nächster Woche.

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Lieblings/Reiz Thema: neue Shopvorlage

Ist die neue Shopvorlage ein Fluch oder Segen? Einige Partner haben ja darüber geklagt, dass wir das Ding “unfertig” und zu früh losgelassen haben. Wir gestehen: Dieser Vorwurf ist nicht ganz unbegründet und - je nach Blinkwinkel - sicher richtig. Daher an dieser Stelle wie versprochen mal ein paar Hintergrund-Informationen, warum wir damit rausgekommen sind und wie es weiter geht.

Zum einen haben wir vorerst ohne Zweifel mehr Wert auf die “Grundlage”, auf die (XHTML) Struktur gelegt, als auf eine gut dokumentierte, leicht zugängliche CSS-Vorlage. Es wird bestimmt niemand widersprechen, dass die Grundlage an sich wegweisend ist, weil sie um ein vielfaches flexibler ist und man durch CSS (fast) alles damit anstellen kann. Das ist allerdings auch der Haken: Denn um das ganze richtig auszureizen, sind in der Tat fundierte CSS Kenntnisse notwendig. Die von uns veröffentlichte Vorlage ist mit mehr als 2.200 Zeilen ein schwerer Brocken und definitiv noch keine ideale Basis, um das im “learning by doing” Modus zu erlernen oder mal eben kurz reinzuschnuppern.

Insofern ist die Umstellung in dieser Phase entweder für “Standard”-Shoppartner geeignet, die ein, zwei Häkchen machen wollen, und das teilweise auch getan haben — oder eben für Cracks, die sich ihr eigenes CSS anlegen und ihren Shop so lange noch im alten Layout belassen. Eben diese Shoppartner wollten wir früh ranlassen, weil wir ihnen so viel Zeit zur Umstellung geben wollten wie möglich.

Natürlich, und das bedauern wir, hängen diejenigen, die sich ein bisschen auskennen, die mal eben ein paar Elemente selbst definieren wollen und das CSS im großen und ganzen nur ein wenig anpassen, im Moment noch in der Luft — allerdings nicht für lange!
Denn nach dem ersten positiven wie negativen Feedback sitzen wir bereits an einer Überarbeitung und werden in den kommenden Wochen eine “Version 1.5″ anbieten, in der:

1. das CSS etwas besser “zugänglich” ist, zum Beispiel statt mit einem “Überfile” drei thematische Teile

2. einzelne Sachen auch besser kommentiert und dokumentiert sind, und

3. ein paar zurecht bemängelten Darstellungs-Fehler behoben sind (zum Beispiel sollte das Layout in der Breite flexibel sein, und nicht auf 660 px festgenagelt werden).

Natürlich hoffen wir trotzdem, dass der ein oder andere von euch die neuen Möglichkeiten bereits erkannt hat und seinen eigenen Spreadshop codet, dass uns die Augen schlackern. Bis zur “automatischen” Umstellung der Shops ist es übrigens auch noch eine Weile hin: Das passiert erst Anfang Mai.

Zum Abschluss noch ein paar Linktipps:
Wer sich über CSS informieren und reinfizzeln will, egal ob für jetzt oder für später, dem empfehlen wir das selfhtml Tutorial, und die Web Develepor bzw. Firebug Erweiterungen für den Firefox. Des weiteren haben wir mal ganz schnell noch eine kurze <%media(CSS-dokuv01.pdf|Anleitung)%> zusammengeschoben, die nächste Woche ebenfalls erweitert wird.

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Update Forum: Freitag machen wir wieder auf (?)

Kleines Update in Sachen Forum: Wir haben jetzt einiges geschafft und auf vBulletin umgestellt. Wenn alles gut geht (z.B. mit den unterschiedlichen Sprachen) werden wir am Freitag wieder die Pforten öffnen. Und obwohl die meisten Beiträge gerettet und übertragen sind (danke Jochen und Uli ;)) möchten wir die Gelegenheit nutzen, gleich ein wenig umzustruktieren (das war übrigens auch einer der Gründe, warum wir mit der Umstellung auf vBulletin noch eine Weile warten wollten).

Jedenfalls erinnert ihr euch an die Diskussion darüber, welche Sachen gut sind am Forum, und welche nicht so dolle — und zum Beispiel haben wir ja herausgefunden, dass die Kategorie “Produktvorschläge” wenig Sinn macht, weil wir zwar offen sind für Vorschläge, aber eben nicht jedem Hinweis nachgehen wollen und können, weil es einfach zu viele und unterschiedliche Wünsche gibt. Dafür soll die Rubrik eher allgemeiner “Produkte” getauft werden, weil ihr euch auch aktuelle Infos rund um Produktneuerungen und Lieferengpässe usw. wünscht. Des weiteren denken wir darüber nach, z.B. einen Bereich “Tutorials” aufzunehmen, der die “Marketingtipps” ergänzen soll (und wo z.B. Vektortutorials genauso wie CSS-Tipps gut aufgehoben wären).

Die größte Frage für uns ist derzeit allerdings, was wir aus dem Bereich “Spreadshops” machen — das war die Kategorie am Seitenanfang, das “Sammelbecken”, das insgesamt ein wenig zu breit gefasst war. Ziel ist nach wie vor, dass wir einerseits stärker zwischen “Partner helfen Partner” und andererseits zwischen “Fragen an Spreadshirt” unterscheiden, um es uns und euch ein wenig leichter zu machen den Überblick zu behalten. Falls ihr hierzu Ideen und Meinungen dazu habt, immer her damit. Dafür werde ich im Gegenzug demnächst noch was zum derzeitigen Lieblingsthema Shop-Vorlage schreiben.

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Tschüssi, Forum

Es war ein Abschied auf Raten: Unser Spreadshirt Forum, bzw. die Software dahinter, hat gestern abend endgültig den Geist aufgegeben. Was doppelt traurig ist, denn nach dem Beta-Release des neuen Shoptemplate gab es nicht nur einiges zu diskutieren, sondern auch enormen Zuspruch.
Wie dem auch sei, Tschüssi PunBB. Wir hatten mehr als ein Jahr zusammen, und wir werden dich ein wenig vermissen. Auch wenn wir nun wie geplant, nur etwas eher, auf vBulletin umstellen und das ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Gutes Stichwort: Ich hoffe, wir können bald den Faden wieder jeweils an der Stelle aufnehmen, wo grade diskutiert wurde. Wir melden uns in Kürze wieder.

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Chucky der Mörderschuh

Photo: Lutz Caesar

Es kommt in Schüben. Nicht immer. Aber immer wieder schallt es durch das Forum “Hört doch mal auf Eure Shop Partner!” Es gibt keinen Bereich unseres Geschäfts, bei dem unsere Community kommentarlos die Segel streichen würde. Es gibt immer einen Kniff auszuprobieren. Immer einen Teil des Sortiments zu erweitern. Und das ist auch gut so. Nur geht es unserer Community oft nicht schnell genug. Schnell werden wir der Ignoranz bezichtigt. Nur ist die Umsetzung von Ideen oft gar nicht so einfach. Und Innovationen gehen ab und zu einfach mal daneben. Deshalb gibt es heute mal keine Schöner -Erfolgreicher - Glücklicher - Produktstory, sondern eine Geschichte des Scheiterns. Eine Geschichte, die zeigt, warum jede Art von Produktänderung überlegt sein will und am Ende auch ein breites “Geil” täuschen kann. Eine Geschichte, die für Verständnis werben möchte. Die Geschichte von Chucky dem Mörderschuh.

Keine Angst, Chucky hat niemandem auf dem Gewissen. (Noch nicht). Sein Name ist lediglich billige Effekthascherei. Seine Geschichte allerdings ist wirklich eine Geschichte des Scheiterns. Aber lassen wir Chucky doch selbst zu Wort kommen.

Hallo Chucky, Du liegst jetzt hier schon seit Monaten im HQ herum, aber irgendwie kann keiner etwas mit dir anfangen. Könntest Du uns kurz deine Geschichte erzählen? Ja, klar. Hi erstmal. Meine Name ist eigentlich Black Canvas und wie Du siehst, bin ich ein schwarzer Leinen-Sneakers. Aber alle nennen mich nur Chucky.

Du erinnerst mich an jemanden…. Ich weiß nur nicht… Ja, ja. Ich sehe Chuck dem Converse-Schuh verdammt ähnlich. Deshalb auch mein Spitzname. Keine Ahnung. Muß wohl an den Genen liegen. Die kreuzten sich anfangs des 20. Jahrhunderts irgendwo in den USA. Keine Ahnung. Schuhe meiner Machart sahen damals alle so aus. Damals, als es noch keine elektronischen Dämpfungssysteme gab oder Schnickschnack wie Luft in der Sohle. Gummilederstoff. Das war das Geheimrezept. Wir waren einfach gestrickt. Es gab auch keine Megadollarkampagnen. Keine Helden. Keine Selbstverwirklichungsdefizite, die wir hätten ausgleichen können. Die Leute haben uns noch wegen uns gekauft. Nicht, weil wir irgendwas versprochen hätten. Eigentlich haben wir gar nichts versprochen. Ja, vielleicht ist es das. Wir haben nichts versprochen, wir waren einfach da. Von dieser Ehrlichkeit der Anfangsjahre profitiert unsere Gattung heut noch. Na ja, und die Chuck’s sind halt die großen Überlebenden. Die machen seit diesen Tagen die große Kohle damit. Unser einer muss sich dagegen auf die harte Tour durchbringen. Sich bedrucken lassen. Doch es gibt schlimmeres, als den Plagiatvorwurf. Viel schlimmer ist die Einsamkeit.

Einsamkeit? Eigentlich habe ich einen eineiigen Zwillingsbruder. Fast eineiig. Bei ihm ist alles gespiegelt. Aber ansonsten gleichen wir uns wie ein Ei dem anderen. ääähhh? Du weißt was ich meine. Auf jeden Fall ist mir mein Bruder irgendwie kurz nach der Geburt abhanden gekommen. Doch ich fühle, dass er noch immer irgendwo da draußen ist. Was sagt deine Mutter dazu? Keine Ahnung. Ich konnte ihre Sprache nicht verstehen. Ich hab nicht mal die komischen Zeichen verstanden, die überall in der Fabrik an den Wänden standen. Waren die komischen Dinger aus den Kung Fu-Filmen. Und wo ich zur Welt gekommen bin, wird nicht viel geredet. Drum hab ich auch am Ende einfach 1 und 1 zusammengezählt und mir meinen eigenen Reim gebildet.

Nun bin ich aber mal gespannt. Setz dich! Eigentlich kommen Schuhe wie ich IMMER paarweise zur Welt. Aber leider werden bei Laborversuchen manchmal die Spielregeln geändert.

Spielregeln? Laborversuche? Ruhe! Eigentlich treten wir immer paarweise auf. Denn nur dann können wir unser ganzes Potential entfalten. Spar Dir jetzt die Witze mit Einbeinigen. Jeder der schon mal einen seiner Schuhe verloren hat, sei es durch Alkohol, den Sicherheitsclip im Kaufhaus oder Waldi auf Kerosion, der weiß, sowas ist verdammt noch mal nicht witzig. Es wird nie wieder wie früher. Selbst eBay ist da machtlos.

Ich bin dabei ganz unschuldig in mein Schicksal gestürzt. “Höhere Gewalt” würde es der Amtsschimmel sicher nennen. Das Brüderlein ist einfach durch einen anderen Geburtskanal gerutscht und mit all den anderen Geburtsgenossen in einer Kiste in die USA ausgewandert. Nur für mich war auf der kubischen Mayflower aus Pappe leider kein Platz mehr. Ich musste ja unbedingt nach Europa.

Selbstfindungstrip? Schön wär’s! Aber Quatsch. Heiß machen sollte ich euch. Hübsch mit dem Popo wackeln, damit ihr anbeißt. “Journalistenreise”. So nennt man das doch in Eurem Métier? Während meine Leute überm Teich längst mit dem 23,90$-Tag in die eCommerce-Distributionskette eingereiht sind, spiele ich hier den Prototypen zum Begaffen. Alle durften mich mal kurz anfassen. Aber wie’s mit meinem Sozialleben aussieht, interessiert hier keine Sau. Während andere Schuhe längst in Fußschweiß ersaufen, Rockstars beim Selbstmord begleiten oder häßliche offene Frakturen verdecken, sitz ich hier rum und warte auf den Tag des jüngsten Gerichts. Für einen Schuh echt das Weltende. Andere Schuhe haben ja wenigstens einen Luxus. Bei Nichtverkauf gibt’s den ganzen Tag Frauen hinter Glas. Aber ich? Ich hocke hier im Brand Marketing zwischen Warenmustern aller Art und lebe in einer Geruchswelt, die mit Zeugwartkabine noch liebevoll umschrieben ist. Dabei hat’s am Anfang ja noch Spaß gemacht. Ich stand im Mittelpunkt und es gab Flötentöne allerorten: “Schuhe bedrucken? Interesante Sache… denke mal das es auch ankommen könnt.” “Mich würde mal interessieren, wie lange es noch dauert bis es die Schuhe auch hier geben wird!” “interessier mich auch mal, wie lange ihr noch braucht um auch uns die schuhe verfügbar zu machen…” Doch dann kam irgendwie der Markt in Übersee mit meinen Leuten nicht so recht in Schwung. Während ich hier in Europa nämlich auf Unikat im bitteren Sinne machte, durften meine Artgenossen in den US-Shops schon nach Lust und Liebe bedruckt und gekauft werden. Doch wie gesagt. Schwung kam nicht rein. Obwohl wir einer der Artikel sind, die in den meisten US-Shops inzwischen angeboten werden, verkaufen wir uns gleichzeitig von allen wiederum am schlechtesten. Eigentlich gar nicht. Die Shop-Partner lieben uns. Die Käufer ignorieren uns. Wir sind nur als digitale Objekte begehrenswert. Klingt wohl nach ner zweiten Karriere in Second Life? Hähäh. … Okay. Schon gut. War ja nur ein Schuhwitz. Kann ich noch was sagen?

Klar! Also, wenn mich da draußen jemand hört, der so aussieht wie ich. Oder jemand hat eine tolle Idee, wie ich meinen Ruhestand verbringen kann.

HOL MICH BITTE HIER RAUS!

Okay hier endet erst einmal die traurige Geschichte von Chucky dem Mörderschuh. Auch wenn Chucky irgendwie zu hart aufgeschlagen ist, so hat er doch die Wahrheit im Ganzen schon erzählt. Die Probeläufe in den USA mit den Schuhen laufen nicht gerade rosig. Wir haben einen Haufen Geld ausgegeben und sitzen jetzt auf Kisten voller undankbarer Schuhe, die uns die Schuld für ihr Scheitern geben. Der Fall von Chucky und seinen Freunden zeigt uns, dass wir mit dem Umsetzen von Veränderungsvorschlägen vorsichtig umgehen müssen. Anfangs waren sich alle einig, dass der Schuh perfekt ins Angebot passen würde. Doch das Käuferinteresse fehlt am Ende. Der Aufwand steht dadurch in keinem Verhältnis mehr zum Erfolg. Und auch wenn Scheitern und Innovation zusammengehören wie Pech und Schwefel, entscheidet hier wie so oft die Menge zwischen Medizin und Gift. Deshalb werden Chuckys Schicksal sicher noch einige Dinge bei Spreadshirt folgen. Wir sind jedoch hellwach, dass dies nicht allzu oft passiert. Ach ja, ich habe gehört, die ersten 20 Shop Partner, die auf die neue Shop-Vorlage umstellen, können eine Uhr gewinnen ;-)

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