Archive for December, 2006

Die Weisheit der Dinge

 

Kleine Kinder, Animisten, Japaner und KFZ-Mechaniker glauben bekanntlich, dass die Dinge leben. Dass sie auch zu uns sprechen, weiß jeder, der schon einmal von seinem Kühlschrank unterbrochen wurde. Wir bei Spreadshirt helfen den Dingen dabei, ihre Sprache ins Menschliche übersetzen zu lassen. Nachhilfestunden erhalten im Moment: Regenschirme, Wanduhren, Wandkalender, Puzzles, Taschen, Boxershorts, Lanyards, Schals, Lätzchen. Eine Hamburger Künstlerin setzt jetzt noch einen drauf: bei Mägde und Knechte wirft eine ganzen Generation vorlauter Haushaltsartikel mit Spruchweisheit um sich: Kulturbeutel ("Wie oft wäscht eine Hand die andere, und beide bleiben schmutzig"), Putzfeudel ("Herrin des Chaos"), Golfschlägertuch ("Schlägertyp"), Küchenhandtuch ("Kochende Leidenschaft") uvm! Denken wir den Trend weiter: Bordsteine ("zu hart für diese Welt"), Mullbinden ("rot ist die Liebe"), Bäume ("ich war vor dir hier"), Wolken (""ich fang gleich an zu regnen/ ich mach euch alle nass") ??

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Frohe Weihnachten: Werbung ist tot!

Normal geht allen gegen Ende des Jahres die Luft aus. Es wird auf ein romantisches Weihnachtsfest gewartet und alle heulen rum, dass es nicht geschneit hat wie im letzten Jahr. Oder dem Jahr davor. Dieses Jahr ist alles anders. Das Netz ist fresh as never before und keiner hat so richtig Bock, das Arbeiten bis mindestens 1. Januar einzustellen. So auch nicht die Jungs vom Antigames-Blog. Mit der Erkenntnis des Tages “Werbung ist tot” treffen sie auch bei mir einen wunden Punkt. Gerade erst vor ein paar Tagen wurde auf dem Basic Thinking Blog SinnerSchraders neuer PR-Service “Mavens” diskutiert. Dabei handelt es sich um die sozialen Beeinflusser vorderster Front und die Frage, wie diese wiederum für Unternehmen gewinnbringend zu beeinflussen sind. Die einfache Überlegung auch hier: klassische Werbung ist tot. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Auch bei Spreadshirt tauchen immer mal wieder die Leute vom Fernsehen auf. Filmen und schwups, das wars dann. Keine Explosion der Verkaufszahlen, kein Fanbriefemeer. Nix. Es passiert nix. Es fehlt total der Medienbezug. Fernsehen spielt keine Rolle. Hat nicht und wird sicher auch nicht. Organisches Wachstum läuft bei uns hauptsächlich über erfüllte Produktversprechen und digitale Mund-zu-Mund-Propaganda. Kein Balla Balla, keine feuchte Frauenhaut mit Kreditkarten unter dem Badeanzug, keine Reinheitsillusion im Waschpulver oder Mentos-Poser-Geste.Die Jungs und Mädels vom Service wissen besser als alle anderen, dass “I will certainly recommend you to family and friends!” oder “Fuck You” über Leben und Tod entscheidet. Nicht mehr und nicht weniger. Okay wir drehen ein wenig am Uhrwerk, um die Leute zu uns zu lotsen. Aber auf “Bedarf schaffen” wurde bisher verzichtet. Denn wer sein T-Shirt bedrucken will, weiß das meist selbst am besten. Deshalb will ich die tote Werbung noch mal kurz aufgreifen und an den Weihnachtsmann erinnern. Der hat ja immerhin seine Existenz der Geburtsstunde der Werbung zu verdanken. Es bleibt also abzuwarten, was in der Sekunde des Todes der Werbung wirklich passiert. Ich bin sehr gespannt, was das Social Web während der Feiertage machen wird. Pluggen sich die Süchtigen aus der Matrix aus? oder kommt es gar zum Content-Stau, weil alle mal Muse UND Zeit haben. Wir werden es sehen, hier in diesem Netz.

Bis dahin wünscht Spreadshirt offiziell Frohes Fest zum offiziell letzten Arbeitstag vor Weihnachten.

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Du bist Wir und Wir sind Du

Demokratie und das Netz sollten ja von Anfang an irgendwie zusammengehören. Dann erfolgte ein Update auf Version 2.0 und plötzlich war das Business der Host des alten Traums. Entscheidungen werden im Kollektiv getroffen - und setzt man die Brille der kritischen Theoretiker ab - gehören die Unternehmen tatsächlich ihren Benutzern. Nebenbei ist man auch noch auf der Titelseite des Time-Magazines angekommen. Ich/Du/die Anderen sind die Person des Jahres. Genauso relevant wie Bush, Gorbatschow, der Papst und wie sie alle heissen. Während die Internet-Aktiven produzieren und diskutieren - nebenher so einige ordentlich Geld verdienen - sitzen die Vertreter der hiesigen empirischen Wissenschaft in ihrem Ausguck und stellen ersteinmal die Instrumente scharf.

Adam von nebenan, hat diese Übung schon hinter sich gebracht, offensichtlich ein Interesse an T-Shirts schon vor seinem Job bei Spreadshirt gepflegt … und einen Universitätsabschluss. Seine Arbeit zum Thema Mass Customisation, Mass Production und kollaborativem Design hat er jetzt ins Netz gestellt.

 

 

Genau heisst es: "Do consumers want to design unique products on the internet? A study of the online Virtual Community of Threadless.com and their attitudes to Mass Customisation, Mass Production and Collaborative Design". Adam, früher Threadless-Fan, jetzt Creative Director für das Vereinte Königreich und die USA, interviewte hierzu über 200 Mitglieder der Threadless Community. Bisher konnte die Arbeit nur überflogen werden, die Ergebnisse lesen sich aber sehr spannend. Die Mitglieder der Community helfen sich bei der Herstellung der Shirts gegenseitig. Ok, kalter Kaffee. Die Erkenntnis, dass dieser Gedankenaustausch dem Unternehmen einige Last von den Schultern nimmt, auch eher lauwarm. Zusammengenommen aber, haben wir eine Situation in der die Community-Mitglieder/Käufer ein für ihre Gruppe ideales Produkt aushecken und der Anbieter/Threadless eben jenes mit geringem Aufwand und Risiko verkaufen kann. Vielleicht nicht so neu, der wissenschaftliche Anspruch und die Methode der Untersuchung machen die Sache schon verdammt heiss.

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“Wenn Handball einfach wäre, würde es Fußball heißen”

Im Januar ist Handball-WM in Deutschland. Hätten Sie's gewusst? Erst Fußball, dann Handball. Ein Maß für den Fortschritt.Und weil Handball noch nicht ganz so Fifaisiert ist wie Fußball, brauchen die Handballer auch noch mehr Mittelständler und Förderer auf lokaler Ebene, um anständig überleben und nachwachsen zu können. Die Plattform Handballsindwir hat genau diese im Visier - auch der Handballfreund, der sich einen der schicken Sprüche wie DER HÄRTESTE ELLENBOGEN DER LIGA aufs Material seiner Wahl drucken lassen möchte, ist willkommen. Denn "Handballsindwir" bietet dreierlei an. Erstens: im Spreadshirt Designer selber Hemden mit Handballmotiven basteln und bestellen. Zweitens: einen kostenlosen Shop, z.B. für den eigenen Handball-Verein, einrichten lassen. Drittens: ein Handballsindwir-Bannerchen auf der eigenen Seite platzieren, und dann für jeden Kauf, der nach dem Klicken auf das Banner zustande kommt, eine gepfefferte Provision kassieren. So funktioniert Partner-Marketing. Das ist wie wenn Schuh Huber Sie zu Socken Sauer schickt, und dafür einmal im Monat ein Mittagessen bekommt. Nur in groß. Und da niemand ernsthaft bezweifeln kann, dass Handball eine gute Sache ist, ein Sport, der die Depressionen der Bewegungslosen vertreibt, und dem Zuschauer ein Spektakel gezähmter Gewalt bietet, kann man das nur gut finden. Wir freuen uns, da mit zu helfen. "Ist ein Leben ohne Handball möglich? Ja. Aber nicht sinnvoll."

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Newsletter Nachlese

Und wieder ist ein Shop-Partner Newsletter am Horizont verglüht. Alle, denen der Text spanisch bis sperrig vorkam, konnten sich an Julia Bräunigs tollen Grafiken freuen. Thematischer Faden diesmal: Stephen Hawking schreibt für Spreadshirt - und bringt stellare Physik und Merchandise-Vokabeln etwas durcheinander. Die Reaktionen waren bislang positiv, haben aber eine beunruhigende Qualität gemeinsam: sie kamen alle von Spreadshirt Mitarbeitern. Erster Verdacht: der Letter war nicht ausreichend frankiert. Zweiter Verdacht: die englische Betreffzeile (BE LINEAR! BE NON-LINEAR!! JUST BE), lässt bei potentiellen Lesern die "Spam"-Glocke klingeln. In letzter Zeit haben Spam-Autoren ja ihre poetische Ader entdeckt und servieren dadaistische Kopfnüsse wie "Quiet Melee" (=Beschauliches Handgemenge) oder "Overseen Omelett" (=das Rührei brennt) ins Postfach. Hier ein Lobgesang der Titanic Redaktion auf den germanistisch versierten Spammer. Und wir? Wer will so ein sperriges englisches Etwas ohne echten Appell denn auch anklicken? Das ganze war ein Übertragungsfehler in der Newsletter Küche nach dem Motiv: "Viele Köche verderben den Betreff". Nach Rücksprache mit meinem Anwalt bin ich bereit, 53% der Schuld daran zu übernehmen. Moral: Achten wir auf kompakte Betreffzeilen und Überschriften. Soviel deutsch wie möglich, soviel Englisch wie nötig. Wenn die Info auf einen Blick zu haben ist, darf der Rest ruhig etwas verspielt und unklar sein, und so die Unterhaltung gewährleisten. Oder, Stephen?

Die Begriffe der Astrophysik sind ja irgendwie fantasievoll und laden zu Doppel-Züngigkeit ein: ob kritische Masse, Quarkstern, Störungstheorie oder roter Riese, ob exotische, entartete oder Antimaterie, ob die gute alte gekrümmte Raum-Zeit, oder sogar das realistisch rotierende schwarze Loch samt Ereignishorizont: sie alle lassen sich astronomisch gut missverstehen. Die Beschäftigung mit dem Thema macht Spass, und wir hoffen natürlich, dass ein bisschen Begeisterung auf die Leser überschwappt. Vielleicht lässt sich - so die Ausgangsidee - eine Verbindung zu Design-Motiven herstellen, z.B. ein LA FRAISE Sonder-Wettbewerb mit Astro-Thematik - das letzte Atom ist da noch nicht gespaltet.

P.S: Wo recherchiert wird, fallen Späne: hier meine Lieblingslinks zum Thema…Die Eisdiele am Rande des Universums…Geschichte von dem Mann, der ein Haus mit vier Dimensionen baut…Christian Sauves Alternativen zum Hugo Award…und natürlich das unterhaltsame und auch für Physik-Blödis wie mich verständliche Buch von Kip Thorne: gekrümmter Raum und verbogene Zeit. Hören wir daraus ein Original-Zitat:

 

"Man stelle sich einen Astronauten vor, der mit den Füßen voran in ein schwarzes Loch fällt. Je größer das Loch ist, desto länger kann der Astronaut überleben. Darum wählen wir für dieses Beispiel ein Schwarzes Loch, das zu den größten zählt, die sich im Zentrum von Quasaren befinden: seine Masse soll zehn Milliarden Sonnenmassen betragen. Wenn der Astronaut durch den Horizont in das schwarze Loch eindringt, bleiben ihm noch etwa zwanzig Stunden bis zu seinem Tod. Er ist zunächst noch zu weit von der Singularität entfernt, um die Gezeitenkraft zu spüren. Während er jedoch schneller und schneller fällt und der Singularität immer näher kommt, nimmt die Gezeitenkraft beständig zu, bis er genau eine Sekunde vor Erreichen der Singularität fühlt, wie sein Körper der Länge nach auseinandergezogen und seitlich zusammengedrückt wird. Zunächst sind Zug und Druck nur lästig, doch nehmen die Kräfte rasch zu, bis sie eine Hundertstel Sekunde vor Erreichen der Singularität so stark werden, dass sein Körper ihnen nicht länger widerstehen kann und der Astronaut stirbt. Auch in der letzten Hundertstel Sekunde nehmen Zug und Druck weiter zu und werden bei Erreichen der Singularität unendlich groß. Der Körper des Astronauten wird unendlich verzerrt und verschmilzt mit der Singularität.Es ist für einen Astronauten völlig unmöglich, die Singularität zu durchqueren und zur anderen Seite wieder herauszukommen, denn es gibt keine „andere Seite". In einer Singularität gibt es keinen Raum, keine Zeit, und keine Raumzeit. Die Singularität stellt eine scharfe Grenze dar, wie etwa die Kante eines Blatt Papiers. Jenseits der Kante ist kein Papier, jenseits der Singularität gibt es keine Raumzeit. Hier endet die Analogie jedoch bereits. Eine Ameise kann an dem Papier bis an die Kante und wieder von ihr wegkrabbeln; einer Singularität kann jedoch nichts entweichen. Astronauten, Teilchen, Wellen - alles, was einer Singularität nahe kommt, wird nach Einsteins Gesetzen der allgemeinen Relativität augenblicklich zerstört. (…)Der Körper des Astronauten wird, wenn er die Singularität erreicht, zu unendlicher Länge gedehnt, während seine seitliche Ausdehnung auf null reduziert wird. Die extreme Ramkrümmung in der Nähe der Singularität erlaubt es, dass er unendlich lang wird, ohne dass sein Kopf zum Horizont des schwarzen Loches hinausschaut. Kopf und Füße werden in die Singularität hineingezogen, obwohl sie durch die Dehnung unendlich weit voneinander entfernt sind. Nicht nur Astronauten werden in Übereinstimmung mit den Gleichungen von Oppenheimer und Snyder unendlich gedehnt und zusammengepresst, sondern alle Arten von Materie. Sogar einzelne Atome; sogar die Elektronen, Protonen und Neutronen, aus denen die Atome bestehen; sogar die Quarks, aus denen Protonen und Neutronen aufgebaut sind. Gibt es für den Astronauten irgendeine Möglichkeit, diesem Zug und Druck zu entgehen? Nein. Nachdem er den Horizont durchquert hat, gibt es kein Entkommen mehr. Nach den Gleichungen von Oppenheimer und Snyder ist die Gravitation überall innerhalb des Horizonts so stark (bzw. die Raumzeit ist so stark gekrümmt), dass sogar die Zeit selbst in die Singularität strömt. Da sich der Astronaut unweigerlich in der Zeit vorwärts bewegen muss, wird er mit dem Fluss der Zeit in die Singularität hineingezogen.Welche Anstrengungen er auch unternehmen mag, der Astronaut kann der Singularität nicht entrinnen." 

(Er bleibt Single - bei dem Job auch kein Wunder) 

 

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Entschuldigung, Regenschirm

Ein neugieriger Blick auf den Zwischenstand der Jahresumfrage verrät: der Regenschirm liegt gut im Rennen. Das das Ding customizable ist, nehmen wir einfach mal so hin. In der typischen Schirmfabrik wird normalerweise erst der Stoff eingefärbt oder bedruckt und dann der Schirm zusammengesetzte. Spreadshirt steht vor der kniffligen Aufgabe, dass der Schirm fertig ankommt und dann erst bedruckt wird. Das da gelegentlich was kaputt geht, liegt auf der Hand.

Aber: es tut sich was. Der Schirm wird aufgemotzt. WiFi, flickr und Kamera finden zusammen, als wäre das Mistwetter ihre Bestimmung.

 

Entwickler der Keio Universität Tokio haben einen Regenschirm zusammengeschraubt, der den nächsten Spaziergang per WiFi an einen bestehenden flickr oder YouTube Account verschickt. Liegt ja auf der Hand, oder? Richtig abgefahren - und für die Freunde der customization erst richtig interessant - wird es, wenn der Fluss der Informationen umgedreht wird. Filme und Photos können per eingebautem Projektor auf den Schirm projeziert werden. Zwischen Sonnenschein, Urlaubsvideos und Fussball-Übertragung (eigentlich ein Muss!) lässt sich bequem über den Handgriff switchen. Bleibt die Frage: Wieviel Netzabdeckung hat eigentlich ein durchschnittlicher Japanischer Wald? Kann man Speicher nachrüsten? Wird der Schirm vielleicht doch irgendwann aus dem Sortiment genommen?

(via CrunchGear)

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Rate das Produkt: Die Jahresumfrage

Unter den aktuellen Wetterbedingungen - viele mögen darüber glücklich sein - findet er eher wenig Verwendung. In unserer Produktion in Taucha wird das hakelige Ding nur widerspenstig unter die Druckerpresse gequetscht. Die Stimmung im Office ist da eher ambivalent. Einerseits. Andererseits. Was bleibt also anderes übrig, als auf die Weisheit der Masse zu vertrauen? Gesagt, getan.

Heute startet die Jahresumfrage 2006. Da kann man ihn - den Schirm - aus dem Sortiment voten, vielleicht aber auch die Tasse, den Wandkalender oder eines der übrigen Produkte, die den Begriff Bekleidung arg strapazieren.

Somit geht der Aufruf an alle Shoppartner, ihre Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr mit Spreadshirt zu teilen, eine kurze Einschätzung des Unternehmens zu geben, sowie einen Wunschzettel für das kommende Jahr auszufüllen. Wem das nicht reicht: Unter allen Teilnehmern (Schluss ist am 07.01.07) verlosen wir eine Menge Premium-Partnerschaften und Gutscheine, T-Shirts von TheDraw, La fraise und Derby. Noch einen drauf setzen wir mit der Verlosung von Werbeauftritten an einige glückliche Shopinhaber. Für ein paar Minuten Aufmerksamkeit sollte es also locker reichen.

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wisdom-of-the-crowds

Wisdom of the Crowds

 

Eigentlich bin ich ein unangenehmer Zeitgenosse. Meine Texte haben stets einen Hang zur Zynik, ich poste nie in Foren und bin teilweise dafür verantwortlich, wenn unsere Kunden mit Imperativ-eMails unaufgefordert zugebombt werden. Das war auch letzten Freitag der Fall, als es galt besonders aktive Leute mal zum Spielstand bei Spreadshirt zu befragen. Und weil Forumshühne Ulrich Bartholmös dann tapfer den Ärger ausbadete, den ich verbrochen hatte, gab es sehr sehr gute Antworten. Und weil diese Antworten Respekt und meine Hochachtung verdienen, will ich sie diesmal nicht durch Harakirihumor zerfetzen lassen, sondern lasse sie stehen. Nackt. Copy-Paste. Ohne Corporate-Brainwash-Filtering.

 

Für Leute, die nicht in der Materie stecken, mag das vielleicht ein wenig konfus wirken, aber auch für die gibt es eine kleine Anleitung zum Unglücklichsein. Wenn ihr Denkanstöße habt, dürft ihr euch gerne an der Kommentarfunktion austoben. Die versteckt sich neuerdings unter der Überschrift. Oder noch besser: zur Diskussion beitragen. Ihr findet den ganzen Thread hier (Wort hier anklicken). Es reicht euer normaler Spreadshirt-Account. So. Jetzt geht es aber los:

shoert.de (shoert.de) sagt:schaffen kann es jeder.es gibt keinen maßnahmenkatalog den man bloß abarbeiten muß. es gibt keine “rich-by-spreadshirt-formel”.in meinem fall ging es ständig auf und ab. habe damals mit adwords begonnen, nachdem ich 14 tage im urlaub war und beim zurückkommen bemerken mußte das ich kein limit aktiveirt hatte, war ich um eine erfahrung reicher und um 1.500€ für adwordsklicks ärmer. habe monate mit 500 verkauften shirts erlebt, genauso wie monate mit 5 !1. ZIELGRUPPE finden, nein, damit ist nicht gemeint “LUSITGE SHIRTS FÜR LEUTE ZWISCHEN 12 und 50 jahren”2. Alle Komponeten des Shops Zielgruppenfreundlich konsequent im gesamten shop durchziehen. vom header, über artikelwahl, hintergrundfarbe, und und und. ( wer natürlich designtechnisch was drauf hat und für wen html&co alltag sind der tut sich dementsprechend leichter. )

3. logik und verstand einsetzen, nicht zuerst bestimmen was der shop alles haben oder können muß.zuerst festlegen was er auf gar keinen fall können soll.finger weg von blinkenden gifs, augenkrebsfördernden hintergrundfarben, etc. der einzige spreadshop der mit grellen farben erfolg hat ist www.romibello.de4. finger weg von google-seo-büchern like “auf platz eins unter ihrem topkeyword binnen 10 tagen, jetzt zum sonderpreis von 89€”, wenn das alles so einfach wäre dann würde spreadshirt nicht für teures geld coder und seos beschäftigen die tag für tag subdomains und neue keywortoptimerte unterseiten ins web knallen. der einzige der mit solchen büchern auf platz 1 kommt ist der verkäufer des buches, und zwar kommt der auf platz 1 in der kategorie “how to verarsch 1.000.000 internetusers in 10 days”.5. immer dran glauben, spreadshirt funktioniert, tagtäglich.6. es gibt keine größeren, umsatzstärkeren, schöneren, tolleren shops als deinen eigenen.es gibt einfach nur leute die den lernprozess den du gerade durchmachst halt schon vor 2,3 oder 5 jahren durchgenmacht haben. ich behaupte das 95% aller kunden aller spreadshops über suchmaschinen generiert werden.wer es nicht von berufswegen oder durch studium draufhat, der sollte die finger von flashmüll, javascript, etc. laßen. HTML ist einfach zu erlernen und suma-freundlich. (suma = Suchmaschinen, Anmk. d. Bloggers)

7. sumas brauchen text, relevanten text in allen variationen und schreibweisen : tshirt, tshirts, t-shirt. t-shirts, shirt, shirts,…………worte die in seiten nicht vorkommen, die können auch nicht gefunden werden.

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fs-europe (www.forbiddenshirts.de ) sagt:Also, sehr bedauerlich ist, das es im Spreadshop Shopverzeichnis keine Möglichkeit mehr gibt gezielt durch Suchbegriffe Shirts ausfindig zu machen. Es ist einfach nervig sich durch dutzende Seiten zu klicken und meist immer die gleichen Sachen (nur in unterschiedlichen Farbkombis) zu sehen. Da sollte sich was ändern.

Wünsche mir fast das gute alte Shopverzeichnis wieder. Da waren die Shops auch in Kategorien sortiert und es gab eine Top 3 die ganz oben gelistet war und auch einen Shop des Monats. Die restlichen Shops wurden mit einen kleinen Banner in einer Liste + kurzen Text darunter aufgeführt.Wer von den Spreadshops den meisten Umsatz macht ist für mich nicht interessant, und dem Kunden der zu seinem individuelles Produkt kommen will hilft das wohl auch herzlich wenig. Ich denke das Spreadshirt daher eher Shops hervorheben und fördern sollte, die sich um Einzigartigkeit, Qualität und kreativen Spirit bemühen, aber bislang nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Natürlich ist das auch eine Frage wie sich Spreadshirt nach aussen hin geben möchte. So im Kreis von Designern und unabhängigen Labels geniesst Spreadshirt eh keinen besonders guten Ruf und wird mit „Proll-Shirts“ und Massenware in Verbindung gebracht. Aber auch keine Überraschung wenn im Shopverzeichnis die reine Masse überwiegt und eine Menge an sehenswerten Sachen einfach untergeht. In welche Richtung soll es in Zukunft gehen?

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doggenhaus (www.sosdoggen.de/wp) sagt:Was mir gefallen würde: Eine deutliche “offline” Position von Spreadshirt. Hatte ich schon einmal angesprochen, durch ganz andere Aktivitäten. Eine Art Übershop wie die USA Version, die aber auch offline in bestimmten passenden Ecken beworben wird. Zum BEispiel durch ein Bestellterminal in Cafe’s (Starbucks, McCafe und andere Treffpunkte - Da sehe ich echte Shirts von euch rumlaufen, da gehört auch extra BEstellmöglichkeit hin). Oder eine Bestellterminallösung in solch ausgewählten Ecken wie es für Onlinefotodienste gibt.Ein Laden in dem nicht nur Contest Winner a la Derby gezeigt werden, sondern Motive aus den Shops. Motive die gut verkauft werden, eine Spready eigene Jury gut findet oder zu zeitgeistaktuellen Dingen passen.Gezielte Partnerschaften mit bestimmten Marken. Kann mir eine Crumpler Tasche auch mit Aufdruck vorstellen… Und so weiter! Nicht nur billige Shirts oder ein paar AA’s, ein paar andere, entweder Biologisch saubere oder einfach modisch angesagte Produkte, die eben auch beim Produkthersteller beworben werden. Oder Themen - Die Spreadshirt offen bewirbt, als Zeitaktionen.Die Banner im Affiliate gefallen mir rein gar nicht, auch nach der Änderung. Finde hier könnte man immer mehr tun. —-don (URLos glücklich) sagt:Bitte, bitte nennt es auf keine Fall “Marketplace”, nennt es Marktplatz! Erkennt die Zeichen der Zeit! Englisch ist so was von abgegriffen, klingt pseudokosmopolitisch oder einfach nur einfältig kommerziell. In Ostberlin kann man gerade wunderbar die Wiederentdeckung der Deutschen Sprache bewundern. Kleine Modegeschäfte wetteifern geradezu um den originellsten Namen.Im Vergleich sieht man dann erst unsere Demut vor der angloamerikanischen Welt und wie wir uns dabei lächerlich machen. Aber warum? Unsere Sprache ist mannigfaltig und wunderschön!!!

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Über die Zukunft der Kleidung

Retrospektive vorwärts. Zukunft fetzt. (irgendwie) 

Das Jahr 2007 steht langsam aber sicher vor der Tür. Damit rückt auch die Zukunft immer näher. Oft wurde sie ja in der Vergangenheit auf 2010 bis 2020 datiert. Wir sind also fast da in der Welt der Hoverboards, Cyborgs, Robocops, Terminatoren und sonstigen Erfindungen, die das Leben erleichtern sollen. Und da wir alle neugierig sind, hat natürlich keiner Bock zu warten.

Ich gebe zu, ich war auch eines jener Kinder, die ihre kleinen Finger geschickt einsetzten, um am Abend des 23. Dezembers die Tür des 24. wieder wie neu erscheinen zu lassen. Deshalb wird auch diesmal ein wenig vorausgeschaut und in ein paar Jahren, wenn die Zukunft offiziell los geht, tun wir einfach alle so, als ob wir wirklich überrascht wären. 

Trend selber anbauen

 

Vorbild: Robocop - 50% Robo, 50% Cop

Schwarmintelligenz. Einer unter vielen. Das sind ja die Schlagworte 2.0. Und wo finden wir da die biologische Vorlage? Genau! Bei den Insekten. Und was macht Insekten so spannend, außer dass sie wuseln, oft im Pulk anrücken und Frauen zu einem "Iiii - Mach das weg" provozieren? Exoskellete. Klingt jetzt erst mal kryptisch, ist aber einfach zu verstehen.

Im Gegensatz zu Mardern, Mullen und Menschen, bei denen ja das Fleisch um die Knochen wächst, wachsen beim Exoskellet die Knochen über das Fleisch. Das birgt den Vorteil, dass offene Schienenbeinbrüche unmöglich sind und ist gleichzeitig auch der Grund, warum zum Hummer kein Knochenteller gereicht wird. Ja Hummer sind keine Insekten. Egal. Irgendwann kamen ein paar Pfiffige auf den Geschmack und sagten sich "Mensch - sowas brauchen wir auch!" Ihre Vision: ein Skelett zum Anziehen, welches den Träger mit übermenschlichen Kräften ausstattet.Zwischenstand: Zunächst einmal kämpfen die Entwickler noch mit der größten Tücke. Die Wespe und deren Freunde haben nämlich aus einem guten Grund nie begonnen, zu den Monstern aus Starship Troopers heranzuwachsen. Exoskellete sind schwer. Verdammt schwer. Und je mehr Motoren und Gelenke ich für Superkräfte einbaue, desto schwerer wird das Ding auch selbst. Ich brauche also immer noch mehr Motoren, um noch mehr Kraft zu haben. Das logische Dilemma ist im Grunde das gleiche wie beim Raketentreibstoff und der Lichtgeschwindigkeit. Doch der Durchbruch ist nahe. Inzwischen sind die Motoren klein genug, um das Konzept funktionieren zu lassen. Es sieht zwar ausnahmslos jeder Mensch immer noch wie ein Ungeheuer damit aus, aber immerhin: die Sache funktioniert.

Da jedoch noch keine interstellaren Verteidigungskriege die Existenz der Menschheit bedrohen, werden die ersten Exoskellete lediglich in der Krankenpflege dienen. Der Prototyp vom Kanagawa Institute of Technology in Tokio sieht vor, dass in Zukunft eine zierliche Pflegerin ausreichen wird, um einen anderen Menschen von der Liege zu heben. Für die Fans von MechWarrior & Co. besteht trotzdem noch Hoffnung. "Natürlich" plant das Pentagon bereits eine eigene Version.

 

Trend Lärm auf den Ohren
 
Das Armband des Predators

Irres Piepsen? Touchscreen? Ganz dickes Gewummer am Ende? Hatte der Predator alles am Arm. Trug er immer dabei. War so auf alles bestens vorbereitet. Der Predator kam zwar nicht direkt aus der Zukunft, aber selbst der stureste Nay-Sayer, wird zugeben: einen kleinen Technikvorsprung hatte der schon.Zwischenstand: Nun sind Nintendo DS und iPod längst erfunden. Tragbarer Touchscreen und Piepsen auf den Ohren sind also bereits heute eigentlich Schnee von gestern. Aber ein Uberfeature versteckte sich noch im digitalen Armband der vermeintlich bösen Kreatur. Ein kleiner Nuklearsprengsatz. Kopfdruck, eine Minute rennen (oder nicht) und es machte laut "bang". Das ist im Grunde simpel zu verstehen und sicherlich nicht ohne, wenn es in die falschen Hände gerät. Aus diesem Grund hat die "Dirty Bomb" auch keinen Industriesupport und es entwickelt zumindest offiziell keiner dran. Aber seitdem Polonium in aller Munde ist, dürfte auch dem friedlichsten Rucksackträger begreiflich werden, dass für solche Dinge doch so etwas wie Nachfrage besteht. Wo es dann zuerst so weit sein könnte, läßt sich vielleicht aus folgender Chronologie ableiten.

 

Trend besser davonlaufen
 
McFly's feige Schuhe, die feigerweise aus dem de-Bug-Blog geklaut wurden

1989 war für Nike die Welt noch in Ordnung. Jugendjoboffensive und Handarbeit waren noch keine No-Go-Wörter in Deutschland und Nike als einigermaßen junges Unternehmen im Aufstreben und richtig cool. Der einzige Wermutstropfen: die futuristischen Schuhe aus Zurück in die Zukunft zwei gab es nirgendwo zu kaufen. Nun ja, richtig der Shit waren sie nicht. Zwar ohne Senkel und mit Leuchtdioden-Branding, doch was konnten die extra? Nix. Und genau darum wurde das Selbstschließkonzept der Power Laces nicht weiter verfolgt. Klett tut's halt auch.

 

 

 

Zwischenstand: Die Schuhindustrie hat sehr schnell gemerkt, dass es am Schuh selbst nicht mehr viel zu verbessern gibt. Darum liegt der Entwicklungsfokus inzwischen darauf, die Treter in ein Ubiquitous Computing Konzept zu gießen. Doch wo könnte Rechenleistung im Schuhbereich gefragt sein? Natürlich im Sport - mit allen Konsequenzen. Nike, um beim Gescholtenen zu bleiben, hat sich aus diesem Grunde mit Apple zusammen getan. Deren iPod übernimmt die Rechenarbeit für das Paar Nike+ Schuhe, die beim Laufen durch einen Sensor Daten für den üblichen Statistikzauber einsammeln. Funktionieren tut das Ganze über einen Sensor, der in die Schuhe gesteckt wird.

 
Trend Verstecken

 

Jeder große Trend hat einen Gegentrend. Helfen Firmen wie Spreadshirt und <insert wettbewerber>, auch dem graukargsten Mauerblümchen als bunte Blüte durch die Welt zu streifen, so wollen manche einfach nicht mitmachen. Sie wollen nicht gesehen werden. Sich verstecken. Und wenn gerade kein Versteck in der Nähe ist, so tragen sie ihr eigenes halt am Leibe.

Zwischenstand: Zugegeben, das Loch zum Mitnehmen aus den Bugs-Bunny-Cartoons hat noch keiner erfunden. Aber die Active-Camouflage-Prototypen der Tachi Labs der Universität Tokyo sind dermaßen spektakulär nicht sichtbar, dass ich deren Videos mal gnadenlos als Fake bezeichne. Einfach zu gut, um wahr zu sein. Sollte der Spaß irgendwann so auf den Straßen sein und das Ganze bezahlbar bleiben, kann jede T-Shirt-Druckerei gnadenlos einpacken.

 

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community-vs-user-generated-content

Community vs. User Generated Content

Kurze Berichterstattung aus dem Salle de Equinoxe in Paris, live und direkt aus der Mittagspause. Also die “Les Blogs” ist in der Zwischenzeit zur Leweb3 und eindeutig erwachsen geworden. Aus der kleinen Geekshow im letzten Jahr wurde eine echte Business Veranstaltung, mit teilweise überraschender Anzugdichte und bereits einem Panel zum Thema “Bubble2.0″ mit Venture Kapitalgebern. Adam sagt, ihm fällt die hohe Zahl der deutschen Unternehmen auf. Mir fällt auf, dass es wie im letzten Jahr einen Kaffee- und Internet-Engpass gibt. Im Hintgerund läuft Erlend Oyes DJ Kicks Platte und langsam füllt sich der Saal mit wohlgenährten 1.000 Teilnehmern.
Das web2.0 Community-o-meter zeigt: ein hohes Aufkommen bei den großen 4 Nokia, Microsoft, Yahoo, Orange. Insgesamt fiel das Wort “Community” auf dem Panel:
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (61 x), User Generated Content liegt mit gerade mal xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (20 x) ein wenig hinter den Erwartungen.
Gleich gehts weiter mit Dave Sifry, der uns etwas über die Blogosphäre und Massenmedien erzählen wird (mittlerweile gibt es mehr als 57 Mio. Weblogs), um halb vier ist dann Lukasz dran mit “eCommerce2.0″.
Wir werden weiterhin zählen und euch auf dem laufenden halten — wenn das Internet stabil bleibt.

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