
Erfolg macht sexy. Spreadshirt ist erfolgreich. Das Fernsehen mag einfache Erfolgsgeschichten. Unsere Erfolgsgeschichte ist einfach.
Okay, das Fernsehen ist in diesem Post der Böse. Die Kameras sind größer. Die Reporterinnen hübscher. Die Bilder unauthentischer. Dazu gibt es kein unauffälliges Nachfuschen über irgendwelche Admin-Oberflächen, wie bei uns im Blog. Fehler die raus sind, sind raus. Üble Folge beim letzten Mal: der Spreadshirt Brand Evangelist Andreas Milles wurde zum Designmanager Andreas Miller der Firma Spreadshirts. Nuancen. Details. Wen kümmern die schon? Uns schon. Aber jeder verdient eine zweite Chance. Und so saß innerhalb von vier Wochen ein weiteres Team von RTL in der Küche des HQ. Dankbarerweise bereit, die doppelzüngige Großkotzerei dieser Zeilen zu ignorieren. Profitiert doch nicht zuletzt Spreadshirt von jeglicher Berichterstattung abseits der verdächtigen Werbezuliefererindustriekanäle. Mit der Folge: weniger dicke Batzen voller Gold verlassen das Haus (in Form von "Advertising") und dickere kommen hinein (in der Form höherer Verkaufszahlen). Also hieß es Freitag Kamera ab. Nur zu filmen gab es erstmal nix. Ernüchterung eins: "Ich will ins Fernsehen" ist tot. Kaum hatte der Kameramann seine Tatwaffe mit den zwei Wäscheklammern ausgepackt, rauschten die Mitarbeiter aus der Küche wie ein Haufen feiger Küchenschaben, die den Kammerjäger erspäht haben. Doch die RTL-Leute geben nicht auf und setzen nach. Trotzdem nix los. Ernüchterung zwei: auch teamfähige, belastbare, flexible, erfolgsorientierte, junge Menschen sehen bei der Arbeit einfach nur langweilig aus. Sitzen in der Gegend rum, klappern mit den Tasten und quatschen mit den seltsamen technischen Geräten, die einige von ihnen an die Köpfe geklemmt haben. Ein Tag im Office von Tchibo sieht sicher nicht anders aus. D-A-CH-Manager Konrad Marx bekommt als erster Mitleid. Pfeift zuerst seinen Dienstsklaven Tino heran und gibt die Order "macht mal was spannendes". Der sammelt die Leute ein und treibt sie vorm Tischkicker zusammen. Was kommt jetzt? Zehn kreative Leute stehen an einem Tischkicker. Bravo! Einer kommt auf die Idee "Laß uns spielen". Ernüchterung drei: einzelne Kollegen weisen seltsam überragende Fähigkeiten beim Tischkickern auf. Fähigkeiten auf einem Niveau, welches man nicht allein im Halbsuff abends im Club antrainieren kann. Fähigkeiten, bei denen selbst ein altgedienter Ninjameister wie Batman mittelschwer beeindruckt ist und schüchtern die zweite Reihe wählt.
Die RTL-Leute fragen sich gerade: "Wie können die nur so erfolgreich sein?" Konrad beschleichen auch erste Zweifel.

Ernüchterung vier: es gibt wie immer im Fernsehen ein Happy End. Geschäftsführer Michael Petersen wird vor die Kamera getrieben und muss sein Gesicht hergeben. Die RTL-Leute bekommen was sie wollen. Alle sind glücklich und zufrieden. Und da der Director's Cut von RTL noch ein paar Stündchen auf sich warten läßt, gibt es die Welt des Fernsehens hier erstmal ohne 5.1 und optische Aufheller aus der Killerspielperspektive.
Ach und Adam UK wurde erneut nicht beachtet.












RTL berichtet doch wieder nur über alte Hüte
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