Wir heißen „Spreadshirt“. Wir verkaufen „individuelle Style Shirts, einfach aus Fun“. Unser „Online Merchandising Service“ – „on demand“, versteht sich - lebt von seinen „Shop-Partnern“. Und keine Macht der Welt wird uns dazu bringen, die mit „Laden-Gesellen“ anzureden. Denn wir wissen, wie „Websitenbetreiber“ ticken. „You think it, we print it“. Dabei sind wir vergleichsweise harmlos. Wo es vorrangig um Informationen geht, sind die Spreadshirt-Seiten durchgehend deutsch. Da gibt es ganz andere Denglisch-Experten. Gott und der Verein für deutsche Sprache mögen ihnen vergeben. Nicht aber der Konsument, behauptet Isabel Kick. Ihrer Studie zufolge regt sich rein gar nichts, wenn man einen englischen Slogan liest: der Hautwiderstand bleibt bei Null, die Botschaft verpufft. Im schlimmsten Fall fühlt man sich sogar irgendwie verenglischt, obszön von der Seite anglisiert quasi.
Probieren wir’s aus, Augen zu und zuhören…Achtung: ONE GROUP, MULTI UTILITIES. Irgendwas passiert? Irgendwas verstanden? Haut niveaglatt? BE INSPIRED. Und jetzt? PLAY IT, HEAR IT, GROOVE IT. Immer noch nichts? Das sollte Werbefuzzis wie mir zu denken geben.
Anstoß für eine Kurz-Überprüfung unserer Seite auf Englisch, Denglisch und Engleutsch gab übrigens die Antwort eines Herrn vom besagten Verein für Deutsche Sprache, den wir auf unsere Anti-Wortmarken-Initiative aufmerksam machten. Er schrieb: „Ihr Firmenname scheint auch nicht sehr geeignet, Sympathien für Ihr Anliegen bei "Denglisch"-Gegnern zu wecken.“ Das nenne ich mir einen Dogmatiker. Der Fairness, pardon Gerechtigkeit halber sollte man erwähnen, dass andere Mitglieder des Vereins großes Interesse zeigten. Und klar ist auch, dass manche Anglizismen gar keine sind, sondern unentbehrliche Fachbegriffe. Ein „Template“ ist eben keine Schablone, sondern ein Template. Sollen wir das etwa nachdichten? Also „Programm-Schablone“ statt Template sagen? Selbst wenn ein „Key Account Manager“ gelegentlich nur ein Großkundenbetreuer ist, gibt es eben doch einen sachlichen Unterschied zwischen Partner, Affiliate und Sportsfreund. Oder, Sportsfreunde?
P.S. Nur gut, dass wir die Anja Römisch haben. Die wird uns schon Deutsch teachen. Und allen „Spaß-Faktoren, Wunschoutfits und Stylishen Retro-Shirts“ das Fürchten beibringen…










Ein Template ist eine Vorlage. Und als solche ganz sicher für viele besser zu verstehen.
Als langjähriger Anglizismusverachter, habe ich inzwischen eine etwas lockerere Einstellung dazu. Wichtig bleiben Checkpunkte:
1) Ist es Alltagssprache (verstehen es die Leute?). Der Computer ist für Mom & Dad (!) sicher greifbarer als der Rechner. Killerspiel sicher greifbarer als Tactical Shooter (ich scherze).
2) Will ich damit meine Pseudokompetenz beweisen (denke ich, andere halten mich für schlau, wenn ich bilinguale Sprachvergewaltigung begehe?)
Sehr schönes Beispiel aus der Blogosphere (Internettagebuchwelt) der letzten Tage: Teekanne und “pure lust”
http://andrewhammel.typepad…
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Marken binde mittel verpackungs design trend analyse berichts authoren treffens einladungs schreiben versand aktions beginn. Jetzt. Es lebe die deutsche Schachtel.
! Die Lücken sind der CMS-Nutte Nucleus geschuldet, die verhindert, dass die Kunst jenseits der 90 Zeichen mit voller Härte trifft.