Die gute alte Rabattschleuder, Vorzugs-Requisit aus der Waffenkammer des Marketing-Mixes, verfehlt selten ihr Ziel. (Asche aufs Haupt, auch bei uns geht der November-Shopper bekanntermaßen mit 3 Euro weniger vom Feld.) Solide und zeitlos, wenn auch nicht sehr originell.
Der Verein Co2ol baut auf ein ganz anderes weihnachtliches Gefühl: ANGST. Um die Kohlenstoffdioxid- Emissionen zu neutralisieren, die der Versand eines Geschenkes mit sich bringt, investiert der Verein in Aufforstungsprojekte - und lässt sich die von den grossen des Retail-Biz auch gleich finanzieren. Blume2000, Tchibo, Carhartt, S.Oliver und Co zahlen den Aufpreis, der Endkunde aber, der über das Portal von Co2ol bei den genannten Einzelhändlern einkauft, zahlt keinen Cent mehr als vorher. Den Anbieter Spreadshirt sucht man - noch? - vergeblich im Portal.










Nachem es einige Kritik an diesem Beitrag gab, hier nochmal zur Klärung: die Spreadshirt “Early Order” Rabatt-Aktion ist eine runde und faire Sache - und mit drei Euro auch deutlich groÃzügiger als vergleichbare Rabattaktionen. Ob der Verein Co2ol, der schlechtes Gewissen verkauft, aber möglicherweise eine gute Sache damit befördert, das interessantere Weihnachts-Special parat hält, sei dahingestellt. Wer verlässliche Infos zum Treiben des Vereins und seinem Nutzen oder Schaden hat, sei eingeladen, uns die mitzuteilen. Bislang haben die Co2oler jedenfalls nur 600 Hektar aufgeforstet - nicht allzuviel, wenn man bedenkt, das der Verein seit 1998 aktiv ist. Zynisches Marketing Tool oder konsumdynamische Umweltpolitik?
ich sach ma so: ich hab mein geld bei krombacher gelassen .. äh, in deren regenwald investiert