Morgen gibt es eine neue Ausgabe des Buy Nothing Day. Mangelnde Resonanz lässt die Nachhaltigkeit dieses Aktionstags dann doch etwas dürftig erscheinen. Darüber Nachdenken lohnt sich aber allemal. In den eigenen vier Wänden verschanzt und vor Entzug langsam hibbelig, kann man sich ja immernoch mit der bunten Warenwelt des Internet ersatzbefriedigen. Es muss ja nicht gleich gekauft werden. Vielleicht ersteinmal einen Shop einrichten (da können diejenigen kaufen, die nicht mitmachen) oder den Lieben zum Weihnachtsfest ein schickes Shirt designen (kann man ja tags darauf ordern). Weihnachten, das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Letztendlich alles Auslegungssache.
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Ich bewundere noch immer Menschen, die glauben mit der eintägigen Rückkehr zur jungsteinzeitlichen Tauschwirtschaft wäre die Welt zu retten.
Denn der Kapitalismus hat die Cholera besiegt. Zumindest in West- und Mitteleuropa. Daà es woanders nicht ganz so gut klappt, wird mit “Buy Nothing” auch nicht mal im Ansatz gekratzt.
Es hiflt lediglich verwöhnten Wohlstandsatheisten, den AblaÃhandel auf eigene Faust zu betreiben und die Option “heaven can wait” nicht verfallen zu lassen.
Do nothing - Change nothing!
http://www.merchline.com/be…
klar, die welt wird nicht besser dadurch. ist aber immerhin ein versuch, 5 min aufmerksamkeit dafür zu erlangen, “dass es woanders nicht so gut klappt”.
und vielleicht auch in “west-und mitteleuropa” stellenweise doch recht eigenartig daherkommt.
design will change the world. dann kann man ja mal schauen was noch so geht..
Wichtigstes Kernelement aller Rebellionen: Geht es um das Rebellieren oder um Ergebnisse?
Bei jeder Rebellion geht es immer um das und nicht um was. Das ist auch der entscheidende Unterschied zur Revolution.
Das “Kaufen” an sich anzuzweifeln ist wenig sinnvoll. Gerade mit Kaufentscheidungen (Transfair) kann man ja Veränderungen bewirken - davor haben Anbieter Angst und Respekt, wie z.B. beim Shell Boycott, als ja nicht kein Benzin gekauft wurde, sondern eben das von BP, Aral etc.
Lokal kaufen ist wichtig. Keine Zwiebeln aus Chile, wenn welche aus Zwickau da sind. Deine Geldbörse entscheidet.
Cool, bei uns im Blog herrscht doch so etwas wie Niveau. Bei Sum 1 bin ich nämlich mit dem gleichen Kommentar derbe ins Fettnäpfchen getreten:
http://sum1.onreact.com/ind…
Ich bin im Grunde auch der Ansicht, das es völlig bescheuert ist, politische und soziale Missstände (und darum geht es doch am Ende) durch Kaufen oder Nichtkaufen beeinflussen zu wollen, ohne jegliche Form eines aktiven Gestaltens.
Die selben Leute laufen in der Regel mit “Fighting for Peace is like fucking for Virginity”-Shirts rum. Gib ihnen ne pseudeo-geile Message und sie rebellieren, ohne zu hinterfragen. Und das ist auch schon wieder eine Art des passiven Konsums.
Zur Zwiebel aus Zwickau gilt auch Tucholsky: Deutsche kauft deutsche Bananen. (immer schön diffus bleiben)
hier herrscht nicht niveau sondern hier wurde erstmals die büchse der pandora der anti-buy nothing day-nörgler geöffnet. wer das jahr für jahr mitmacht lässt sich auf dein niveau nicht mehr herab. wenns dir nicht gefällt dann fuck off in den nächsten konsumtempel.
crossposting sucks ausserdem, da sieht man wie spammy dein kommentar ist, bezieht er sich doch nicht mal auf meinen beitrag.
@mpn
du irrst dich.
kaufen ist neben arbeit die grundlage des kapitalismus. ohne die beiden aspekte bricht er zusammen. öl-kartelle wie shell, bp und aral kratzt es wenig wenn du mal eine andere marke kaufst. diese marken sind untereinander verzahnt bis zum geht nicht mehr. wer heute glaubt etwas verändern zu können wenn er statt coca cola pepsi oder statt nike adidas kauft der tut mir wirklich leid.
auch fair trade im kleinen kämmerlein dieser nische oder in der akzeptablen ausbeutung made in usa (mindestlohn für einwanderer-arbeiter bei american apparel) ist nur eine rein kosmetische änderung.
geldlose modelle wie exchange me
http://sum1.onreact.com/ind…
dagegen oder die initiativen die ich hier zusammengefasst habe sind dagegen die keimzelle einer anderen welt:
http://sum1.onreact.com/ind…
in Kapitalismus und Mediendemokratie gibt es nur einen einzigen Weg, das System zu beseitigen: bedingungslose Affirmation.
Nur bedingungslose Affirmation beschleunigt das System derart, dass es seine eigenen Fehler nicht mehr ausgleichen und beheben kann und folglich an sich selbst zu Grunde geht.
Kritik erhält das System. Der Ausgleich zwischen Mehrheit und Nischen nimmt Kritik oder Andersdenken spätestens dann auf, wenn es eine “kritische Masse” erreicht und passt sich folglich selbsterhaltend an.
Klingt abgefahren, aber interessant. Hast du ein paar tiefer gehende Quellen?
Ja, klingt abgefahren diese Systemtheorie, lässt sich aber nicht übersetzen als: Ich mache alles kritiklos mit, dadurch führe ich dann schon irgendwie eine Veränderung herbei. Das ist nichts als eine exkulpatorische Hängematte, will sagen: eine Ausrede.
Mit derselben Begründung brauchte man 1933 dann keinen Widerstand zu leisten, und siehe: das System ist tasächlich sehr schnell an seinen eigenen Widersprüchen zerbrochen. Aber frag nicht wie! Nicht immer wünschenswert, diese Systembeschleunigung, oder? Da sind wir dann doch eher für eine sanfte Ausbremsung.
@sum1 Danke für Deinen Hinweis. “Parecon” scheint ein interessantes Buch zu sein. Ich glaube trotzdem an den Nutzen kleiner Schritte. Der Shell-Boycott, der insbesondere in Deutschland seine gröÃte Wirkung entfaltete (selbst Helmut Kohl hatte damals bei John Major protestiert) und auf zum Teil unrichtigen Angaben von Greenpeace beruhte, hatte ein klares Ergebnis. Brent Spar wurde nicht im Atlantik versenkt. Ein Präzendenzfall, der dafür sorgte, dass Bohrinseln nicht mehr einfach im Meer verschwinden. Behauptet zumindest Wikipedia. M.E. ein Beweis für die Macht des Konsumenten, auch innerhalb der Spielregeln Ãnderungen zu bewirken.
@chb Was soll man gegen einen charmanten Zyniker wie dich nur machen? Herrliches Tucholsky Zitat! Wird aber hinfällig, wenn 2028 in Sachsen-Anhalt die Bananen-Ernte anläuft. Konsequent wäre wahrscheinlich, eine fette Buy Nothing Merchandise Edition aufzusetzen
@mpn: ich habe geschrieben in Kapitalismus und Mediendemokratie, nicht in einer Diktatur. Ãbrigens herrschte unter den Nazis und wohl in keiner Diktatur je bedingungslose Affirmation sondern allenfalls mit ausreichend Macht unterdrückte Kritik.
Darüber hinaus: ich sag nicht, dass das ein angenhmes Kaffekränzchen wäre und auch nicht dass es schnell und schmerzlos geht, sondern dass es die vielleicht einzige Methode ist, in der Marktmechanismen nicht zum Systemerhalt führen.
Und das Problem in einem freien (Meinungs-) Markt ist natürlich, dass nie alle mitmachen würden bei bedingungsloser Affirmation und somit nur der Mainstream gestärkt würde.
Ist also nur Theorie und praktisch bestimmt noch wirkungsloser als praktische Aktionsbündnissaktionen.
@daniele: Das Problem ist nur, dass der Konsum länger dauern könnte, als der Planet ganzheitlich noch kann. Und am Ende ist dann zwar alles zusammengebrochen, nur nützt das dann keinem mehr.
Die Grundüberlegung ist ja, dass die “Kapitalismus und Mediendemokratie” keine funktionierenden Führungs- und Veränderungsmechanismen mehr hat und dieses damit verbundene erstarrte kulturelle Voranschreiten bis zum bitteren Ende die Karre sprichwörtlich an die Wand fahren soll.
Nur dann winkt die Anarchie, und was das bedeutet, zeigt der SneakPreview Bagdad diese Tage sehr gut. Plus, das jene dann erfolgte Ãkokatastrophe nur noch den Hinflug zum Mars übrig läÃt.
Im Grunde zeigt sich ein sehr gutes Vorurteil über Deutschland bestätigt: die Lösung liegt immer jenseits der absoluten Vernichtung. Unter dem macht’s hier keiner mehr. Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. (`_^)
Ach, vielleicht geht das auch alles etwas schneller.
Wenn die Bubble 2.0 schön wächst und gedeiht und die klassischen Medien nichtmal mehr kulturkritisch rummäkeln (stattdessen wie bspw. “Die Zeit” in einem Dossier (sic!) Harald Schmidt 5 Seiten Platz für seinen aussagelosen persönlichen Alterszynismus (sick!) per Interview geben) oder Blogger es nur geil finden, dass sie jetzt nichtmal mehr nicht nur nicht singen können müssen wie Rapper um Platitüden zu verbreiten und die Vereine der kritischen Aktionäre nur noch kritisch aufs zu kleine Buffet gucken, dann schaffen wir das vielleicht auch in ein paar Jahren.
Von der Politik brauchen wir ja fast schon nicht mehr zu reden, die affirmiert sich ihren eigenen Populismus ja schon vorbildlich.
Und bis in 5 Jahren ist bestimmt noch nicht Apokalypse, da ist dann noch genug Natur, um in Bärenfellen romatisch am Feuer zu sitzen.
@SneakPreview Bagdad: wenn nicht so sauprovokativ wär, wärs ganz schön catchy. Andererseits: dort gibt sich ja wohl genau niemand der Affirmation hin?!
Dein letzter Absatz verlangt mir jetzt zu viel querverlinkten Kontext ab, um hier drauf zu antworten. Das richtige Leben im Falschen wär doch genau der BND, oder? Aber den hast Du doch auch schon veralbert?! Na ja, wenigstens erhältst Du das falsche System durch deine ständigen Widerworte.
Endlich ist es raus.
Ich bin der Systemerhalt!
Fanpost bitte an mich.
Apropos Fan. Ich war ja auch immer Fan, der Bubble 2.0-Ideologie. Aber ein schlauer Kommentar hat dazu vor kurzem gesagt, Blasen werden vor ihrem Platzen nicht erkannt. Da inzwischen mehr “Ich herz die Blase” als substantielle Kritik im Umlauf ist, dürfte es so einfach - Platzen - alle wieder arm - der Dicke im Knast - nicht werden.
Plus das 5 Jahre bis zum Zusammenbruch sehr, sehr optimistisch sind. Das mal nur aus Erhalterperspektive. Kann der Mensch ohne Sozialdepression eigentlich glücklich werden?
Hallo chb. Ich will ein Kind von Dir! Das ist schon in der Trotzphase, bevor es die erste Rotznase hat. Du bist sexy, Du bist Sicherheit! Du bist der Systemerhalt.
Ha ha! Die Blase kann man nicht erkennen, wenn man in ihr drin sitzt, weil sie die Perspektive einheitlich und in alle Richtungen gleich verzerrt. Wenn man drauÃen steht, erkennt man sie sehr wohl, weil sich an ihr das Licht anders bricht als an der Umgebung.
Humor ist, wenn man trotzdem schweigt
Oder Pustefix kauft anstatt zu demonstrieren.
Aber so ganz verstanden hast Dus trotzdem immer noch nicht. Knäste gibts doch erstrecht nicht mehr, wenn alle affirmieren, weil, wen sollte man denn da noch einknasten? Knast ist doch die systemerhaltende Einrichtung für den Umgang mit den härtesten Kritikern. Kein Kritiker, kein Knast.
Fünf Jahre sind lang.
Dein letzter Satz ist wieder so schwierig wie im letzten Post. Du machst es einem echt nicht leicht.
Der Dicke, der für 1.0 in den Knast gegangen ist, war aber die Affirmation schlechthin. Nur hat das System selbst gemerkt, dass die stärkste Form der Affirmation, die stärkste Form von Systemzerstörung sein könnte. (Soweit könntest Du sogar Recht haben)
http://www.blogkraftwerk.de…
Aber ich höre definitiv nicht auf zu flapsen, bevor mir bewiesen wurde, dass die deutschen Gefängnisse voller Systemkritiker sind. Das würde ja bedeuten, wir müssen sie nur alle rauslassen und die Welt wird ein bunter, ja besserer Ort.
Zu den 5 Jahren. Was hat sich denn seit November 2001 “wirklich” geändert. Raider heiÃt jetzt Twix, sonst ändert sich nix oder so ähnlich.
der Dieb: klaut anstatt zu zahlen
der Mörder: tötet anstatt zu argumentieren
der Amokläufer: bringt sich idR selbst um
der Steuerhinterzieher: kommt idR nicht in den Knast, weil er noch so halb nach den Regeln spielt
der im Affekt Handelnde: kann sich nicht kontrollieren
der Tagedieb: ist nicht effektiv
Sie sind die härtesten Kritiker, weil sie die Gültigkeit der Regeln des Systems für sich selbst negieren.
Sie werden aus dem Verkehr gezogen, auch um der Mehrheit Regelkonformität abzuringen.
Die Knäste sind ganz bestimmt nicht voll von sympathisch-intellektuellen Maulhelden (halb kritische, halb angepasste Systemkritiker wie Dir) sondern voll von Männern und Frauen der Gewalttat. Der Verzicht auf das Gewaltmonopol des Systems hieÃe SneakPreview in die Anarchie.
So. Und jetzt Schluss hier. Schreib lieber mal einen neuen Artikel für alle. Du wirst doch bestimmt nicht fürs Dialogführen bezahlt (”Dialog-Marketing” ist doch nur so ne Floskel!)?!
Okay, wenn die Luft wegbleibt, dann soll das Ganze mit diesem Kommentar belassen werden. Doch ich nehme mir dann die Arroganz das letzte Wort zu haben. Denn da wir langsam auf Niveau abrutschen, kann ich ein paar Behauptungen schwer hier unkommentiert stehen lassen. Darum abschlieÃend lang und umfassend. Alle anderen sind eh längst ausgestiegen.
“der Mörder: tötet anstatt zu argumentieren” - Ich warne dich Verhalten motivationslos, einzig anhand seiner Handlungen und Wirkungen zu bewerten. Gleiches hätte 1945 dazu geführt der Sowjetunion und der USA, Kommunismus und Kapitalismus, eine glorreiche Zukunft zusammen zu bescheinigen. Nicht nur, dass Stalin ein paar Jährchen zuvor durch dieselbe Logik (er diktiert = ich diktiere = wir sind Freunde) böse auf die Nase gefallen ist. Auch das Verhalten im nächsten Bündnis hielt genau so lange, bis die Motivationen kollidierten. Deshalb feiere den Mörder und den Amokläufer - “Sie sind die härtesten Kritiker, weil sie die Gültigkeit der Regeln des Systems für sich selbst negieren” - nicht zu sehr als Helden des Widerstandes. Es könnte ein böses Erwachen geben. Einfaches Beispiel #2: der CIA und Afghanistan.
Ein sehr interessantes Kapitel zu Bündniskonstellationen und was aus ihnen werden kann, befindet sich im Buch Phillip Ball - Critical Mass. Es deshalb mal als Tip. (Wir verdienen nichts am Link, was aber theoretisch ginge, nur hat diesen Trichter hier noch keiner gefunden).
http://www.amazon.de/Critic…
“Du bist sexy, Du bist Sicherheit! Du bist der Systemerhalt.” - der BND als Systemkritik. Aber gegen was für ein System? Das System der Zwangsheirat? Das westliche Wertesystem? Welches westliche Wertesystem? USA oder China? Ist China schon Westen? Was führt wo zusammen? Europäisierte Türken gegen die Amish-People? Wer ist böse, wer ist gut? Was hat der Konsum mit den Einzelproblemen zu tun? Was passiert, wenn die Amish People in den USA plötzlich billiger produzieren als Arbeiter in China, die im politischen Widerstand sind und denen damit die Finanzgrundlage entzogen wird? Ich weià es nicht.
Fakt ist, das unser gegenwärtiges System, dass des Westens, explizit des europäischen Westens, das freieste (ungleich Wirtschaftsliberalismus) überall und seit immer auf diesem Planeten ist. Das war vor allem in Leipzig nicht alle Tage so (ich spiele jetzt gnadenlos die Kai-Pflaume-Gedächtnis-Ostkarte) und ich weià nicht, ob dies so bliebe, wenn wir wieder mit Bärenfellen ums Feuer sitzen und dem Häuptling beim Geschichten erzählen, zuhören.
Alleine, weil wir hier reden, halten wir das System, welches du teuflisch skizziert hast, schon nicht mehr am Leben, da wir MITeinander reden, kritisch, und uns nicht bekämpfen. Bedenke dies bitte, wenn du das nächste Mal (wie hier) sagst, dass das System scheiÃe ist und wir (die Industrie, die “da oben”) die Bösen sind. Sicherlich fetzt es nicht, wenn Leute wie Ackermann mit dem Spreizfinger, das juristische Regelwerk des Otto-Normal-Bürgers wegspreizen. Andererseits kommen politische Systeme nicht ab Werk mit Redefreiheit, Freizügigkeit etc. und eventuell verspottest Du mit dem Status Quo auch das vergossene Blut der letzten Jahrhunderte. In Gut und Böse allein, 1 und 0 denken nur George Bush und Computer. (Nein der Mann ist keine Maschine).
“sympathisch-intellektuellen” - das Schwert des Humors. Die meisten Materien sind so vernetzt kompliziert, dass sie vollends zu einem Wulst, einem undefinierbaren Chaos verschwimmen. Es laufen genug Schreihälse da drauÃen rum, die die Wahrheit besitzen - “Aber so ganz verstanden hast Dus trotzdem immer noch nicht” - sei es durch Steintafeln überliefert, durch UFOs (oder Internet) gebracht oder einfach so in der Wäsche gefunden. Ich maÃe mir dies nicht an. Und weil ich gar nicht erst in Versuchung geraten möchte, Dinge von denen ich nichts weià (evtl. wissen kann), mit dem Anspruch auf vollständige Wahrheit breitzutreten, beschränke ich mich in der Regel darauf, die Ãberbringer der Heilsbotschaften zu verspotten.
Denn eine spitzzüngige Bemerkung reicht oft aus, um deren Lügenbündel zu Fall zu bringen. Und die Grundsatzlüge der meisten Systemkritiker ist es halt, die Kritik der Kritik als Lüge und Dummheit zu beschimpfen. BesäÃen diese Leute einen Funken Humor (soll ja menschlich sein), wäre die Sache schneller vom Tisch, als sie gekommen ist. Aber jeder, der allein bis hierhin gelesen hat, weià jetzt was Humorverzicht bedeuten kann. Und es geht nicht darum, Probleme (”Daà es woanders nicht ganz so gut klappt”, Bagdad), zu leugnen. Das habe auch ich nie getan.
“Blase 2.0″ Da dies der erste Kommentar ohne AbschluÃverwirrung sein wird, abschlieÃend noch zu “Dialog-Marketing” ist doch nur so ne Floskel!)?!”
Nein in der Tat werde ich auch für’s Dialoge initiieren und führen bezahlt. Trotzdem schreibe ich natürlich nicht für’s Geld allein. Ein stumpfes “Hau ab von unserm Blog” oder schlimmer - löschen - hätte dann auch gereicht. Nein, im Grunde stellen Menschen wie du den Stereotyp des kritischen Verbrauchers dar. Darum noch mal: Warum BND?
Eventuell kann in Amerika “Nichtkaufen” die Leute noch schocken. In Europa und explizit in Deutschland mit seinen extrem kritischen Verbrauchern (siehe Du und ich, wir verbrauchen auch), kannst du mit Konsumverzicht allein niemanden mehr hinter dem Ofen vorlocken. Dafür wenden auch im Lidl und Aldi inzwischen zu viele Leute die Verpackungen. Ich will hier nicht die rosarote Wölkchenwelt herbeischwören, denn es gibt genug Gegenbeispiele da drauÃen. Trotzdem bleibt die “böse” Wahrheit, dass die Leute mit Geld (die wollen wir ja als Unternehmen) heute oft anspruchsvolle Fragen stellen, die als Unternehmen nicht immer einfach zu beantworten sind.
Deshalb würde dieses Thema so spitz formuliert sicherlich nicht als Post vorne am “Schaufenster” des Blogs auftauchen. Doch wir scheuen die Diskussion auch nicht, wenn sie denn auftritt. Und sie tritt überall verschieden auf. Darum befüttern unseren amerikanischen Blog
http://blog.spreadshirt.com/
auch andere Leute. Für ein anderes Publikum. Du kannst dir gerne die Mühe machen und die selbe Debatte dort versuchen, anzustoÃen. Alleine das (ich kann zwar nicht hellsehen, doch ich bin mir sicher), wird dir zeigen, dass “das böse System” in der umrissenen Ganzhaftigkeit nicht existiert. Probier es aus, es trennt dich nur ein Klick.
Denn 2.0 bedeutet in erster Linie das Schauspiel der Authentizität zu zelebrieren. Und das kennt keine Soufleure und jede Aufführung an jedem Ort ist eine neue. Falls die Soufleure entdeckt werden, kommt dies raus. Und wenn es raus kommt, wird das Theater in Brand gesteckt. Und Zündschnur und Bombe liegen immer enger beieinander. Das bedeutet gleichzeitg Revolution ohne Rebellen. Systemimmanente Veränderung. Verzicht auf Verzicht. Nutzen von Optionen. Denn falls 2.0 eine Blase sein sollte, trägt sie die Wurzeln der Blase 1.0 bereits in sich. Und dann wird die Blase 3.0 folgen. Die Veränderung hat längst statt gefunden, allein weil heute Leute wie ich hier schreiben dürfen (was einige sicherlich zum Kotzen finden werden), und Leute wie Du die Fragen stellen.
PS: Der nächste Artikel ist längst drauÃen. AuÃerdem stammte ja dieser Post nicht von mir. Ach ja, der Chef ist sowieso grad im Urlaub.
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ätsch letztes wort!
uff
One’s first step in wisdom is to kuesteon everything - and one’s last is to come to terms with everything.
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